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POLITIK

MOGUNZIUS
Stadtschreiber des MAINZERS


Grün oder zu grün!

Ich gebe zu, dass ich ganz angetan war, als diese junge Frau, Katrin Eder heißt sie, im Jahr 2011 Dezernentin wurde. Jung und eloquent und auf den Zeitungsfotos immer unbekümmert. Ja, habe ich mir gedacht, das ist doch schön in der jüngsten Stadt Deutschlands auch eine junge Frau im Stadtvorstand sitzen zu haben.

Aber was ist seit dem geschehen, wie sieht die Bilanz aus?

Da will ich mich erst einmal auf offizielle Quellen berufen. Auf der Homepage www.gruene-mainz.de/politik/beigeordnete ist nachzulesen:

»Wo jahrelang in Stillstand verharrte, wird nun endlich mit neuer Kraft angepackt. ... betreibt die Grüne Verkehrsdezernentin nun konsequent eine moderne urbane Verkehrspolitik. ... Mit dem nun anstehenden Ausbau der Mainzelbahn ist es ihr außerdem gelungen, einen jahrzehntelangen Wunsch in die Tat umzusetzen und eine weitere Lücke im städtischen Umweltverbund zu schließen. MVGmeinRad, das mittlerweile allseits bekannte melonengelbe Fahrradprojekt der MVG, wurde unter ihrer Führung zu einem Erfolg, der alle Hoffnungen bei weitem übertroffen hat.«

Da stimmt was nicht, oder? Der Stadtrat hat am 5. Mai 2010 die Weichen für die Mainzelbahn gestellt, da war sie doch noch gar nicht im Amt.

Feder

Gut, wollen wir nicht so kleinlich sein und auch nicht erwähnen, dass das Fahrradvermietsystem 2008 im Rat beschlossen wurde und 2009 in einem bundesweiten Wettbewerb einen Preis bekam.

War da nicht das Thema Klärschlammverbrennungsanlage? Dazu erwähnt die Homepage nur, dass Frau Eder ein Ökoinstitut mit einer Untersuchung beauftragt hat. Bitte aktualisieren!

Die Planung der Bauschuttdeponie in Weisenau unter der Verantwortung von Frau Eder bleibt unerwähnt. Was noch? Tempo 30 in der Rheinstraße, Gemüsegärten in der Stadt, Kampf um einen Baum ...

Mag sein, dass Frau Eder das eine oder andere Thema von ihrem Vorgänger Wolfgang Reichel (CDU) geerbt hat und sie das jetzt ausbaden muss. Dafür gibt es einige Dinge, die sie sich politisch zuschreibt, die ihr aber tatsächlich in den Schoß gefallen sind (siehe oben).

Was mir fehlt ist, dass die jugendliche Unbekümmertheit nun mal langsam in politisch kluge Politik und Strategie umgewandelt wird.

Ich bin nicht dafür, dass die »Ü 45er« allein die Politik bestimmen, was sie statistisch tun, ich bin aber dafür, dass diejenigen, die das Geschick unserer Stadt bestimmen, sich vom Bürgerwillen und nicht von Parteiprogrammen leiten lassen.

| Mogunzius