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WEISSER RING

Hilfsnetz für Kriminalitätsopfer

Neue Lage, mehr Bürgernähe: Seit Mai 2014 ist das rheinland-pfälzische Landesbüro des WEISSEN RING in der Großen Bleiche ansässig und für alle sichtbar, die es passieren und das ist so gewollt.


Endlich ist die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer repräsentativ platziert, damit Bürger und ratsuchende Personen auch spontan den WEISSEN RING aufsuchen können, erklärt der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Karl-Heinz Weber. Am alten Standort in Mainz-Mombach sei dies überhaupt nicht möglich gewesen: »Hier bieten wir unterschiedliche Grundinformationen an wie etwa zu Einbruchsschutz. Wenn jemand konkret Hilfe sucht, dann kann er sich an unsere Mitarbeiter wenden. Diese beraten zwar nicht, verweisen aber an eine zuständige Außenstelle, je nachdem, woher die Person kommt. Wenn es gewünscht ist, setzen wir uns für das Opfer mit der Außenstelle in Verbindung.«

Das Mainzer Büro etwa hat einen Anrufbeantworter, der 24 Stunden geschaltet ist, und stellt mit 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die regelmäßig in verschiedenen Bereichen geschult werden, ein großes Team an Beratern und Begleitern. Das veranlasst nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Opfer schnellstmögliche individuelle und passgenaue Unterstützung. »Das fängt beim Zuhören an, geht über Soforthilfe finanzieller oder materieller Art bis hin zur therapeutischen Beratung, die wir ohne große Umwege vermitteln können. Dabei müssen wir immer berücksichtigen, dass einige Menschen oft Scham haben, sich zu öffnen, über das Geschehene zu reden.« Daher werden die Ansprechpartner sensibel ausgewählt, je nachdem, welche Form der Gewalt oder des Verbrechens vorliegt.

Mehr Beratungen

Doch der WEISSE RING hilft nicht nur betroffenen Personen, sondern auch deren Angehörigen. »In einem Fall wurde die Tochter einer Familie umgebracht. Wir haben dafür gesorgt, dass sich ihre Eltern und ihr Bruder an einen ruhigen Ort zurückziehen konnten, um den Schock ein wenig zu verarbeiten«, erzählt der ehemalige Präsident des Mainzer Polizeipräsidiums. »Pro Jahr registrieren wir im Landesverband weit über 1000 Opfer, die zu uns kommen und denen wir helfen, allein in 700 Fällen mit materiellen und finanziellen Mitteln. Das sind ungefähr 300.000 Euro.«

Die Zahl der Beratungen wachse stetig, jedoch, so Weber, habe die Kriminalität in Rheinland-Pfalz nicht zugenommen, sondern die Bekanntheit der Organisation sei gestiegen. Vor allem die enge Kooperation mit Justiz und Polizei ist für den Verein enorm wichtig, denn dieser dürfe aus datenschutztechnischen Gründen nicht erfragen, welche Kriminalitätsopfer Hilfe benötigen. Daher verweist die Polizei im Erstgespräch nach dem Verbrechen auf den WEISSEN RING. Die Betroffenen melden sich dann entweder von selbst oder sie stimmen einer Kontaktaufnahme seitens der Organisation zu. Egal wie, betont Weber, Hauptsache eine Verbindung zum Opfer kann entstehen, denn jedes, »das mit seinem Schicksal alleine bleibt, ist eines zu viel. Wir haben die Kraft, diesen Menschen zu helfen.«

Der WEISSE RING ist ein bundesweit zentral organisierter Verein mit 18 Landesverbänden. Zum Landesverband Rheinland-Pfalz gehören 26 Außenstellen mit rund 300 Ehrenamtlichen, die vom Landesbüro in Mainz koordiniert werden. Die Bundesgeschäftsstelle des WEISSEN RING sitzt ebenfalls in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

| KH

Außenstelle Mainz Stadt
Leiter: Burkhardt Katlewski
Telefon: 06131/ 9716305
weisser-ring-mainz@email.de
Bundesweites kostenfreies Opfer-Telefon: 116 006
(7 Tage pro Woche, 7-22 Uhr)