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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
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Kultur

#Liebe

Die Theaterclubs des Staatstheaters feiern Premiere!

»Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single.« Ist das wirklich so? Seit Oktober 2016 beschäftigen sich junge und junggebliebene Menschen aus Mainz und Umgebung künstlerisch mit Fragen an die Liebe. Im April stehen nun vier Inszenierungen auf dem Spielplan, die die Ergebnisse präsentieren. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich im »echten« Leben vielleicht nie getroffen hätten, sind sich in ihrer Begeisterung für Tanz und Theater am Staatstheater begegnet und eröffnen nun mehrsprachig, mit Spiellust und einer großen Portion Energie ihre ganz eigenen Perspektiven auf die Liebe.

Theaterclub zeitraum: »Der unpfändbare Rest unserer Herzen«
© Felix Berner

Der Reigen beginnt am 10. April mit »Love & Poetry« im Glashaus. Die selbstgeschriebenen Texte der Spieler*innen kommen zum Klingen und verwandeln sich in gesprochenes Wort. Am 21. April feiert der Theaterclub zeitraum mit »Der unpfändbare Rest unserer Herzen« Premiere. Verbotene Liebe, Heirat, Trennung, arrangierte Ehe, Freundschaft, erste Liebe, eiserne Hochzeit - 19 Menschen zwischen sechs und 84 Jahren erzählen persönliche Liebesgeschichten von- und übereinander. Sie sprechen Arabisch, Aserbaidschanisch, Englisch, Deutsch und Türkisch.

Auf der Bühne treffen sie sich zu einem großen Fest und laden ihr Publikum ein gemeinsam mit ihnen (un)mögliche Fragen an die Liebe zu stellen. Am selben Abend im Anschluss begeben wir uns mit den jungen Menschen des Jugendclubs spieldrang auf eine Reise von der Antike bis ins Jetzt. Mit Texten von Sophokles, Anton Tschechow, Mats Kjelbye, Falk Richter und Daft Punk wird die Liebe, die das Innerste der Menschen berührt, beleuchtet, als Konzept entlarvt und veräußert.

Am 23. April ist ein Doppelabend des tanzmainz club zu erleben. »Irgendwo« ist ein Tanzstück über den Versuch, miteinander in Kontakt zu treten und Distanzen abzubauen. Es befragt dabei die Zwischenräume, die die Fragilität von Verständigung und Beziehung ausmachen. Im zweiten Teil »Happyland« umkreisen 16 junge Tänzer*innen in acht Duetten die Themen Liebe, Partnerschaft und Erwartungen.

Weitere Vorstellungstermine: 29./30. April und 1./2. Juli 2017



Das Versprechen – ein Fest

»Hochzeit« als großer spartenübergreifender Abend am Staatstheater

Zwanzig Tänzer*innen, fünf Schauspieler*innen, ein Zauberer, eine Akrobatin, Mu­si­ker*innen und viele weitere Gäste aus insgesamt 13 Nationen - im Großen Haus des Staatstheaters wird eine »Hochzeit« gefeiert, die es in sich hat! Das ehrgeizige spartenübergreifende Projekt dreht sich um den Tag, den man so gerne den wichtigsten im Leben nennt und entsprechend mit Erwartungen, Hoffnungen und Sehnsüchten befrachtet. »Man sagt Ja zu einer gemeinsamen Lebensreise und man weiß, dass die nicht immer geschmeidig verlaufen wird«, sagt Choreograf Koen Augustijnen, der mit seiner Partnerin Rosalba Torres Guerrero das multinationale Fest in Szene setzt, »auch die Gäste und Zuschauer fragen sich automatisch: Was sind das für Menschen? Was erwarten sie?«

Ada Daniele, Ensemble tanzmainz, Ensemble Schauspiel: »Hochzeit«
© Andreas Etter

Rituale spielen bei einer Hochzeit eine große Rolle, jedes Land hat seine eigenen, manche kurios, andere romantisch. Doch was bedeuten sie, wofür brauchen wir sie? Diese und viele andere Fragen rund um die Party, mit der wir das gegenseitige Versprechen zweier Liebender feiern, haben das Ensemble beschäftigt und inspiriert. Musik und Tanz, modern, folkloristisch, kosmopolitisch - aus vielen verschiedenen Genres, Stilen und Elementen wird sich ein temperamentvoller Bühnenabend zusammensetzen. Noch einmal Koen Augustijnen: »Wir haben eine ganz bunte Mischung verschiedener Musikstile, die von der Mainzer Band Vibes gespielt werden. Dabei gibt es definitiv eine Tendenz zu Balkanklängen. Wir haben uns dafür entschieden, weil in dieser Musik immer auch etwas Tradition mitschwingt - Traditionen spielen ja bei Hochzeiten oft eine wichtige Rolle. Außerdem ist diese Musik sehr kraftvoll und ermöglicht viele Stimmungen von Ausgelassenheit bis Trauer.«

»Hochzeit« von Koen Augustijnen und Rosalba Torres Guerrero
Uraufführung am 29. April im Großen Haus
Weitere Termine: 15., 13., 20. und 29. Mai



Mehr Informationen unter www.staatstheater-mainz.com.