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Paul Panzer
"Invasion der Verrückten"


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Paul Panzer
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DEMENZBERATUNG

Lebensqualität verbessern

Über 1,2 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. Mit dieser Diagnose zu leben, ist nicht einfach, sowohl für die Erkrankten wie für die Angehörigen.


Demenz

Demenz ist eine Erkrankung, die das Leben der Betroffenen maßgeblich verändert und die ganze Familie vor unterschiedliche Herausforderungen stellt, denn die meisten Erkrankten werden noch immer zuhause betreut und gepflegt. Diese rund-um-die-Uhr-Versorgung ist allerdings nicht ganz einfach und kann sehr belastend sein, denn sie erfordert täglich Kreativität, Organisation und Anstrengungen.

Doch das Angebot an unterschiedlichen Hilfen für Erkrankte und Betreuende in Mainz wächst. Seit dem 1. Juli bündelt die Beratungs- und Koordinierungsstelle (BeKo) Demenz der Stadt als eine neue, zentrale Anlaufstelle alle Informationen. Sie ist angesiedelt beim Träger, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Kreisverband Mainz-Bingen.

Das Ziel: Hilfe und Entlastung

BeKo-Ansprechpartnerin Nelly Schönhofer, die sich mit ihrem Büro in der ASB-Sozialstation in Bretzenheim befindet, erklärt die Bedeutung der Stelle: »Das Thema Demenz ist immer noch ein Tabu und ist mit viel Scham behaftet. Es ist mir wichtig, gerade diese Menschen zu unterstützen, und zu zeigen, dass auch ein Leben mit Demenz lebenswert ist. Wichtig ist, dass sich Betroffene und Angehörige frühzeitig um adäquate Unterstützung kümmern und Hilfe zulassen.«

Ziel der BeKo ist, die Lebensqualität und den Alltag von Erkrankten und Angehörigen nachhaltig zu verbessern. Hierfür macht Schönhofer in Gesprächen auf geeignete Hilfs- und Entlastungsangebote aufmerksam, vermittelt spezialisierte Einrichtungen und Fachstellen, die sich um besondere Belange von Erkrankten kümmern, und berät bei sozialrechtlichen sowie finanziellen Themen.

Eine umfangreiche Datenbank, auf die sie zugreifen kann, zählt knapp 60 unterschiedliche Angebote: von Tagespflegeeinrichtungen und Wohngemeinschaften für Demenzkranke über die Betreuung von Demenzkranken im privaten Umfeld, externe Betreuungsgruppen und Demenz-Cafés, Angehörigen-Selbsthilfegruppen bis hin zu Altenpflegeheimen und ambulanten Pflegediensten, die einen speziellen Service für Demenzerkrankte anbieten.

Persönlicher Kontakt

Vor allem die individuelle Beratung, die stets kostenlos und trägerneutral ist, ist eine der Kernaufgaben der Diplom-Sozialarbeiterin. »Um für die Ratsuchenden die passende Unterstützung zu finden, gehe ich natürlich auch in ihr häusliches Umfeld.« Dort ließe sich vieles im persönlichen, direkten Kontakt klären und manche Situationen besser einschätzen. »Darüber hinaus gebe ich den Angehörigen Tipps und Tricks im Umgang mit den Erkrankten und versuche zu helfen, die Krankheit besser zu verstehen.« Dass nach einer Beratung mitunter eine Nachsorge vonnöten ist, sei für Schönhofer kein Problem: »Ich stehe auch bei Rückfragen zur Verfügung.«

Angebot ausbauen

Nur zu gut kennt die 37-Jährige die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Schon während ihres Studiums hat sie in der Altenpflege gearbeitet, später dann auf Demenzstationen in Senioreneinrichtungen, zudem erstellte sie spezifische Betreuungsprogramme. Auch das Angebot der BeKo will sie ausbauen. So ist angedacht, für »junge« Demenzerkrankte unter 65 Jahren ein Programm zu entwickeln, und für das ASB-Vitalzentrum auf dem Lerchenberg ist eine Tagesgruppe für und mit den Bürgern in Planung, die Menschen mit und ohne Demenz zusammenbringt und somit die Inklusion von Demenzkranken fördert.

| KH

www.asb-mainz.de/Beratungsstelle-Demenz.html