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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
V E R L O S U N G !

DER MAINZER verlost
2x 2 Karten für die
1. Prunk-Fremden-
Sitzung des MCV
am 16. Januar 2016

Bitte senden Sie uns
eine E-Mail an
verlosungen@dermainzer.net
Stichwort: Helau!
Einsendeschluss: 7.1.2016

Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Fastnacht

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Spitzfindig

Wandel in der Gesellschaft

2016 hat begonnen. Mal wieder ein neues Jahr. Alle 12 Monate dasselbe. Die einen nehmen sich viel vor, starten mit guten wie wohlbekannten Vorsätzen, die anderen belassen alles beim Alten.


Landstraße

Jeder hat die Möglichkeit, die nächsten 365 Tage individuell zu gestalten - im Prinzip. Aber da wir in den wenigsten Fällen isoliert von unserer Umgebung, der Gesellschaft leben, gehen deren Veränderungen, deren Wandel nicht spurlos an uns vorbei. Ob demographische Entwicklung, Klimawandel, Flüchtlingsströme, islamistischer Terrorismus, Rettungspakete, soziales Engagement, Proteste und Bürgerinitiativen - alle Krisen, Probleme, Chancen und Bewegungen machen deutlich, wie die zahlreichen, manchmal gleichzeitig und in Wechselwirkungen miteinander verknüpften Dynamiken einen sozialen Wandel auslösen.

Diesen nehmen wir mal schneller oder mal langsamer wahr, es kommt darauf an, welche Teilbereiche unseres Lebens wie etwa die Familie oder die Arbeit davon berührt sind. Ein Wandel, gleich welcher Form, wird von manchen Menschen abgelehnt unter dem Motto: »Nichts soll sich ändern, alles soll so bleiben, wie es ist.« Andere hingegen sehen in ihm eine Chance oder nehmen ihn gar als Anstoß, selbst etwas zu ändern - und wenn es nur im Kleinen ist. So hat eine Bekannte erstmals in ihrem Leben mit Mitte 50 an einer Demonstration teilgenommen, in Mainz gegen die AfD. Auf die Frage, was sie denn urplötzlich zu diesem Schritt bewog, antwortete sie, dass sie, statt sich immer nur zuhause über die Partei und ihre Parolen aufzuregen, nun mit vielen anderen Menschen gegen diese öffentlich Präsenz zeigen wollte. Einzig mit dem Wechsel ihres Verhaltens, ausgelöst von gesellschaftlichen Dynamiken, ist meine Bekannte für einen Moment Teil einer Bewegung geworden - was sie im Übrigen ungemein begeistert hat.

Wandlungsdynamiken in einer Gesellschaft sind nicht aufzuhalten, sie passieren ständig. Das ist, denke ich, gut so, nur dadurch kann sich eine vielfältige Gesellschaft wie die unsere weiterentwickeln. Man kann zwar versuchen, diese Veränderungen dem engeren persönlichen Radius fern zu halten, und wer nicht möchte, hat die Freiheit, nicht daran zu partizipieren. Doch wir genießen in Deutschland das Privileg, in verschiedener Weise mitbestimmen und die Gesellschaft mitgestalten zu können, indem wir wählen und/oder auf die Straße gehen. Denn wie erkannte schon der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos bereits um 500 v. Chr.: »Nichts ist so beständig wie der Wandel.« In diesem Sinne: Willkommen im neuen Jahr!

| KH