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Spitzfindig

Der Alte wird der Neue sein

Ein wesentlicher Bestandteil der Innenstadtentwicklung betrifft die Ludwigsstraße. Die bestehende Nachkriegsarchitektur mit dem Karstadt-Gebäude und der Pavillonstruktur wird als unansehnlich und nicht mehr zeitgemäß erachtet.


Ludwigsstraße

Alle Versuche in den vergangenen Jahrzehnten, Abhilfe zu schaffen scheiterten. Die finanzielle Situation der Stadt Mainz lässt es nicht zu, die Vorstellungen der Bürger/innen mit dem ökonomisch Notwendigen in Einklang zu bringen. Auch die Versuche, einen Investor zu finden, der dies bewerkstelligt und gleichzeitig die Renditeerwartungen seiner Eigentümer befriedigt, scheiterten.

ECE gab Mitte 2015 seine großspurigen Pläne auf, weil es dem Projektentwickler nicht gelang, die erforderlichen Grundstücke zu erwerben. Statt einer "Shopping Mall" mit knapp 30.000 qm war plötzlich nur noch die Rede vom Bau eines Geschäftshauses mit 16.000 qm Verkaufsfläche. Im Mainzer Rathaus schien man daraufhin ratlos. Die Frage, wie dieser auf den Standort Karstadt beschränkte Neubau mit den Pavillonbauten der Ludwigsstraße harmonieren sollte, ließ hinter den Kulissen die Emotionen hochkochen. Unter größter Geheimhaltung wurde in der Dezernentenrunde mit OB Ebling an einer Lösung gewerkelt.

Dem MAINZER gelang es, Interna zu erfahren. Ob der Brisanz der Entscheidungen stellten wir die Veröffentlichung allerdings zurück, um das Ergebnis nicht zu gefährden.

Erinnert sich in Mainz noch jemand an den Investor Multi Development? Dessen Konzept zur Entwicklung des Karstadt Areals hatte im Wettbewerb mit ECE das Nachsehen.

Im April 2016 nun soll die Entscheidung von ECE, den Karstadt-Komplex in Mainz an den ehemaligen Mitbewerber zu verkaufen, bekannt gegeben werden. Allerdings firmiert Multi Development nach diversen strategischen Neuausrichtungen seit Mitte letzten Jahres als Multi Germany GmbH mit Sitz in Duisburg.

Das Konzept von Multi Germany sieht vor, das Karstadt-Warenhaus komplett zu sanieren, statt abzureißen und neu zu bauen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass mit Dirk Gemünden als neuem Eigentümer der Nachbarimmobilie, dem Deutsche Bank-Haus, ein weiterer Player für die Neugestaltung der "Lu" mit im Spiel ist. Zum anderen will Multi Germany Einsicht in ein vom Bistum Mainz in Auftrag gegebenes Gutachten erhalten haben. Die für den Neubau einer Tiefgarage und eines zweiten Untergeschosses erforderlichen Erdarbeiten sollen demzufolge den Grundwasserspiegel derart beeinträchtigen, dass die Standfestigkeit des Doms nicht mehr zu gewährleisten wäre.

| SoS

Wäre nicht April, könnte man diese Geschichte glatt glauben.