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Sport

Das Ehrenamt fördern

Seit März 2015 hat der Mainzer Stadtsportverband eine neue Führung. DER MAINZER sprach mit dem Vorsitzenden Alexander Reinemann über das Verhältnis zur Stadt Mainz und über die Dienstleistungsfunktion des Verbands.


Alexander Reinemann (Foto u. ) und seine Vorstandskollegen Gerhard Muy und Norbert Kramer sind angetreten, um die Zusammenarbeit mit der Stadt, besonders mit dem Sportdezernat zu verbessern. »Ich habe einen kurzen Draht zu Günter Beck«, sagt Reinemann dem MAINZER. Was nicht selbstverständlich ist. Zwischen Reinemanns Vorgänger Manfred Leinberger und dem Sportdezernentensoll kein Kontakt mehr bestanden haben.

Um sportlich auf dem Laufenden zu bleiben, ist die Anwesenheit in Sportausschusssitzungen von Vorteil. An diesen Sitzungen können zwei Vertreter des Stadtsportverbands teilnehmen und einer darf mitreden. »Dass wir hier kein Stimmrecht mehr haben, sehe ich als nicht so problematisch an«, meint Reinemann. »Wenn wir in diesem Gremium unsere Position durchsetzen wollen, müssen wir uns um politische Mehrheiten bemühen, da reicht eine Stimme sowieso nicht.« Politischer Mehrheiten bedarf auch die Gründung einer Sportstiftung. »Die Forderung gibt es schon seit vielen Jahren, sie war Gegenstand der Koalitionsverhandlungen, es wird Zeit, konkrete Vorschläge zu diskutieren.« Die, so sagt Reinemann, kämen sie nicht bald aus dem Sportdezernat, der Stadtsportverband selbst erarbeiten werde.

Ehrenamtskarte als Anreiz

Die Dienstleistungsfunktion für die Vereine stellt Reinemann mit seinen Vorstandskollegen in den Mittelpunkt der Arbeit nach Innen. »Wir setzen uns mit den Vereinen in jedem Stadtteil zusammen, hören uns deren Probleme und Wünsche an.« Am Ende, ist Reinemann überzeugt, werde er mit allen 126 Vereinen, die Mitglied im Stadtsportverband sind, gesprochen haben.

Ein dringendes Anliegen aller Vereine ist ihm aus der Arbeit beim TV Mainz-Zahlbach vertraut: »Wir müssen das Ehrenamt in den Vereinen stärken, Anreize schaffen, damit die Arbeit, auch die organisatorische, auf vielen Schultern verteilt werden kann.« Insbesondere kleinere Vereine, weiß Reinemann, hätten von der Buchhaltung bis zum Aufbau und der Pflege von Webseiten Probleme, die Arbeit ehrenamtlich zu leisten.

Eine Ehrenamtskarte, meint Reinemann könne Anreize schaffen. Allerdings eine, die bundesweit gilt und Vergünstigungen bspw. bei Hotelübernachtungen beinhaltet. Reinemann hat entsprechende Erfahrungen in der »Arbeitsgemeinschaft Deutschland« gesammelt und berichtet von Gesprächen mit Mainzer Bundesligavereinen und mit Mainzer Unternehmen, die dieser Art von Sponsoring grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen.

Zu wenig Platz in Mainzer Sporthallen

Apropos Bundesliga: Mainz 05 sei wieder Mitglied im Stadtsportverband und habe bereits signalisiert, als Beitrag für die Sport-Ehrenamtskarte z.B. vergünstigte Eintrittskarten für Bundesligaspiele zur Verfügung stellen zu wollen.

Um die Förderung des Ehrenamts im Sport voranzubringen, will Reinemann auch die bislang lose Kooperation von Stadtsportverbänden in RLP und in der ganzen Bundesrepublik intensivieren. Bis zur nächsten Hauptversammlung des Stadtsportverbands im März 2016 ist Reinemann sicher, den Mitgliedsvereinen erste konkrete Vorschläge vorlegen zu können.

Nicht zufrieden ist Reinemann mit dem Platzangebot in Mainzer Sporthallen, es gebe zu wenige, um alle Sportangebote der Vereine abdecken zu können. »Wir würden z.B. gerne Flüchtlingen die Teilnahme an unseren Sportangeboten ermöglichen, aber uns fehlt schlicht der Platz«, erklärt Reinemann und erinnert an die Großsporthalle, die eigentlich noch immer zur Diskussion steht, auch wenn man lange nichts vernommen habe.

| SoS