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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

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Paul Panzer
"Invasion der Verrückten"


Der Mundart-Comedian Paul Panzer ist am 13.12.2015 mit seinem neuen Programm "Invasion der Verrückten" in der Rheingoldhalle zu sehen. Der Mainzer verlost 3x 2 Karten für diese Vorstellung!
Paul Panzer
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MAINZER STADTTEILE

Marias Quelle

Links der Koblenzer Straße, auf etwa halbem Wege dem Lerchenberg entgegen, an der imposanten Brückenwerks- Baustelle für die Mainzelbahn vorbei, liegt ein einstmals beschauliches Dörfchen: Marienborn, der zweitkleinste Mainzer Stadtteil.


Mainz-Marienborn Hochhäuser

In Marienborn leben die nur 4.289 Bewohner in Wohnsiedlungen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern und den Blocks »Am sonnigen Hang« (Foto), der in der Tat sonnig ist, wenn die Sonne scheint aber auch laut, denn der Hang ist von Autobahnen umrundet: Marienborn liegt im Schnittpunkt der Autobahnen A 60 und A 63.

Mainz-Marienborn Ortskern

Beim allmählichen Erkunden des 1969 nach Mainz eingemeindeten Stadtteils, ist zwischen den Dächern der großen Gehöfte immer wieder ein Turm erkennbar (Foto 5), der sich beim Näherkommen als Kirchturm zu erkennen gibt.

Welch mächtiges Ansehen hat diese Marienborner katholische Kirche St. Stephan (nicht zu verwechseln mit St. Stephan in der Mainzer Altstadt), schaut man ihr von unten entgegen (Foto).

Mainz-Marienborn St Stephan

Verewigt hat sich hier ein prominenter Mainzer: Auf Geheiß von Erzbischof Willigis (975-1011), Erbauer des Doms und der Stephanskirche in Mainz, soll in Marienborn eine Kapelle errichtet worden sein. Aus dem Namen »Kapelle zu Brunnen« wurde mit der Zeit »Born« und im 17. Jahrhundert zum ersten Mal »Marienborn«. Die Kapelle wurde ab 1317 Ziel von Wallfahrern. Das Gnadenbild der »Trösterin der Betrübten« stammt aus der Zeit um 1420/30. Die Dorfkirche mit ihrem barocken Inneren wurde im 18. Jahrhundert errichtet.

In einem kleinen Rail direkt an der Kirche stößt man auf den Marienbrunnen, der, so steht es in Stein gehauen, dem Dorf zu seiner Namensgebung verhalf: »Marienbrunnen, Mittelalterlicher Brunnen Namengebend für das Dorf ,Born'«. Wobei der »Born«, eine mittelhochdeutsche Bezeichnung für Quelle und Wasser ist.

Mainz-Marienborn Ortsrand

Marienborn war im 18. und 19. Jahrhundert wichtiger Bestandteil des Festungswalls rund um Mainz. Der Ort, am Fuß des rheinhessischen Plateaus gelegen, eignete sich hervorragend als militärisches Hauptquartier. So auch 1793, als ein preußisches Heer das von Franzosen besetzte Mainz zurück eroberte. Auch die Truppen von Herzog Karl August von Weimar lagen damals bei Marienborn. Der Herzog hatte seinen Staatsminister Johann Wolfgang von Goethe mitgebracht. Goethe schrieb im Chausseehaus die »Belagerung von Mainz« und Teile seines »Reinecke Fuchs«. Auch der junge Heinrich von Kleist und Carl von Clausewitz waren damals in Marienborn.

Umrahmt ist Marienborn von Feldern und Obsthainen (Foto), ähnlich wie Drais wird dem Stadtteil eine besonders gute Qualität des Obstes nachgesagt.

Mainz-Marienborn Ortsschild

Wer hier wohnt hat es mit Hund und Kindern nicht weit in die Felder und Wiesen und bei guter Fernsicht herrliche Ausblicke Richtung Taunus und Frankfurt.

Die Anbindung an die Mainzer Innenstadt oder zum Groß-Einkaufen in den benachbarten Stadtteil Bretzenheim funktioniert auch mit Bussen und, ist sie denn fertiggestellt, künftig mit der Mainzelbahn. Immerhin vier Haltestellen sind geplant und am Ortseingang (von Bretzenheim aus kommend) nimmt das imposante Brückenbauwerk über die BAB 60 Gestalt an (Foto).

| SoS

Textgrundlagen:
www.mainz.de/leben-und-arbeit/stadtteile/marienborn.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Mainz-Marienborn