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MAINZER STADTTEILE

Zum Jubiläum eine Siedlung

Der Mainzer Lerchenberg wirkt wie ein Trabant. Ziemlich weit ab vom Zentrum gelegen, ohne direkten Kontakt mit einem anderen Mainzer Stadtteil und mit 228 Metern »hoch droben« gelegen, bietet die »Jubiläumsiedlung« aber viel Wohnen im Grünen.


Panorama Lerchenberg

Für Mainzer Verhältnisse passt die Endung »berg«. Es geht stetig bergan, 228 Meter hoch zur Siedlung, die ihre Entstehung einem Jubiläum verdankt und sich schnell zum Stadtteil entwickelte.

Vor der Erklärung, wie es dazu kam, werden noch einige unbedarfte Eindrücke, die aus dem Besuch des jüngsten der Mainzer Stadteile resultieren, wiedergegeben.

Von der Mainzer Innenstadt kommend, fällt der »Medienhügel« durch das ZDF-Hochhaus auf, während das charakteristische runde Sendezentrum eher aus Richtung Drais ins Auge fällt (Foto 1). Den Begriff »Medienhügel« verdankt der Lerchenberg nicht nur dem ZDF, auch 3sat, der VRM und zahlreiche Produktionsfirmen haben hier ihren Standort.

Panorama Lerchenberg

Belebter Mittelpunkt

Beim Einfahren in den Stadtteil (Foto 2) tauchen zuerst Hochhäuser und eine Großbaustelle auf: Schönen Gruß von der Mainzelbahn, die auf dem Lerchenberg ihre Endhaltestelle haben wird (Foto 3). Inmitten dieses Baustellendurcheinanders ein großes Geschäftszentrum, angereichert mit allerlei Imbissläden, das im Einklang mit den zentralen Bushaltestellen den belebten Mittelpunkt bildet.

Ein wenig ab von diesem Trubel (der zusätzlich angefacht wird, wenn das Carl Zuckmayer-Schulzentrum seine Schüler entlässt) kann man sich in den Dichter- und Malervierteln mit ihren Reihenhäusern und Bungalows, oft versteckt hinter hohen Hecken und miteinander verbunden durch schmale Wege, verlieren (Foto 4).

Panorama Lerchenberg

Hier ist es beschaulich, grün und wenn kein ohrenbetäubender Lärm aus den Wolken dröhnt, himmlisch ruhig. In diesem Gewirr von Pfaden, öffnen sich Grünflächen zu kleinen Lichtungen, bemalte Bänke laden zum Sitzen ein, Obsthaine weisen Rich­tung Drais und bei klarem Wetter reicht die Aussicht bis zum Feldberg und zu den Frankfurter Wolkenkratzern.

Eingebettet zwischen Ober-Olmer-Wald und Draiser Senke zeugen weite Teile des Lerchenbergs davon, dass der Stadtteil einst mitten in den Wald gebaut wurde.

Panorama Lerchenberg

Die Geschichte des Lerchenbergs ist jung. Die Stadt Mainz, deren damals politisch Verantwortliche unter OB Franz Stein, beschlossen anlässlich der 2.000-Jahr-Feier 1962, eine so genannte Jubiläumssiedlung zu bauen. Damit sollte vor allem Wohnraum geschaffen werden, der aufgrund der Kriegszerstörungen sehr knapp war in Mainz.

Um die Jubiläumssiedlung bauen zu können brauchte es das passende Gelände. Das Land Rheinland-Pfalz schenkte der Stadt Mainz im Jubiläumsjahr mit 62 Hektar Land einen Teil des erforderlichen Baulandes, das die Stadt Mainz auf 154 Hektar erweitern konnte. Ein direkter Nachbar des neuen Stadtteils war bis 1991 die US-Army, die im Ober-Olmer-Wald u.a.Gelände für NIKE-Stellungen nutzte.

Us-Army und ZDF als Nachbarn

Die Eingemeindung des Lerchenbergs (den Namen fanden Mainzer Bürger in einem Ideenwettbewer) fand 1964 statt.

In dieser Form wohl ungewöhnlich wurde Fernwärme als obligatorische Versorgungsquelle für die Lerchenberger vorgeschrieben. Da sich die Bauarbeiten aufgrund der hohen Erschließungskosten verzögerten, bezogen die ersten Bewohner ihre Eigenheime im Herbst 1967. Ende März 2015 hatte der Stadtteil 6.270 Einwohner.

Panorama Lerchenberg

Zwei Jahre nach der Entscheidung für den Bau der Jubiläumsiedlung, suchte die Stadt Mainz erneut nach einem passenden Gelände: Die Landeshauptstadt war als Standort für das ZDF bestimmt worden.

1964 kaufte das ZDF von der Stadt Mainz ein Areal unweit des neuen Stadtteils, die Bauarbeiten für das künftige Sendezentrum begannen 1966, 1971 war die Grundsteinlegung für das weithin sichtbare Redaktions- und Verwaltungsgebäude, 1984 wurde der Rundbau des Sendebetriebsgebäudes bezogen.

Beim Lerchenberg-Erkundungsgang gelangt man irgendwann fast automatisch zur Pfarrkirche St. Franziskus. Deren Gebäudestruktur fällt aus dem Rahmen (Foto 5). Nach einem Entwurf der Architekten Hans Schilling und Peter Kulka errichtet, wurde das Gebäude mit dem fünfeckigen Grundriss 1984 von Kardinal Lehmann als letzter Kirchenneubau in den Stadtdekanaten von Mainz eingeweiht.

| SoS

Textgrundlagen/Infos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mainz-Lerchenberg
www.mainz.de/leben-und-arbeit/stadtteile