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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
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Elektrische Straßenbahn
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SPITZFINDIG

Abschaffen

Die Politik hinkt den Lebensrealitäten der Menschen immer hinter her. Bevor die Gesetzgeber zur Tat schreiten, haben Bürger/innen oft schon lange Fakten geschaffen. In dem sie einfach tun, was sie für richtig halten. Ganz egoistisch. Ohne Blick für das Wohl der Anderen.


Radfahrer

Die Bürger/innen gestalten ihr Alltagsleben nicht immer Regelkonform. Insbesondere Verkehrsregeln sind dazu da, missachtet zu werden. Fahren Kinder unter 10 Jahren mit ihrem Zweirad auf dem Bürgersteig, dürfen sie das. Fahren sie auf der falschen Straßenseite auf dem Bürgersteig, dürfen sie das nicht. Was sie aber in diesem Alter nicht zwingend wissen müssen. Fahren Papa und Mama hinter ihnen auf der falschen Seite auf dem Bürgersteig, dürfen die das gar nicht. Die Eltern sind in dem Alter, in dem sie das wissen müssen.

Mit dem Dürfen ist das so eine Sache. So lange Papa und Mama niemand darauf aufmerksam macht und niemand ihnen verbietet, dass sie etwas machen, was sie nicht dürfen, müssen sie ihr Verhalten nicht ändern.

Wer aber muss sie aufmerksam machen? Die Oma, die ihren Rollator auf jeden Fall auf dem Bürgersteig schieben darf, fürchtet sich vor diesem Gespann und sagt bestimmt nichts. Die meisten anderen, die auf jeden Fall auf dem Bürgersteig laufen dürfen, drücken sich an die Hauswand oder, es ist kaum zu glauben, aber wahr, weichen auf die Fahrbahn aus, also dahin, wo Papa und Mama nicht nur fahren dürfen, sondern fahren müssen. Manche schauen grimmig und/oder schütteln den Kopf. Aber keiner sagt was.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass eine höhere Gewalt das für uns sagt. Eine mit hoheitlichen Aufgaben. Die das gesetzlich verbrieft darf. Die aus Steuergeldern u.a. auch für diese Aufgaben, Kontrolle und Ahndung von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, bezahlt wird. Die Polizei.

Die Polizei hat aber keine Zeit und sowieso immer zu wenige Mitarbeiter für viel zu viele (Kontroll-)Aufgaben.

Also bleibt als letzte Instanz der Gesetzgeber. Bitte liebe Parlamentarier, die auch ihr von unseren Steuergeldern bezahlt werdet, schafft das Verbot des Fahrradfahrens auf dem Bürgersteig für Personen über 10 Jahre ab. Es macht keinen Sinn. Es interessiert kaum jemanden. Es wird nicht geahndet. Es geht an den Lebensrealitäten der Menschen vorbei. Liebe Politiker hört auf, hinter dieser Lebensrealität her zu hinken.

| SoS