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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

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Paul Panzer
"Invasion der Verrückten"


Der Mundart-Comedian Paul Panzer ist am 13.12.2015 mit seinem neuen Programm "Invasion der Verrückten" in der Rheingoldhalle zu sehen. Der Mainzer verlost 3x 2 Karten für diese Vorstellung!
Paul Panzer
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POLITIK

MOGUNZIUS
Stadtschreiber des MAINZERS


Erstaunlich – aber irgendwie auch beruhigend

Zweifellos steht unser Land vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten, Tausende Flüchtlinge sind zu uns unterwegs und irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass niemand einen Plan hat, wie geholfen werden kann. Der Bund schiebt das Problem zu den Ländern, die die ersten Anlaufstellen organisieren müssen und diese leiten die Menschen weiter in die Städte und Gemeinden.

Wer heute den Fernseher anschaltet, braucht das TOP-Thema der nächste Nachrichtensendung nicht zu raten.

Währen dessen hat unsere Stadt andere Sorgen. Zum Beispiel beschwert sich ein gewisser Hartmut Fischer in der Zeitung darüber, dass die beschmierten Strom-Verteilkästen der Stadtwerke von Künstlern zu kleinen Kunstwerken umgestaltet werden. Ich glaube, das ist der ehemalige Denkmalpfleger der Stadt Mainz, der nun im gut dotierten Ruhestand sich alle paar Wochen zu Wort meldet und den absoluten Alleinvertretungsanspruch in Sachen Städtebild für sich reklamiert.

Auf der gleichen Seite beschwert sich ein Professor Hädler im Zusammenhang mit Plänen zur Sanierung des Kurfürstlichen Schlosses darüber, dass ihn bisher noch niemand nach seiner Meinung gefragt hat.

Eine Seite weiter berichtet ein stark übergewichtiger Journalist derselben Zeitung, dass er versuchen wird den halben Mainz-Marathon zu laufen und jetzt schmutzige Hemden in seinem Zimmer gefunden hat.

Feder

Eine Seniorin beschwert sich darüber, dass der Tanztee im Kaufhaus nicht mehr stattfindet und die CDU will die Boppstraße zur Einbahnstraße machen.

Das sind Probleme! Die Meldungen sind nicht erfunden sondern konnten vor wenigen Tagen geballt in einer Ausgabe unserer einzigen und damit größten Tageszeitung gelesen werden.

Ich gebe zu, ich habe mich im ersten Moment bei der Zeitungslektüre sehr geärgert und gedacht: mein Gott, wenn das die einzigen Probleme zurzeit sind, du glückliches Mainz.

Mittlerweile habe ich mich wieder beruhigt und kann den banalen Meldungen in Zeiten der Völkerwanderung sogar etwas Positives abgewinnen.

Die Mainzer gehen, bis auf wenige Ausnahmen, sehr gelassen mit der derzeitigen Krisensituation um. Der Stadtverwaltung wird vertraut, die Unterbringung zu managen. Also kann man sich dem schönsten Hobby zuwenden: Meckern!

| Mogunzius