Kontakt + Impressum
Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Heft 298 - Juli 2015
Anzeige

natürlich Bio-Tipp Juli

Fairer Handel regional:

Transparenz und Fairness beginnen vor der Haustür - Wissen Sie, wo Ihr Brot, Ihr Apfel(-saft), Ihre Kartoffeln, Ihr Honig, Ihre Eier, Ihre Milch herkommen?

All das und vieles weitere erhalten Sie bei uns von regionalen Bio- Produzenten. Die dahinter stehenden Persönlichkeiten und die Herkunft ihrer Bio-Genussprodukte sind uns seit Jahren vertraut.

Unsere Partnerschaften gewähren höchste Sicherheit und Frische, Authentizität und faire Preise.

In unseren Bioläden in Ingelheim und Mainz arbeiten Kollegen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen.

Als gemeinnützige Integra­tionsbetriebe geben wir der Gesellschaft somit unsere Erträge zurück - Genuss und Fairness sind vereinbar!

Probieren Sie es aus, wir freuen uns auf Sie!

Ihr natürlich-Team

Natürlich
natürlich mainz
Bioladen mit Bistro
Josefsstr. 65 · 55118 Mainz
natuerlich@gpe-mainz.de

natürlich ingelheim
Bioladen mit Bistro
Mainzer Straße 26
55218 Ingelheim
natuerlich-ingelheim@gpe-mainz.de
www.bioladen-natuerlich.de
www.gpe-mainz.de

Sonderbeilage der MVG

Das große Special der
MVG und des MAINZERS:
111 Jahre Elektrische Straßenbahn

Am 11. Juli 2015 lädt die MVG zum Sommerfest in die Gaugass ein! Schauen Sie hinter die Kulissen des Unternemehns. Fahren Sie mit der Oldtimer-Straßenbahn zum MVG-Betriebshof!
111 Jahre Elektrische Anmeldungen zu einzelnen Jubiläumsveranstaltungen sind am Infostand der MVG ab 11.11 Uhr am Gautor möglich! Mehr Informationen gibt es hier >>>

Werbung

Brot (7)

Brot in aller Munde (7)
Jedem Bäcker sein Allergen-Lexikon

Im 7. Teil der MAINZER-Brot-Serie widmet sich Bäckermeister Gerhard Schwind den Allergenen. Genauer, den Inhaltsstoffen, die fast 90 % der Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen und deshalb kennzeichnungspflichtig auch für lose Backwaren sind.


Wer studiert sie nicht hin und wieder ganz genau: die Liste der Zusatzstoffe, die auf verpackten Waren oft viel Platz einnehmen. Auch bei loser Ware müssen Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker, Anti­oxidationsmittel, Konservierungs- und Süßstoffe aufgeführt sein. Außerdem, das ist noch relativ neu, sind Allergene gesondert aufzulisten, auch bei loser Ware. Brot, Brötchen, Kuchen und Stückchen, die in Bäckereien lose verkauft werden, fallen unter die EU-Lebensmittelinformationsverordnung, die seit Dezember 2014 gilt.

Herausforderung

Das Bäckerhandwerk stellte allein die Erarbeitung der entsprechenden Listen vor eine Herausforderung. »Wir haben zuerst von unseren Lieferanten, bspw. den Mühlen entsprechende Produktspezifikationen zu den einzelnen Rohstoffen angefordert, um zu prüfen, ob Allergene in den Rohstoffen vorhanden sind, die wir deklarieren müssen.«

Schwind ergänzt, dass diese Überprüfungen selbstverständlich auch für alle verarbeiteten Rohstoffe, wie z.B. Kuvertüre, vorgenommen wurden, um wirklich akribisch die Daten jedes einzelnen Rohstoffs für die Kunden vorhalten zu können.

Auf der Basis dieser Angaben wurde jedes Rezept für Brötchen, Brote und sonstige Backwaren geprüft und folgende Allergene aufgelistet: Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon), Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch und Milchprodukte (einschließlich Laktose), Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss), Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10mg/l, Lupinen, Weichtiere. Wird aber bspw. eine Backware als Walnussbrötchen bezeichnet, entfällt die gesonderte Kennzeichnung »enthält Walnüsse«.

Gerhard Schwind weiß, dass in seiner ehemaligen Bäckerei in Mombach, die Listen mit den Allergenen für fast alle Backwaren des täglichen Sortiments vorgehalten werden. Die Verkäuferinnen können auf Nachfrage die entsprechenden Angaben nach-, bzw. den Kunden vorlesen. Außerdem werden die entsprechenden Daten kontinuierlich aktualisiert, neu eingepflegt und erweitert, um den Kunden alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Praxistest

Am häufigsten, wen wundert's, sind die glutenhaltigen Getreidearten aufgeführt, sie kommen in allen Backwaren vor, ausgenommen explizit als glutenfreie Brote oder Brötchen gekennzeichnete. Es folgen Milch/Laktose, dieses Allergen ist insbesondere in Feinbackwaren, Kuchen und Torten enthalten, aber auch in manchen Brot- und Brötchensorten - Auskunft geben die entsprechenden Listen, die Kunden müssen nur danach fragen.

Den Praxistest erlebt diese Verordnung immer dann, wenn kurzfristig eine Zutat von dem Hersteller ausgeht, auf dessen Angaben die Allergen-Liste beruht. Denn die Verwendung von Zutaten eines anderen Herstellers verpflichtet, dessen Allergen-Liste zu prüfen, um gegebenenfalls Abweichungen sofort in die in der Bäckerei vorzuhaltende Liste eintragen zu können.

| SoS


HINTERGRUND

Menschen, die unter einer Lebensmittelallergie oder -unverträglichkeit leiden, müssen die betreffenden Lebensmittel und Zutaten strikt meiden. Häufig lösen bereits geringe Spuren die gefürchteten Symptome aus. Kennzeichnungen auf der Verpackung und Auskünfte bei loser Ware helfen Allergikern bei der Kaufentscheidung.

Seit dem 13. Dezember 2014 können sich Käufer auch bei der sogenannten losen Ware über Allergene informieren, also beispielsweise an der Backwaren- und Fleischwarentheke, im Restaurant und in der Kantine.

Die Information kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Schriftlich ist sie auf einem Schild bei dem Lebensmittel, in einem Aushang, auf Speise- oder Getränkekarten oder im Preisverzeichnis möglich.

Bei der mündlichen Auskunft muss auf diese Informationsmöglichkeit beispielsweise durch ein Schild oder einen Aushang hingewiesen werden. Außerdem muss eine schriftliche Dokumentation vorliegen, die der Verbraucher auf Wunsch einsehen kann.

www.lebensmittelklarheit.de

| SoS