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Sport

Anlegen... Spannen... Zielen... Schießen

Bogenschießen ist eine der ältesten Jagdformen der Menschheit und spielte als Waffe in kriegerischen Auseinandersetzungen eine Rolle. Heute geht es bei dem Sport um Konzentration und Körperbeherrschung.


Bogenschiessen

Der Schützenclub Waidmannsheil 1953 Mainz e.V. (SC Waidmannsheil) bietet die Disziplinen Luftpistole, Luftgewehr, Zimmerstutzen und Bogenschießen an. Das Schießen auf standardisierte Zielscheiben mit Recurvebögen ist die am weitesten verbreitete Bogensportart. Dessen besonderes Merkmal ist es, einen immer gleichbleibenden Schussablauf zu erlangen.

Technik und Fokus sind wichtig

Die Bewegung kommt aus den Schultern, das Ziehen erfolgt nah am Körper entlang, es geht um Technik, weniger um Kraft. Drei bis vier Kilo wiegt der Recurvebogen, dazu muss ein Erwachsener circa 30 Kilogramm ziehen, um den Bogen zu spannen. »Je sauberer man löst, umso präziser fliegt der Pfeil. Egal, um welche Entfernung es geht«, beschreibt Sven Schmitt seine Handlung beim Bogenschießen.

Im Sommer verwendet er für den Außenbereich Pfeile, die dünner und damit nicht so windanfällig sind wie die dicken, die wiederum beim Training in der Halle zum Einsatz kommen. Was macht den Reiz des Sportes für ihn aus? Der Bogenreferent beim SC Waidmannsheil beantwortet die Frage so: »Mit wenig Aufwand kann man sich auf eine Sache konzentrieren. Man kann Stress gut abbauen, denn sich zu fokussieren bringt einen zur Ruhe.«

Schmitt bildet im Verein nur am Recurvebogen aus, der auch bei den Meisterschaften und Olympischen Spielen benutzt wird. Dieser ist die Weiterentwicklung des eher archaischen Langbogens, ein einfacher, stabförmiger Bogen, und besteht aus zwei Wurfarmen sowie einem Mittelteil. Neueste Hightech-Materialien und Techniktricks haben aus dem klassischen Recurve ein modernes Hochleistungs-Präzisionsgerät gemacht. Mithilfe von Carbon und Spezialschaumstoffen ist aus dem handgeschnitzten Holzbaukasten ein individuelles Technikgerät geworden. Seine Besonderheit liegt darin, dass die Wurfarme nach vorne gebogen sind. In dieser Biegung (Recurve) wird beim Spannen des Bogens die meiste Kraft gespeichert und dadurch kann der Bogen mehr Energie auf den Pfeil übertragen.

Im Freien beträgt die Schießdistanz bei Meisterschaften 70 Meter, auf manchen Turnieren und je nach Können sogar 90 Meter, die im Verlauf dann auf 70, 50 und schließlich 30 Meter reduziert wird. »Das ist eine besondere Herausforderung beim Wettkampf und erfordert sehr viel Übung, Präzision sowie entsprechendes Equipment«, erklärt Schmitt. Trainiert wird im Verein auf fast allen Distanzen, Kinder üben jedoch die 15 Meter und 30 Meter. Bereits ab sieben Jahren können sie das Schießen im Club erlernen, wenn sie den Bogen gut halten können, schränkt Schmitt ein.

Alles ins Gold

Geschossen wird grundsätzlich auf eine Zielscheibe mit vier Ringen in den Farben, von außen nach innen, Schwarz, Blau, Rot und Gold. Die Mitte gilt es auch zu treffen, denn mit zehn Punkten ist sie am höchsten bewertet. Aus diesem Grund heißt es vor jedem Wettkampf in der Gruppe: »Alles ins Gold«, verrät Schmitt. Dass der Bogen trotz seiner sportlichen Nutzung eine Waffe ist, macht der langjährige Schütze deutlich: »Vor jedem Wettkampf wird er von den Richtern auf missbräuchliche Anbauten überprüft, denn es gibt klare Vorschriften im Reglement des Deutschen Schützenbundes, wie er beschaffen sein darf.«

| KH

www.sc-waidmannsheil.de