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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
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Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Verlosung.

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MOGUNZIUS

MOGUNZIUS
Stadtschreiber des MAINZERS


Tauberts-Beck-Bad


Jetzt haben wir ein neues altes Thema, Sportdezernent Günter Beck, bereitet sich »auf alle Szenarien vor«: Sollte der heutige Betreiber des Taubertsbergbades, Deyle, zahlungsunfähig werden, so werde er einen neuen Betreiber suchen oder die Stadt soll über ihre Holding das Bad zukünftig betreiben.

Das Bad, 1910 gegründet, war lange Jahre das Sorgenkind der Stadt. Es gab viele Versuche das in die Jahre gekommene, mit hohen Defiziten betriebene Bad, zu sanieren.

Bis der damalig zuständige CDU Bürgermeister, Norbert Schüler, den Stadtrat von seinem Konzept überzeugte, dem legendären Drei-Säulen-Modell. In einem EU-weiten Auswahlverfahren wurden 2002 ein Planer, ein Bauunternehmen und ein zukünftiger Betreiber in einem Aufwasch gesucht.

Schreibfeder

Zuschlag als Planer erhielt Uwe Deyle, als Bauunternehmer die Firma Karl Gemünden und als Betreiber wiederum Herr Deyle.

Das Betreibermodell sah vor (und so ist es heute noch): die Stadt zahlt den Neubau, Grundstück und bauliche Anlagen bleiben im Eigentum der Stadt und dem Betreiber wird gegen eine Pacht das Bad betriebsbereit zur Verfügung gestellt.

Zur teilweisen Finanzierung des Neubaus wurden Teile des Bad-Grundstücks veräußert, dort baute anschließend die halbstädtische MAG mit besagtem Bauunternehmen Gemünden einen Bürokomplex.

Da Deyle jedoch als privater Betreiber nicht bereit war sozialverträgliche Eintrittspreise für die Menschen und die Sportvereine zu bieten, gibt die Stadt die Pacht wieder zurück und dadurch sind die Preise im Sportbadbereich so wie sie eben sind.

Einer der härtesten Kritiker des 3-Säulen Modells und der Eintrittspreise war der Fraktionssprecher der Grünen im Stadtrat, der heutige Bürgermeister Günter Beck.

Auch als Sportdezernent konnte Beck seine Abneigung gegen den Betreiber Deyle schlecht verbergen.

Spannend wird es, wenn Deyle nicht mehr als Betreiber zur Verfügung steht: Beck wird ein alternatives Geschäftsmodell präsentieren und sich an seinen Aussagen der Vergangenheit messen lassen müssen.

Wenn es ihm gelingt, dass die Stadt vom zukünftigen Betreiber eine Pacht erhält, die Eintrittspreise sozialverträglich werden und ein Dritter die notwendigen Instandhaltungen bezahlt, dann benennen wir das Bad in Tauberts-Beck-Bad um. Dafür gründe ich dann eine Bürgerinitiative!

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