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POLITIK

MOGUNZIUS
Stadtschreiber des MAINZERS


Hut ab!

Es wird vielen so gehen wie mir: ich kann diese Bilder von verzweifelten Flüchtlingen kaum mehr ertragen. Ich schäme mich als Europäer, dass es bis zum heutigen Tag nicht gelungen ist, eine gemeinsame EU-Asylpolitik umzusetzen. Es konnte bisher noch nicht einmal Konsens darüber erzielt werden, welche Staaten als sichere Herkunftsländer, für die kein Asylrecht besteht, gelten.

Ein Schlüssel, wie die Hilfesuchenden auf die Mitgliedsstaaten verteilt werden, wurde gefunden, aber einzelne Staaten weigern sich ihn zu akzeptieren.

Die Art, wie Europa mit den Flüchtlingen umgeht und die Art der Unterbringung, können in vielen Fällen nicht anders als erniedrigend und unmenschlich bezeichnet werden. Schockiert hat mich ein Fernseh-Beitrag, in dem gezeigt wurde, dass in der Schweiz unterirdische Bunker bevorzugt belegt werden mit Menschen, die vor der Zerstörung ihrer Städte geflohen sind.

Aber auch der Blick nach Deutschland verschafft Unbehagen. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen mittlerweile über 100 Turnhallen und Versammlungsräume mit Asylsuchenden belegt sein.

Feder

In Rheinland-Pfalz hat die völlig überforderte grüne Integrationsministerin Irene Alt weder eine Strategie noch ein Konzept, noch sucht sie die Kommunikation mit den belasteten Gemeinden. Sie fährt den ganzen Tag von Einrichtung zu Einrichtung ist voller Empathie, streichelt Kinder, macht ein sorgenvolles Gesicht, derweil die Flüchtlinge in Trier auf der Straße campieren.

In Ludwigshafen sollen ab spätestens Oktober am Messplatz zwei beheizbare Leichtbau-Hallen als zweite Notunterkunft für Flüchtlinge dienen. Nach Angaben der Stadt werden dort bis zu 200 ausschließlich männliche Asylbewerber in 100 Doppel-Stockbetten untergebracht.

Und bei uns in Mainz? Da hat es die Stadt geschafft auf Schiffe, Zelte, Turnhallen und Container zu verzichten und bietet den Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf. Dafür gebührt ihr ein großes Kompliment! Stadt und Bürger engagieren sich vorbildlich, lediglich der katholischen Kirche ist bisher nicht viel eingefallen. Wie peinlich, dass durch einen Zufall bekannt wurde, dass sie sogar in ihren Immobilien Leerstand hat.

Die Stammtischbrüder, für die jeder Asylsuchende einer zu viel ist, möchte ich daran erinnern, dass zwischen 1944/45 und 1950 zwölf bis 14 Millionen Menschen auf der Flucht waren und u.a. auch in Mainz Zuflucht fanden. Schätzungsweise jeder fünfte Mainzer hat seine familiären Wurzeln bei diesen Flüchtlingen.

| Mogunzius