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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Sonderbeilage der MVG

Das große Special der
MVG und des MAINZERS:
111 Jahre Elektrische Straßenbahn

Am 11. Juli 2015 lädt die MVG zum Sommerfest in die Gaugass ein! Schauen Sie hinter die Kulissen des Unternemehns. Fahren Sie mit der Oldtimer-Straßenbahn zum MVG-Betriebshof!
111 Jahre Elektrische Anmeldungen zu einzelnen Jubiläumsveranstaltungen sind am Infostand der MVG ab 11.11 Uhr am Gautor möglich! Mehr Informationen gibt es hier >>>

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Mainzer Stadtteile

Beliebt bei Jung und Alt

Er ist noch recht jung, dieser Stadtteil, 1989 erst wurde er erschaffen. Ein wenig zusammengewürfelt erscheint er auf den ersten Blick, aber die Mischung wirkt sehr sympathisch: Hartenberg-Münchfeld.


Wohnquartier Martin-Luther-King-Park

Die Aufteilung der Innenstadt in vier eigenständige Bereiche war schuld. Hartenberg und Münchfeld, zwei Bezirke die zu Gonsenheim zählten, wurden 1989 zu einem der vier Innenstadt-Bezirke zusammengefasst, HaMü war geboren. Eine eigenständige Identität habe der Stadtteil nicht entwickeln können, ist häufig zu lesen.

Auf den ersten Blick ist der Stadtteil tatsächlich nicht einzuordnen. Es geht ihm die leichte Arroganz der Gonsenheimer ab und zu den eher geerdeten Mombachern will er auch nicht recht passen. Womit bereits zwei geografische Begrenzungen von HaMü genannt sind. Die dritte ist der Hauptbahnhof, der als Puffer Richtung Neustadt funktioniert und die Saarstraße bildet die Abgrenzung zur Oberstadt hin.

Innerhalb des Stadtteils HaMü wirkt die Straße »An der Allee« wie eine unsichtbare Grenze zwischen dem Hartenberg und dem Münchfeld.

Wasserspielplatz im Hartenbergpark

HaMü ist ein ideales Wohngebiet für Jung und Alt, mit vielen grünen Zwischenräumen, nah genug an der Innenstadt und gleichzeitig über derselben thronend - was den Nachteil hat, dass vielstimmiger Lärm den Bewohnern um die Ohren schallt: von den Güterzügen ebenso, wie von den Industrieanlagen in Mombach und der Rheinallee, von den Freiluftveranstaltungen auf dem Uni-Gelände, das Verkehrsrauschen der Saarstraße ist natürlich zu hören und alle Töne, die mit dem Trainings- und Spielbetrieb im Bruchwegstadion zusammenhängen.

Von allem ein bisschen, aber von keinem so viel, dass es wirklich immer unerträglich wäre. Stadtleben und Waldesruh passen nun mal nicht zusammen. »Vergessen« wurde HaMü bislang von den Flugroutenplanern: Noch führen die Start- und Landeanflüge um den Hügel über dem »Cavalier Hauptstein« herum.

Cavalier Hauptstein

Einkaufen und Fussball

Das Cavalier Hauptstein, oberhalb des Hauptbahnhofs ist Heimat diverser Vereine, allen voran die älteste und dem Namen nach gewichtigste Fastnachtsgarde: Die Ranzengarde hat hier, mit schönem Blick auf die Außenanlage des Taubertsbergbades, ihr Hauptquartier. Wenige Meter oberhalb beginnt das Wohnquartier Martin-Luther-King-Park. Eine Konversionsfläche, die nach Abzug der US-Amerikaner 1995 von der Mainzer Wohnbau GmbH gekauft und in ein attraktives Wohngebiet samt Einkaufszentrum umgewandelt wurde.

Direkt gegenüber dem Einkaufscenter befindet sich das legendäre 05-Stadion, bzw. die Bezirkssportanlage am Bruchweg.

Einkaufszentrum und Bruchwegstadion

Mit Blick auf das Fußballstadion ist zu entscheiden, ob man den Stadtteil nach links gen Münchfeld oder nach rechts gen Hartenberg erkundet. Nach rechts gerät bald das SWR-Funkhaus Mainz in den Blick. Dahinter geht es lange schnurgeradeaus, Am Judensand entlang, rechts die Berufsbildenden Schulen, links die Einfahrt zur Alten Patrone. Das Gelände, ehemals Teil des Festungsgürtels, hat sich seit den 1980er Jahren zu einer beliebten Künstlerkolonie entwickelt. Wenige Meter dahinter beginnt der Hartenbergpark mit Minigolfanlage, Wasserspielplatz und viel Platz zum Toben und Picknicken.

Wer sich vom Bruchwegstadion aus nach links Richtung Universität wendet, kann über die Straße »An der Allee« tiefer ins Münchfeld eindringen. Markanter Hinweis ist der freistehende Glockenturm der im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils erbauten katholischen Kirche St. Johannes Evangelist.

Filiale der Bundesbank in Mainz

Grünanlagen und Kunst

Dahinter erstrecken sich Reihenhäuser, Wohnblocks verschiedenen Alters, (wenige) richtige Hochhäuser, alles eingefasst und begrenzt von Grünstreifen und Grünanlagen. Im Süden bildet die Saarstraße und im Westen die Koblenzer Straße die Grenze.

Hier residiert auch die Filiale Mainz der Bundesbank Hauptverwaltung in Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Außenplastik vor dem Haupteingang der ehemaligen Landeszentralbank Rheinland-Pfalz gestaltete der Künstler Vadim Kosmatschof. Sie besteht aus zwei 76m auseinanderliegenden Objekten, die zusammen gesehen werden sollen:

Wohnblock im Münchfeld

Die Hauptfigur, eine doppelt geschwungene Stele und eine Brunnenplastik, ein an eine Turbine erinnerndes Gebilde mit kugelförmigen Wasserrädern, sollen durch Maßstab, gespannte Form und Bewegung ein »Energiefeld« vermitteln, dessen Spannung durch den Spiegeleffekt der Objektoberflächen noch verdoppelt wird.

| SoS

Textgrundlagen:
www.mainz.de
http://de.wikipedia.org
Kunstdokumentation der Landeszentralbank in Rheinland-Pfalz, 1990