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Laubenheim

Dem Rhein verbunden

Begrenzt von Rhein und Laubenheimer Höhe, zweigeteilt durch die, Bahnlinie, dazu einen Park, ein Naturschutzgebiet und viel Wein: Laubenheim hat einen Hang zur Stadt und ist dem Ländlichen verbunden.


Die Lage ist schon eine besondere: Im Süden das Mainzer Stadtgebiet abschließend, den Rhein direkt vor der Haustür und die 196 Meter hohe Laubenheimer Höhe im Nacken breitet sich Laubenheim auf einer Fläche von knapp 9 km² aus.

Kommt man von oben, also von der Laubenheimer Höhe durch die Weinberge herab, weitet sich der Blick über Laubenheim und den Rhein hinweg auf die »Ebsch Seit«. Nutznießer dieser Aussicht sind die Laubenheimer, deren Häuser und Wohnungen in dem Wohngebiet rechts der Pfarrer-Gödecker-Straße den Hang hinauf angesiedelt sind (Foto 4).

Privilegiert

Selbst die Toten, die auf dem Laubenheimer Friedhof ihre letzte Ruhe fanden, haben eine privilegierte Lage, grenzt der Friedhof doch direkt an die, den Hang beherrschende barocke katholische Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung.

Ein Stück tiefer trifft man auf das Herz von Laubenheim, auf den Marktplatz mit Wiegehäuschen und Brunnen (Foto 3). Das erste, 1689 erbaute Laubenheimer Rathaus stand hier bis zu seiner Zerstörung durch die Franzosen 1794/95. Ende des 19. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle eine Gendarmeriestation errichtet, die zugleich als Wiegehäuschen diente. 1829 wurde der ebenfalls von den Franzosen zerstörte Brunnen wieder hergestellt.

In die Hans-Zöller-Straße hinein, deren Verlauf mit der Pfarrer-Goedecker-Straße zusammen bereits seit dem 8. Jahrhundert unverändert sein soll, trifft man auf den Marienhof. In dem 1746 errichteten Anwesen gründete Christian Adalbert Kupferberg 1850 eine erste Sektkellerei, 1865 zog er auf den Kästrich in Mainz um. Ebenfalls in der Hans-Zöller-Straße, im Hanggelände etwas über der Straße thronend, ließ sich der Inhaber des Schottmusikverlags Franz Schott 1840 ein Sommerhaus bauen, das zum Treffpunkt der zeitgenössischen Komponisten, darunter Richard Wagner, wurde.

In diesem alten Teil Laubenheims herrscht, trotz manch mondän anmutenden barocken Hof, ein dörflich-ländlicher Charakter vor. Die großen Tore weisen den Weg in ebensolche Gehöfte, Traktoren tuckern die Straßen entlang, Weinbauern haben hier ihr Zuhause, viele Gassen sind eng, die Häuser dicht an dicht gebaut (Foto 2).

Laubenheim, 1969 gegen den Willen seiner Bevölkerung nach Mainz eingemeindet und somit der Geschichtsschreibung zufolge fast 1200 Jahre unabhängig geblieben, verfügt über mindestens drei Besonderheiten: mitten im Ort gibt es einen richtigen Park, eine Unterführung lotst Autos, Radfahrer und Fußgänger unter der Bahnlinie hindurch, in den neueren Teil Laubenheims hinein, und Laubenheim war, bis vor drei Jahren, der einzige Mainzer Stadtteil mit einem Campingplatz.

Kulisse

Der Park mit seinem alten Baumbestand, wurde von Karl Umbner (seinerzeit Besitzer einer Baumschule) nach 1870 angelegt. Er dient als grüne Lunge des Dorfkerns und ist gleichzeitig die Kulisse für die wichtigsten Laubenheimer Feste: das Rebblütenfest und die Kerb.

Die Unterführung gestattet den schrankenlosen Wechsel in den neueren und geräumigeren Teil Laubenheims: viele Häuser haben Vor- und Hausgärten, die Straßen breite Bürgersteige, selbst die Kreuzungen sind großzügig gestaltet.

Niederzone

Hat man in diesem Wohngebiet die letzten Häuser Richtung Rhein passiert, ist die Idylle des Landlebens ganz nah: Pferde weiden auf den Koppeln, mit großen, alten Bäumen gesäumte Wege führen ins Laubenheimer Ried. Die Niederzone der Laubenheimer Aue, als Teil eines den Rhein begleitenden Auenbeziehungsweise Riedstreifens, liegt fünf Meter unter dem Rheinniveau und steht unter Naturschutz. Sumpfland und zahlreiche Wassergräben sind ideal für eine üppige Flora und Fauna, darunter Störche, die auf Strommasten ihre Nester bauen.

| SoS

Textgrundlagen und Infos: www.mainz-laubenheim.de, https://de.wikipedia.org/wiki/Mainz-Laubenheim