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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
V E R L O S U N G !

RLP-Ausstellung DER MAINZER verlost
5x 2 Eintrittskarten zur
Rheinland-Pfalz-
Ausstellung
Vom 12. bis 20. März 2016
Bitte senden Sie uns
eine E-Mail an
verlosungen@dermainzer.net
Stichwort: RLP-Ausstellung
Einsendeschluss: 1.3.2016

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Bowling

Bowling Bilder

Der Kick ist der Strike

Nicht alle Neune, wie es beim Kegeln heißt, sondern zehn Pins sind das Ziel beim Bowling. Dabei ist der Strike, also alle Pins auf einmal umzuwerfen, die Königsdisziplin.


Pins anvisiert, Schwung geholt und losgelassen - der Ball knallt auf den Boden und schlittert in hohem Tempo auf der 18,60 Meter langen Bahn auf das weiße Dreieck an deren Ende zu, und kracht lautstark in die Pins, von denen zwei stehen bleiben. Der neunjährige Dennis Schneider (siehe Fotos) ist mit seinem Wurf zufrieden. Er gehört zur Jugendgruppe der Bowling Vereinigung Mainz e. V.. Bereits im Alter von fünf Jahren hat er mit dem Sport begonnen. »Wir waren mit der Familie oft spielen. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich hier im Verein angefangen habe«, erzählt er. 2015 ist er in der C-Jugend der Fünf- bis Neunjährigen sogar Rheinland-Pfalz-Meister geworden. Natürlich wolle er auch in diesem Jahr den Titel wieder holen, meint er selbstbewusst und geht zur Bahn zurück, um seine Übungen fortzusetzen.

Sein Trainer Marc Lazar ist 1. Vorsitzende des Vereins und bowlt seit 22 Jahren. Er war als Soldat in Ramstein stationiert und hat dort über die US-Amerikaner den Sport kennen und »lieben gelernt«. Die Technik begeistere ihn, aber das große Ziel sei, bei einem Turnier der Strike: alle zehn Pins auf einmal treffen, und das zwölfmal, was zwölf Strikes bedeutet. »Das ist wahrlich der Kick bei diesem Sport«, meint Lazar. Dazu gehöre vor allem mentale Stärke, ergänzt und betont Thorsten Wiesenberg deutlich. Der 2. Vorsitzende wuchs in einer Bowling-Familie heran. Der 44-Jährige weiß, wovon er redet, denn die zwölf Strikes hat er dreimal geschafft. »Beim ersten Mal vor vielen Jahren bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Mix haben irgendwann alle Teilnehmer und Besucher nur noch auf mich geschaut und es war total still in der Halle. Zum Glück spielten meine Nerven mit, aber es war schon eine enorme Anspannung.« Wiesenberg unterstützt die Jugend mit seinen Erfahrungen beim Training und spielt wie Lazar in der Herrenmannschaft auf verschiedenen Turnieren bundesweit.

Individuelle Anpassung

Bowlen unterscheidet sich maßgeblich vom Kegeln. Statt neun Kegel, aufgestellt in Form einer Raute, gibt es zehn Pins, die in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet sind. Die Kugel wird Ball genannt und ist wesentlich größer und schwerer. Um sie kontrolliert werfen zu können, greifen Mittel- und Ringfinger sowie der Daumen in drei dafür vorgesehene Löcher. Jeder Ball werde auf jede Hand individuell angepasst, insbesondere für Jugendliche im Wachstum sei das wichtig. So werden auch die Löcher bei Bedarf neu gebohrt, erklärt Lazar, auch das Gewicht hat eine entscheidende Bedeutung und ist an den Körper angepasst. »Wenn der Ball zu schwer oder zu leicht ist, kann das den Bewegungsablauf des Spielenden negativ beeinflussen. Denn dieser kommt nämlich vorwiegend aus der Schulter heraus.« Die Ledersohle bei den Schuhen, anstelle der Gummisohle bei den Kegelschuhen, ist für die Bowlingbahn wegen ihrer Ölbeschichtung vorgeschrieben.

Frauen gesucht

Die Bowling Vereinigung Mainz besteht aus Freizeitspielern und Sportbowlern. Insgesamt hat sie 80 Mitglieder im Alter von neun bis 74 Jahren und besteht zurzeit aus acht Abteilungen, davon sechs Clubabteilungen, einer Jugendabteilung und einer Abteilung der Einzelmitglieder. Zwecks Gründung einer Damenmannschaft werden noch Frauen ab 24 Jahren gesucht. Das nächste offene und gemeinsame Training, an dem auch Anfänger unverbindlich teilnehmen können, findet am 22. Februar statt.

www.bvmainz.de

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