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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Jubiläums-Quiz

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Bemerkenswert. Wirklich?

Es gibt nicht viele Stadtillustrierten, die 25 Jahre auf dem Markt und unabhängig geblieben sind. DER MAINZER hat das geschafft. Das wird anerkannt, wie die Gratulanten auf den »Jubiläums- Seiten« zum Ausdruck bringen.


Notunterkunft in der Turnhalle

Der Stadtillustrierten, die seit Februar 2012 ganz bewusst auch als »Magazin für Mainz und Rheinhessen« firmiert, ist es gelungen, im hart umkämpften Anzeigengeschäft den Kopf über Wasser zu halten. Keine leichte Aufgabe. Zumal die Lesenden keinen Cent zahlen müssen, für den monatlichen Querschnitt durchs und den Überblick zum Leben in Mainz und Rheinhessen.

Die Recherchen für diese Jubiläumsausgabe führten zu manchen Aha-Erlebnissen, denn die damals relevanten politischen Themen in Mainz unterscheiden sich kaum von denen heute:

Die Stadt gab mehr Geld aus, als sie einnahm, weitere Kitaplätze mussten geschaffen werden, im Stadtrat gaben Rot-Grün den Ton an, eine Rheinbrücke wurde saniert und war teilweise gesperrt, der Bau einer weiteren Rheinbrücke wurde gefordert, Streit gab es über den A60-Ausbau, die wachsende Stadtbevölkerung brauchte dringend mehr Wohnraum.

Ins Auge stachen bei den Recherchen die Parallelen zum Thema Flüchtlinge. Anfang der 90er flohen die Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, dem Irak und Afghanistan vor Krieg und ethnischen Säuberungen, vor Armut und Menschenrechtsverletzungen.

Ab Mai 1991 konnten in Mainz nicht mehr alle in Einzelunterkünften untergebracht werden. Notunterkünfte in Turnhallen (Foto oben) und auf zwei Schiffen am Rheinufer waren nötig.

Heute fliehen Menschen aus Syrien, dem Irak, Somalia, Afghanistan vor Bürgerkriegen, Folter, Armut. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird in Mainz der Platz wieder knapp. Vielleicht müssen erneut Turnhallen oder sogar Schiffe den Flüchtlingen als Unterkunft dienen. So wie vor 25 Jahren bemühen sich Verwaltung und Bürger, den Flüchtlingen ein möglichst menschenwürdiges Leben hier zu ermöglichen. Dabei musste man in den 90ern gegen die falsche Behauptung angehen, die Flüchtlinge würden den »Einheimischen« die Arbeitsplätze wegnehmen. Heute werden Ängste vor der »Islamisierung der Gesellschaft« geschürt. Leise, hinter »Argumenten« versteckt, mit »Daten und Fakten« unterlegt, kommt der Rassismus a la »Identitäre Bewegung« daher. Diese europaweite Bewegung gilt als völkisch-nationalistisch und der »neuen Rechte« verbunden. Kürzlich entdeckte ich in Mainz einen Aufkleber mit deren gelb-schwarzem »Lambda«-Symbol: »Stoppt den großen Austausch«. Empört riss ich ihn ab. Und kapierte sofort, das alleine hilft nicht, sich gegen deren »Lösungen für multiethnische Gesellschaften« zu wehren. Aber die Mainzer Weltoffenheit und Hilfsbereitschaft schafft das! Wirklich? Hoffentlich!

| SoS