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Mainzer Kopf

Ein Mann der ersten Stunde

In den Anfangsjahren gehörte Magnus Schneider zum festen Stamm der MAINZER-»Redakteure«. Genaugenommen ist »Maggi« aber kein Journalist, obwohl er diese Arbeit von der Pike auf gelernt hat. Sein Geld hat er hauptsächlich »hinter Gittern« verdient.


Während des Studiums (Mathe, Sport, Politikwissenschaft auf Lehramt) schrieb der 1951 geborene »Gaadefelder« Sportberichte für die Allgemeine Zeitung Mainz, für das Wiesbadener Tagblatt und für Sportmagazine. Und ab November 1990 auch für den MAINZER. Besonders beliebt waren Maggis »Sportnotizen«. Im Verbund mit seinem Berufsleben, den familiären und den vielen vielen ehrenamtlichen Aufgaben stellt er die Sportberichte für den MAINZER 2006 ein.

Knast und Sicherungsverwahrung

Journalistisch gearbeitet hat Magnus Schneider schon im RaMa. Mit Hanns-Josef Ortheil, seinem Klassenkameraden und anderen war er für die Schülerzeitung »Blickpunkt« verantwortlich. Ein weiterer Journalist, den Maggi damals kennenlernte, ist Harald Martenstein, der zur gleichen Zeit wie er Abitur am RaMa machte.

Als Magnus Schneider (1978/79) sein 2. Staatsexamen in der Tasche hatte, waren freie Stellen als Lehrer rar. So begann sein Weg »hinter Gitter«: Angefangen mit einer Sozialarbeiterstelle im Landesjugendheim in Ingelheim über pädagogische Stellen in den Justizvollzugsanstalten Frankenthal und Mainz bis zum stellvertretenden Gefängnisdirektor der JVA Rohrbach bei Wöllstein. Um dieses »Knastleben« abzuschließen, verbrachte der jetzt 64-Jährige seine letzten drei Berufsjahre noch im Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz RLP.

Maggi fasst diese 33 Jahre so zusammen: »Zweimal lebenslänglich macht 30 Jahre Knast und dann drei Jahre Sicherungsverwahrung im Ministerium obendrauf.«

Wer Magnus Schneider kennt (und das sind sehr viele!), dürfte wissen, wie er das meint. Denn seine Arbeit habe ihm immer viel Spaß gemacht, sagt er: »Ich kann mit jedem«, was bedeutet, er kann mit Strafgefangenen genauso schwätzen mit der Frau Ministerin. Denn: Mensch ist Mensch! Außerdem, meint Magnus Schneider, sei die Arbeit im Strafvollzug spannend: »Man weiß, auf welche Klientel man sich einlässt und wenn man sich keine übersteigerten Ziele setzt, sondern zufrieden ist, mit denen, die es schaffen nach ihrer Haft mit ihrem Leben klar zu kommen, ist das in Ordnung.« Loslassen müsse man von dieser Arbeit aber auch, sonst könnte man verrückt werden dabei.

Etwas für andere tun

Neben dieser hauptberuflichen, bezahlten Arbeit pflegte und pflegt Magnus Schneider eine umfängliche ehrenamtliche Arbeitskultur. Die begann bereits während des Studiums als Pressereferent für den Basketballverband Rheinhessen, später auch für den Sportbund Rheinhessen. Aktuell ist er Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Vizepräsident des Landessportbundes RLP und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz. Hinzu kamen und kommen viele weitere Ehrenämter, fast alle im sportlichen Bereich, aber auch die karitative Arbeit liegt ihm am Herzen: »Ich bin ein emotionaler Mensch, wenn ich etwas für Andere, insbesondere für Kinder tun kann, freue ich mich riesig.«

Helfen macht immer Freude

Ein wenig wehmütig erinnert sich Magnus Schneider an seine eigene sportliche Laufbahn mit Fußball und Tischtennis, Basketball als Leistungssport, Tennis und Ski. Dafür lässt ihm das andauernde Netzwerken längst keine Zeit mehr. Zumal seine beiden Kinder, seine Frau und deren beiden Kinder mit den zusammen sieben Enkelkindern auch ein wenig Aufmerksamkeit beanspruchen.

Trotz und alledem blickt Magnus Schneider zufrieden auf die Vielzahl seiner Aktivitäten: »Ja, es war und es ist viel Arbeit, viel Zeit, die ich mit diesen Ehrenämtern verbringe, aber ich habe etwas bewirkt, ich habe mitgestaltet. Es freut mich immer wieder, helfen zu können.«

| SoS
die wünscht:
Alles Gute zum Geburtstag Maggi!