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Kultur

»MacBeth«

von William Shakespeare


»MacBeth« inszeniert von Jan-Christoph Gockel

Auch 400 Jahre nach seinem Tod ist William Shakespeare einer der meistgespielten Autoren im Theater. Aus gutem Grund, denn seine Dramen scheinen heute aktueller denn je, seine Figuren haben mit uns zu tun. »Macbeth«, eine der prominentesten Tragödien des britischen Theatermeisters, ist ab dem 7. Mai auf der Bühne des Kleinen Hauses zu sehen, ins­zeniert von Hausregisseur Jan-Christoph Gockel.

Es ist der alte schottische My­thos um den Feldherrn Macbeth, der den Weissagungen dreier Hexen glaubt, den rechtmäßigen König, seinen besten Freund Banquo und die Familie Macduffs tötet und aus dem Blut­rausch gar nicht mehr herauskommt. Gockel liest »Macbeth« in seiner Inszenierung nicht allein als eine Tragödie über Machtgier, Schuldzuweisungen und Verrat, für ihn ist »Macbeth« auch ein Drama der Naturentfremdung. Die durch den Sturz des rechtmäßigen und gutmütigen Königs herbeigeführte Störung der natürlichen Ordnung spiegelt Shakespeare in seinen Naturschilderungen. Die Welt Mac­beths wird von giftigen Dunstschwaden erfüllt, die Sonne ist in ihrem Umlauf gestört, die Tierwelt zeigt sich bösartig verändert. Die unbehaglichen Na­turschauspiele werden zu Spiegelbildern der sich anbahnenden Tragödie, zu einem Panoptikum menschlicher, sozialer und gesellschaftlicher Zerrüttung - Bilder, die uns in Zeiten von Klimawandel, Pestizid-Skandalen und einer anscheinend nicht aufzuhaltenden Verseuchung der Meere vertraut sind. Die Natur ist auch heute das Abbild eines rücksichtslosen Missbrauchs durch den Menschen. Puppenbauer und Ensemblemitglied Michael Pietsch hat für den Mainzer »Macbeth« fantastische Puppen geschaffen, die als Reh, Fuchs und Rabe der Inszenierung ihre ganz eigene Morbidität geben.

»MACBETH«
von William Shakespeare

Inszenierung: Jan-Christoph Gockel, Bühne: Julia Kurzweg, Kostüme: Sophie du Vinage, Puppen: Michael Pietsch, Musik: Matthias Grübel

Mit: Anika Baumann, Leoni Schulz, Anna Steffens; Daniel Friedl, Lorenz Klee, Matthias Lamp, Henner Momann, Michael Pietsch, Johannes Schmidt, Murat Yeginer

Premiere: 7.5., Kleines Haus, weitere Spieltermine: 9., 12., 19., und 28.5., 1., 15. und 28.6. sowie 3. und 12.7.




»Der Prozess« nach Franz Kafka

Zum letzten Mal!


»Der Prozess« nach Franz Kafka © Andreas Etter

Jakop Ahlboms außergewöhnliche Inszenierung nach Franz Kafkas Roman »Der Prozess« gehört zu den beliebtesten Produktionen der aktuellen Spielzeit. Pfingstmontag, am 16. Mai, ist der Abend zum letzten Mal zu erleben - unwiderruflich, denn das Stück wird auch in der kommenden Saison nicht wieder aufgenommen. Wer es also noch nicht gesehen hat oder noch einmal sehen möchte, sollte sich die Derniere auf keinen Fall entgehen lassen.

In melancholischen, beeindruckenden Bildern erzählt Ahlbom Franz Kafkas Hauptwerk - sein Theaterstil kombiniert mit leichter Hand Pantomime, Tanz, Musik und Illusionskunst. Wenn wir von »kafkaesk« sprechen, meinen wir wohl die absurde, lebensfeindliche Welt der Bürokratie und Kontrollgesellschaft, aus der der Angeklagte Josef K. keinen Ausweg findet. Eine Anklage wurde gegen ihn formuliert und der Prozess beginnt, unerwartet und erbarmungslos. Der Alltag geht weiter, aber das unweigerliche Gefühl der Ohnmacht und die Frage nach der Schuld belasten ihn und treiben zu rastloser Suche. Immer tiefer hinein in das Räderwerk einer Gesetzesmaschine, die nicht zu verstehen ist, die aber dennoch eine merkwürdige Ordnung aufrechterhält und alle Lebensbereiche durchsetzt.

»Untermalt von drängender Musik und suggestiven Licht- und Videoeffekten, sieht man sich in einen surrealen Alb­traum versetzt, ebenso verstörend wie mitreißend«, schrieb der Kritiker der FAZ nach der Premiere.

»Der Prozess«
nach Franz Kafka

Inszenierung: Jakop Ahlbom, Bühne: Katrin Bombe, Kostüme: Katrin Wolfermann

Mit: Ulrike Beerbaum, Monika Dortschy, Anna Gorokhova, Lilith Häßle, Nadja Simchen, Sebastian Brandes, Finn Lakeberg, Martin Herrmann, David Schellenberg, Johannes Schmidt

Zum letzten Mal am 16. Mai, Kleines Haus

www.staatstheater-mainz.com