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Paul Panzer
"Invasion der Verrückten"


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Paul Panzer
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TITELSTORY

Die Qualität fördern

In diesen Tagen kommt der neue Restaurant- und Weinführer des MAINZERs (RWF) heraus. Es ist die 15. Ausgabe. Seit 1997 spiegelt DER MAINZER die Qualität des Weines und der Gastronomie in Rheinhessen wieder.


Otto Schätzel

Als eindeutiger Fan des RWF gibt sich Otto Schätzel zu erkennen: »Der Weinkonsument legt auf verlässliche Informationen Wert und ich sehe den Restaurant- und Weinführer des MAINZERs als wichtigen roten Faden für die qualitativ hochwertigen Weine in der Region.«

Der RWF, als Plattform, auf der sich die besten Winzer Rheinhessens miteinander vergleichen können, trug in all den Jahren zur Qualitätssteigerung des Rheinhessenweins bei. Der Wettbewerb, Bester unter den Besten zu sein, schafft positive Anreize. Otto Schätzel wiederum trägt zur Qualitätssteigerung durch die Ausbildung der Winzer/innen bei.

Er ist seit 1983 Lehrer an der damals noch als »Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt und der Staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim« firmierenden Weinbauschule, 2000 wurde er deren Direktor und blieb dies auch, als im Zuge der Agrarverwaltungsreform 2003 die Schule Teil des Dienstleistungszentrums Rheinhessen, Nahe, Hunsrück (DLR RNH) wurde. Seit 2012 ist der Dipl. Agraringenieur Schulleiter der beiden Weinbauschulen des DLR RNH.

Otto Schätzel (Foto li.) weiß, was auch im RWF abgebildet ist, dass sich in all den Jahren die Qualität der rheinhessischen Weine merkbar verbessert hat und die Winzer in dieser Region gelernt haben, vieles gemeinsam zu machen.

Klar ist aber mit Blick auf die Entwicklungen in anderen Regionen (z.B. dem Rheingau), dass sich niemand ausruhen darf. Das Erreichte ist in Rheinhessen Klasse. Damit es Klasse bleibt, braucht es immer wieder neue Ideen und Menschen, die sie umsetzen.

Schätzel sieht einen Ansatz, die Qualität zu halten und auszubauen im »ganzheitlichen« Ausbildungskonzept der Weinbauschulen im DLR RNH.

Man müsse die Weinherstellung vom Kunden aus denken, erläutert er. Zum Wein im Glas gehöre seine Geschichte: Wo kommt der Wein her, wie wird er gemacht, was kennzeichnet die Region und ihre Menschen. »Das Interesse an der Kulturlandschaft ist gewachsen, Weintrinker wollen den Wein in seiner Gesamtheit erleben.« Dieser Grundgedanke fließt ein in das handwerkliche Rüstzeug, das die Winzer in den Weinbauschulen lernen. Eine be­sondere Rolle spielen aus Sicht des Schulleiters das Modul Qualitätsmanagement und die gemeinsamen Erfahrungen beim Weinmachen: »Wir haben den Gemeinschaftsgedanken, das gemeinsame Wirtschaften gefördert«, sagt Schätzel. Früher waren Winzer eher Einzelkämpfer, heute arbeiten sie zusammen, planen Veranstaltungen und teilweise sogar Investitionen gemeinsam.

Schätzel ist überzeugt, »dieses Denken hat das Qualitätsempfinden des Berufsstandes befördert« und sieht dieses so lange nicht in Gefahr, wie die Bodenhaftung der Winzer in Rheinhessen erhalten bleibe. »Die Winzer müssen die Balance halten zwischen der Bewahrung dessen, was gut ist und ankommt und dem Erkunden von neuem.« Als guter Regulator, um dieses Gleichgewicht halten zu können, wertet Schätzel den enormen Zustrom der Touristen in die Region: »Touristen sagen direkt, was ihnen schmeckt und was nicht.« Wer dagegen nur und ausschließlich auf den Export seiner Weine setzt laufe Gefahr, regionale Absatztrends und Absatzchancen zu übersehen und eine wichtige Kernkompetenz zu verspielen.

Schätzel outet sich außerdem als großer Anhänger der Vernetzung. »Auch die Gastronomie hat einen erheblichen Beitrag geleistet, den rheinhessischen Wein unter die Leute zu bringen und die Qualität zu steigern.« Insofern sieht er das Zusammenwirken von Weinerzeugern, Gastronomen und Hoteliers bzw. Anbietern von Übernachtungsmöglichkeiten (auch und gerade in den Winzerhöfen) sowie Kulturschaffenden als guten Weg, den Weinabsatz zu befördern und die Weinqualität in Rheinhessen zu steigern. Eine Absicht, die DER MAINZER Restaurant- und Weinführer seit 18 Jahren verfolgt.

| SoS