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GESUNDHEIT

Medizinische Leistungen nochmals steigern

Es hat sich einiges getan in den letzten drei Jahren an der Universitätsmedizin Mainz. Ihr Kaufmännischer Vorstand Götz Scholz blickt zurück und verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand.


Kaufmännischer Vorstand Götz Scholz

Eigentlich wollte er schon vor drei Jahren in den Ruhestand gehen, nach 15 Jahren als Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) entspannte Tage ohne Termine und Verpflichtungen genießen. Doch dann kam die Anfrage von Ministerin Doris Ahnen für den Posten des Kaufmännischen Vorstandes der Universitätsmedizin Mainz - und Götz Scholz entschied sich kurzfristig anders.

»Die neue Position war für mich mit 64 Jahren doch noch mal eine Herausforderung«, erzählt er. Das Aufgabengebiet kannte er bereits relativ gut, denn als Kanzler der JGU war er zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der Universitätsmedizin. Und so formulierte Scholz in seiner Antrittsrede im Januar 2013 sein Ziel, »eine gute Krankenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau und eine erfolgreiche Forschung und Lehre mit einem guten wirtschaftlichen Ergebnis in Einklang zu bringen.«

Positiv weiterentwickelt

Was »gute Krankenversorgung« ist, sei natürlich subjektiv und von jedem Patienten abhängig, sagt Scholz. Fachlich gesehen zeigten allerdings die Zertifizierungen und Begutachtungen externer Institute, dass »die Universitätsmedizin sehr gute Qualität« biete. Insgesamt hätte sich diese in den letzten drei Jahren positiv weiterentwickelt. »Das Niveau der Krankenversorgung ist weiter gestiegen«, meint der Vorstand, das bestätigten regelmäßiges Nachfragen bei den Patienten und das interne Qualitätsmanagement. Vor allem mit den Gründungen von über zehn eigenen Zentren etwa für die Fachgebiete Haut, Brust, Blut und Seltene Erkrankungen sei der Service deutlich erweitert worden. Dies zeige auch die positive Bewertung des Onkologie-Zentrums von der Deutschen Krebsgesellschaft. Darüber hinaus stehen die Fachkliniken Gynäkologie, Urologie und Pathologie unter neuer Leitung. »Mit der Neubesetzung von Schüsselstellen kann die Qualität ebenfalls verbessert werden.«

Finanzierbarkeit

All dies sei jedoch eine Frage der Finanzierbarkeit, betont Scholz: 7.500 Beschäftige hat die Universitätsmedizin, darunter knapp 500 Ärzte in der Facharztausbildung und ärztliche Spezialisten, die vorgehalten werden müssten. Jährlich werden fast 65.000 Patienten stationär und 250.000 Patienten ambulant behandelt, doch Notaufnahme und Ambulanz sind aufgrund nicht kostendeckender Krankenkassenzuschüsse chronisch unterfinanziert.

Den Verlust von rund 20 Millionen in 2012, der harte Einsparrunden und die Nichtbesetzung von Stellen zur Folge hatte, bis Ende 2015 in schwarze Zahlen umzuwandeln, war dennoch der Plan von Scholz. »Dies wird vermutlich so wie es aussieht nicht zu erreichen sein«, gibt er zu. Immerhin hat sich das negative Ergebnis bis dato deutlich verringert und wird lediglich zwischen drei bis 6 Millionen Euro liegen. Für dieses Jahr sieht der Wirtschaftsplan vor, die Leistungen nochmals um drei Prozent zu steigern und moderat Stellen in Teilbereichen der Forschung und Lehre abzubauen.

Jetzt hat sich 67-Jährige mit ein wenig Wehmut für den Ruhestand entschieden, und sagt über seine ehemalige Position: »Für diesen Job sollte man Kompromisse eingehen können, Verhandlungsgeschick und Überzeugungsarbeit beweisen. Dabei ist ein fairer und seriöser Umgang mit allen Gesprächspartnern wichtig, und natürlich Transparenz und Kommunikation der Ziele und Maßnahmen gegenüber dem Personal.« Er denke, das sei ihm gelungen, aber letztlich habe er nur moderiert. »Träger der Leistungen sind nicht primär die Vorstandsmitglieder, sondern in erster Linie die Kolleginnen und Kollegen in den Pflegediensten und Ärztlichen Diensten.«

| KH