Kontakt + Impressum
Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Media-Markt-Quiz

Fragen beantworten
und gewinnen beim
Media-Markt-Quiz!
Jeden Monat können Sie mit dem MAINZER attraktive Media-Markt-Gutscheine im Wert von 100, 50 oder 30 Euro gewinnen, indem Sie die Quiz-Fragen richtig beantworten. Dabei hilft Ihnen die aktuelle Media-Markt-Anzeige aus dem aktuellen Heft.
Media-Markt-Anzeige
Mehr Informationen hierzu finden Sie auf der Seite >>> Media-Markt-Quiz

Werbung

SPORT

Sportstätten in Mainz: Sanieren, Bauen, Verwalten

Es sind Millionen, die sich rechnen: Für die Sanierung und den Neubau von Sportanlagen gibt die Stadt Mainz viel Geld aus. Sportstätten und Sporthallen dienen dem Schulsport und sind Grundlage, damit die Mainzer Sportvereine trainieren und ihre Wettkämpfe austragen können.


Bezirkssportanlage Mombach
Bezirkssportanlage Mombach: 2 Kunst­rasenplätze, Rundlaufbahn, Wurfanlage, Beachfeld: 3,6 Mio. EUR, Sanierung 2011 beendet

Auf der Mainz-Webseite sind in der Vereinsdatenbank 57 Sportvereine zu finden. Die Mehrzahl übt ihren Sport von Yoga und Turnen über nahezu alle Ball- bis zu Kampfsportarten überwiegend auf Sportstätten und in Sporthallen aus, die der Stadt Mainz gehören. Dafür stehen 46 Sporthallen, davon 11 Großsporthallen (Dreifeldhallen, 45-27 M groß) und 12 Gymnastikhallen zur Verfügung sowie 18 Großfeldsportplätze mit Kunstrasen, 6 Kleinfeldsportplätze mit Kunstrasen, 2 Großfeldsportplätze mit Naturrasen und ein Tennenplatz.

Seit dem Jahr 2010 hat die Stadt Mainz in die Sanierungen und für Neubauten von Sportstätten sowie für die sonstige Sportförderung insgesamt über 23 Mio. € investiert. Dieser Betrag unterteilt sich in 5,65 Mio. € für Baumaßnahmen an städtischen Sportanlagen, 16 Mio. € für Sporthallenbauten und 1,8 Mio. € für die Sportförderung (siehe Kasten).

Der Bedarf an Sanierung und Neubau von Plätzen und Hallen nimmt aber nicht ab.

Im städtischen Haushalt 2015/2016 sind 1.782.000 € angemeldet. Damit werden die Bezirkssportanlage Mainz-Bretzenheim (Kosten 550.000 €, Haushalt 2015), die Bezirkssportanlage Mainz-Weisenau, (voraussichtliche Sanierungskosten 360.000 €. Haushalt 2015) und die Bezirkssportanlage Mainz-Hechtheim (Kosten 360.000 €, Haushalt 2016) saniert, bzw. erneuert. In der entsprechenden, vom Stadtrat im Dezember 2014 bei nur zwei Enthaltungen verabschiedeten Prioritätenliste ist außerdem für 2015/2016 der Neubau des Multifunktionsfeldes Otto-Schott-Gymnasium/Kanonikus-Kir-Realschule mit 500.000 Euro beziffert. Allerdings wird dies komplett durch Dritte finanziert (150.000 € Fa. Schott, 250.000 € Grundstücksverwaltungsgesellschaft der Stadt Mainz, 100.000 € Landeszuschuss) was die angemeldeten 1.782.000 € um 500.000 € verringert.

Sporthalle Hartenberg
Sporthalle Hartenberg Außenansicht
Fotos: © Stadt Mainz

Hohe Nachfrage

Für die Haushaltsjahre 2017/2018 folgende soll laut der Prioritätenliste die Sportanlage Drais saniert werden (Kosten voraussichtlich 360.000 €). Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten für Fußballvereine im Stadtgebiet ist zudem angedacht, auf der im Eigentum der Stadt Mainz befindlichen Bezirkssportanlage Hechtsheim ein weiteres Großspielfeld zu bauen. Das beinhaltet die erstmalige Herstellung eines weiteren Kunstrasenplatzes mit entsprechender Umfassung und einer Flutlichtanlage, sowie die Erweiterung des bestehenden Umkleidetrakts.

Außerdem sollen auf der Sportanlage Ebersheim und auf der Sportanlage Lerchenberg jeweils das Kunstrasengroßspielfeld saniert werden.

Die Kosten für die drei letztgenannten Maßnahmen sind noch nicht beziffert, ebenso wenig wie die Kosten für die Sanierung der Kleinspielfelder in Gonsenheim, Hechtsheim, Drais und Ebersheim, die als letzte Maßnahmen in dieser Prioritätenliste aufgeführt sind.

Hintergrund der Prioritätenliste ist u.a., dass die Stadt für die jeweiligen Maßnahmen beim rheinland-pfälzischen Innenministerium Baukostenzuschüsse für Komplettsanierungen und Neubau beantragen kann. In der Regel werden 100.000 Euro pro Baumaßnahme gewährt.

Abgesehen von diesen Maßnahmen sind weitere drei Großsporthallen geplant und die Kosten im städtischen Etat eingestellt: IGS Anna Seghers, Gymnasium Oberstadt, Otto Schott Gymnasium (IGS Anna-Seghers: Neubau Sporthalle, 3,6 Mio. €, Gymnasium Oberstadt: Neubau Schulsporthalle 6,6 Mio. €, Otto-Schott-Gymnasium: Neubau Schulsporthalle 3,6 Mio. €).

Bleiben noch die 4 Mio. € für den Bau der Sporthalle in Finthen, die aus dem Doppelhaushalt 2013/2014 in den Doppelhaushalt 2015/2016 übertragen wurden.

Die Sportanlagen dienen in erster Linie dem Schulsport. Vereine und Freizeitsportler können die Sportanlagen, insbesondere die Schulsporthallen nur außerhalb der Schulzeiten nutzen. In der Regel von Montag bis Freitag ab teilweise 15.30 Uhr, teilweise erst ab 17 bis meist 21.30 Uhr. Obwohl in den Schulferien überwiegend kein Trainingsbetrieb herrscht, zählt der Leiter der Sportabteilung der Stadt Mainz, Dieter Ebert, pro Jahr rund 70.000 Stunden Vereinssport in den Hallen und noch einmal 25.000 Stunden Vereinssport auf den Sportplätzen zusammen.

Sporthalle Hartenberg Innen
Hartenberg: 3-Feld-Sporthalle der BBS III, fertiggestellt 2012 kostete 3,9 Mio. Euro

Wünsche der Vereine

Das will organisiert sein. Aufgabe von Ebert und seinen Kollegen in der Sportverwaltung ist u.a. die Belegungspläne zu erstellen, das heißt die Wünsche der Sportvereine nach Trainingsstunden auf Plätzen und in Hallen mit den vorhandenen Kapazitäten unter einen Hut zu bringen. »In der Regel«, so Ebert »ist es kein Problem, diese Wünsche für die anstehende Saison zu erfüllen, wenn sie sich gegenüber der abgelaufenen Saison nicht verändern.« Schwierig wird es bei Sonderfällen, wie die kurzfristig nötig gewordene Schließung der Mombacher Sporthalle, dann müssen die Trainingsstunden der Vereine auf andere Hallen aufgeteilt werden, die Vereine müssen im Wortsinne zusammenrücken.

Werde es bei der Belegung doch einmal eng wird mit den Plätzen, was eigentlich nur in den Hallen und nur im Winter vorkomme, gehe das Sportamt nach folgenden Prioritäten vor: Freiluftsportarten und private Sportgruppen werden nachrangig behandelt; Vorrang haben Vereine die am Ligabetrieb teilnehmen vor Freizeitvereinssport.

Nicht vereinsgebundene Sportler können aber immer dann auf die Sportplätze wenn diese nicht von Schulen und Vereinen genutzt werden und zwar, ohne dass sie vorher nachfragen müssen: Die meisten Sportplätze in Mainz sind tagsüber offen.

Für die Nutzung der Mainzer Sportanlagen zahlen die Vereine nichts, was auf das Sportfördergesetz RLP zurückgeht. Demnach ist die rein sportliche Nutzung kostenfrei. Nur für kommerzielle Veranstaltungen müssen sie zahlen.

Allerdings tragen einige, insbesondere die größeren Sportvereine durch nicht unerhebliche ehrenamtliche Leistung/­Eigenleistungen auch dazu bei, dass die Sportstätten erhalten, bzw. saniert werden können.

|SoS

Pflichtaufgabe

Die Sportförderung beinhaltet Zuschüsse für Baukosten der Vereine, für die Jugendarbeit, für Großgeräte, für Miete zur Anmietung von außerstädtischen Sportanlagen, Zuschüsse für Ehrenpreise, für Unterhaltung (z.B. vereinseigenen Kabinen), Fahrtkostenzuschüsse zu internationalen Meisterschaften usw. Die Sportförderung nach dem Sportfördergesetz RLP ist keine freiwillige Leistung sondern eine Pflichtaufgabe, kann also nicht gestrichen werden, aber ihre Höhe muss »im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Gemeinde« bleiben«.