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Ein Zeichen gelebten Glaubens

Am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, sind sie wieder unterwegs: Die Sternsinger. Kinder und Jugendliche aus den katholischen Kirchengemeinden spenden Segen und erbitten Spenden. Lukas Fernekeß ist einer von ihnen.


Lukas Fernekeß

Caspar, Melchior, Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland sind Teil der christlichen Weihnachtsgeschichte und die zentralen Figuren der Sternsingeraktion. Alljährlich zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar sammeln die Sternsinger Spenden für ihre Projekte: Es ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder!

Lukas Fernekeß macht seit seiner Erstkommunion 2002 bei den Sternsingern mit. In den vergangenen drei Jahren hat der 22-Jährige die Sternsingeraktion in der Pfarrgemeinde St. Peter geleitet. Für ihn ist diese Aktion ein Beispiel, »wie sich mein Glaube in meinem Leben zeigt.« Dass es Gott gibt, werde für ihn in diesem Tun am greifbarsten.

Geboren ist Fernekeß in Frankenthal, aufgewachsen in Mainz und der katholischen Kirchengemeinde von Haus aus und von klein auf verbunden. Seit 2012 studiert er Wirtschaftswissenschaften, den Bachelor hat er so gut wie fertig und bereits mit dem Master angefangen. Neben dem Studium arbeitet Fernekeß 20 Stunden die Woche bei einer IT-Firma.

In der Pfarrgemeinde St. Peter betreut Lukas Fernekeß als Jugendleiter auch Ferienfreizeiten und wirkt als Jugendvertreter im Pfarrgemeinderat mit. Außerdem besucht er fast ausnahmslos am Wochenende den Gottesdienst und dient auch regelmäßig: »Wenn ich das nicht machen würde, würde mir etwas fehlen«, sagt Fernekeß und fügt hinzu: »Man kann aber der Kirche gegenüber nicht kritiklos sein.« Die Lebensrealitäten vieler Gläubiger passten nicht zu den Vorgaben der Kirchenoberen, die Menschen lebten anders. Dennoch steht für ihn außer Frage, seinen Glauben zu leben und vor allem die christliche Nächstenliebe im eigenen Leben zu verankern. Ausdruck dieser Haltung ist auch seine Beteiligung an der Sternsingeraktion.

Vielfältig aktiv

In der Pfarrei St. Peter wirkten 41 Messdiener und 13 Jugendleiter mit, erklärt Fernekeß. Die Sternsinger könnten deshalb auch meist in zwei Gruppen a 15 Personen unterwegs sein. Trotzdem schaffen sie es nur die Familien zu besuchen, die sich zuvor angemeldet haben.

Bereits im Herbst starten die Vorbereitungen für die jeweilige Aktion: »Wir setzen uns mit den Materialien auseinander, wir basteln neue Kronen und Holzsterne, vereinbaren Termine für Proben«, fasst Lukas Fernekeß zusammen. Zur Einstimmung schauen sie sich auch einen Film an, in dem das jeweilige Projekt vorgestellt wird und ihnen die Lebensrealitäten der Kinder und Jugendlichen in Schwellen- und Entwicklungsländern nahe gebracht werden.

»Man investiert da schon Zeit«, ist sich Lukas Fernekeß bewusst, allerdings ist die Sternsingeraktion zeitlich begrenzt, so dass es ihm gelingt, Studium, Werksvertrag, Ehrenämter und andere Freizeitbeschäftigungen unter einen Hut zu bekommen. Fernekeß hat schon diverse Sportarten wie Turnen, Judo und Jiu-Jitsu ausprobiert und ist ein begeisterter Tänzer. Seit seinem 16. Lebensjahr tanzt er sich die Kursleiter nach oben und in Formationen mit. Kraftsport und Alltagsradeln zählen zu seinem Fitness-Programm, während das sonntägliche Fußballspielen, organisiert von der Studentenmission in Deutschland, derzeit leider wegen Platzmangel flach fallen müsse. Wenn die Spieler darauf Wert legten, lasse sich beim Fußballspielen sehr gut der Respekt vor dem Anderen trainieren, weiß Lukas Fernekeß. Auch deshalb gefällt ihm das Motto der 2016er Sternsingeraktion so gut: »Respekt für Dich, für mich, für andere«. Die Spenden fließen hauptsächlich in Projekte nach Bolivien.

| SoS