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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
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RLP-Ausstellung DER MAINZER verlost
5x 2 Eintrittskarten zur
Rheinland-Pfalz-
Ausstellung
Vom 12. bis 20. März 2016
Bitte senden Sie uns
eine E-Mail an
verlosungen@dermainzer.net
Stichwort: RLP-Ausstellung
Einsendeschluss: 1.3.2016

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spielArt: Theaterseiten

Unendliche Nacht

Alessandra Corti choreo­grafiert für junges Publikum


»Unendliche Nacht« © Andreas Etter

Ziemlich britisch zugehen wird es im neuen Stück von tanzmainz. Alessandra Corti, vielen als Tänzerin des Ensembles bekannt, choreografiert eine liebenswerte Gruselgeschichte für Zuschauer ab 11 Jahren. »Unendliche Nacht« lautet der Titel des Stücks, das die Zuschauer auf der Bühne des Großen Hauses erwartet.

Corti, inspiriert von Agatha Christie, lässt dieses spannende Stück Tanztheater in einem typisch englischen Landhaus spielen: Ein Waisenjunge entscheidet, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Obwohl ihn immer alle vor dem Geisterhaus in der Nähe des Waisenhauses gewarnt haben, ist das genau der Ort, zu dem es ihn zieht. Er steigt durch ein Fenster ein, doch zu seiner Enttäuschung scheint es ziemlich leer zu sein. Als er es sich auf dem Sofa gemütlich macht und einschläft, erwacht das Haus nach und nach zum Leben. Reichlich skurrile Bewohner beäugen den Ankömmling und dieser versucht, sich in der verrückten Welt dieser merkwürdigen Familie zurechtzufinden. Zum Glück gibt es den alten Butler, der alle Geheimnisse zu kennen scheint, und ihm auf die Sprünge hilft.

»Unendliche Nacht« spielt mit der Magie des Theaters und nutzt die besonderen Möglichkeiten, die die Bühnentechnik des Großen Hauses bietet, Bühne und Kostüm lassen keinen Zweifel daran, dass man sich im Mutterland der Gruselgeschichten befindet. Und das Publikum ist auf der Bühne ganz nah dran an den Darstellern und kann in die Geschichte eintauchen.

Das Stück erlaubt den Tänzern, neben ihren Bewegungsqualitäten auch ihre komischen Talente zu zeigen. In Improvisationen haben sie Charaktere entwickelt, die von der gealterten Hollywoodschauspielerin bis zum unsichtbaren Mädchen reichen. Deren furiosen Eskapaden werden sich auch Erwachsene kaum entziehen können und »Unendliche Nacht« kann zum Theaterabenteuer für die ganze Familie werden.

»Unendliche Nacht« (UA, ab 11 Jahren)

Choreografie: Alessandra Corti

Premiere 29.2., Bühne Großes Haus

weitere Spieltermine: 12. und 20.3.

www.staatstheater-mainz.com




Die Unverheiratete auf U17

Was ist das, ein gelungenes Leben?


»Die Unverheiratete«
(Lilith Häßle, Monika Dortschy, Andrea Quirbach)

Drei Generationen Frauen können in Ewald Palmetshofers Stück »Die Unverheiratete« ihrer eigenen Geschichte nicht entkommen. Die Erste, die »Alte« hat etwas getan. Kurz vor Kriegsende hat sie noch einen vermeintlichen Deserteur verraten und in den sicheren Tod geschickt. Die Zweite, die »Mittlere« hat etwas vermieden. Sie hat nicht nach der Schuld der Mutter gefragt, sie aber dennoch insgeheim immer angeklagt. Die Dritte, die »Junge« kann nun die Familiengeschichte aufarbeiten, aber sie lebt viel lieber drauflos. Alle drei sind ohne Männer. Das Unsagbare bleibt ungesagt: Kommunikationslosigkeit und Gefühlskälte breiten sich über die Generationen aus wie eine Erbkrankheit.

Doch zu Stückbeginn, kurz vor dem Lebensende der Alten, lässt sich die Vergangenheit nicht länger im Schweigen ersticken. Wie Mosaiksteinchen, die aneinandergereiht werden, scheint sich ein Gesamtbild dessen, was gewesen ist, zu bilden. Und doch stehen wir am Ende dieses Schauspiels über das Antworten wieder am Anfang allen Fragens. Was bedeutet Schuld? Hat die »Alte« nur einen Befehl ausgeführt? Was wusste die »Mittlere«? Was will die »Junge« davon eigentlich noch wissen? Und was ist das eigentlich, ein gelungenes Leben?

Ewald Palmetshofer zählt zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Theaterautoren. Anhand eines realen Falles macht er sich in »Die Unverheiratete« auf die Suche nach der Geschichte der Täterinnen in der Generation unserer Mütter und Großmütter. Er erzählt virtuos durch Rückblenden in einer rhythmisierten und hochartifiziellen Sprache, wie sich Schuld und Verdrängung über Generationen in eine Familiengeschichte einschreiben.

»Die Unverheiratete« von Ewald Palmetshofer

Inszenierung: Jana Vetten

Premiere 18.2., U17

Weitere Spieltermine: 24. und 26.2.

www.staatstheater-mainz.com