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Staatstheater

spielart

Neues aus dem Staatstheater Mainz

Premieren und Neuinszenierungen

Die Meistersinger von Nürnberg
Rüdiger Hauffe in »Monty Pythons’s Spamalot«
© Andreas Etter

Always look on the bright side:
Der Vorverkauf für »Monty Python’s Spamalot« beginnt!

Die kommende Spielzeit wartet mit einem Kultstück auf – und wer klug ist, sichert sich jetzt die besten Plätze, der Vorverkauf für »Monty Python’s Spamalot« beginnt am 20. Juni! Drei Tony Awards gewann das Musical der unübertroffenen britischen Komikertruppe am Broadway. Liebevoll aus dem Film »Die Ritter der Kokosnuss« zusammengeklaut, vermengt es die legendäre Rittergeschichte gnadenlos mit weiteren Sketchen und Songs wie «Always look on the bright side of life«.

Worum es geht, ist schnell erzählt: Wir befinden uns in Britannien, im Jahre 932 nach Christus: König Arthus sucht Ritter für seine Tafelrunde. Unterstützt wird der liebenswert-schrullige Monarch von seinem treuen Diener »Patsy«. Von Gott bekommen er und seine erfolgreich zusammengesuchte Schleudertruppe den Auftrag, den Heiligen Gral zu finden. Auf ihrer Reise treffen sie die merkwürdigsten Gestalten: den schwarzen Ritter, das Wehrkaninchen und die Ritter, die immer Ni sagen. Camelot sieht eher wie ein glitzerndes Las-Vegas-Casino aus und Ritter Lancelot entpuppt sich als leidenschaftlicher Copacabana-Tänzer. Und eine romantische Liebesgeschichte gibt es obendrein.

»Spamalot« ist anarchisch, schräg, durchgeknallt und parodiert nebenbei die großen Broadway-Shows. Da wird vermengt, was nicht zusammen gehört und entfesselt, was an Irrsinn zu finden ist. Im Staatstheater kommt »Spamalot« als spartenübergreifende Produktion auf die Bühne – mit dem Schauspielensemble, dem Philharmonischen Staatsorchester und Musicaldarstellern. Das schrägste Musical der Welt. Ab September im Großen Haus.

»Monty Pythons’s Spamalot«
Ein neues Musical liebevoll aus dem Film Die Ritter der Kokosnuss zusammengeklaut
Buch und Liedtexte von Eric Idle (2005), Musik von John du Prez und Eric Idle

Nach dem Originaldrehbuch von Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin

Premiere 3. Okt., Großes Haus
Vorverkaufsbeginn: 20. Juni


David Schellenberg in »Kopflohn«
David Schellenbergals Johann Schulz in »Kopflohn«
© Bettina Müller

Der Kopflohn

Der zweite Roman von Anna Seghers, erschienen 1933, gilt als ein herausragendes literarisches Dokument der Etablierung des Nationalsozialismus auf dem Land. Dirk Laucke hat den Roman für das Mainzer Staatstheater dramatisiert, die Premiere in Mainz findet am 12. Juni statt.

Reichlich Gelegenheit, sich mit dem Stoff und dem Erzähltypus der Autorin auseinanderzusetzen, bot das Staatstheater-Ensemble vor der Premiere. Im März las K.D. Schmidt, leitender Regis­seur des Staatstheaters, den Roman in einer mehrteiligen Reihe vor. Im Mai wurde die TV-Nacherzählung des Romans »Kopflohn‘84« gezeigt, ergänzt durch die Lesung ausgewählter Passagen.

Für den Südwestfunk (heute Südwestrundfunk) hatte Rüdiger Diezemann 1984 eine 40-minütige TV-Nacherzählung des Romans »Der Kopflohn« gedreht und darin historische Aufnahmen dörflichen Lebens in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Aufmärschen der Nationalsozialisten und durch Schauspieler nachgestellte Szenen zusammengeschnitten. Über das rein faktische hinausgehend, wird ein Gefühl für das beklemmende, von Armut und Not gekennzeichnete dörfliche Leben in diesen Zeiten vermittelt und die Tatsache, dass ganz normale Menschen Hitler und der NSDAP verfielen, rückt ganz nah an die Betrachter heran.

Im Zentrum von »Der Kopflohn« steht Johann Schulz, ein junger kommunistischer Aktivist, der nach einem Mord an einem Polizisten auf der Flucht ist und bei Verwandten in einem rheinhessischen Dorf Unterschlupf sucht. Anna

Seghers hat weitere eindringliche Charakterstudien in die, von manchen als »Kriminalgeschichte« rezipierte Handlung eingeflochten. So die von Gewalt geprägte Ehe der Schüchlins; die entsprechenden Szenen wurden im Anschluss an die TV-Dokumentation vorgelesen und hinterließen einen Eindruck der großen poetischen Kraft der Schriftstellerin, die der Wucht von Armseligkeit, Beklemmung, Missgunst, Neid, Gewalt und Stumpfsinn die Spitze nimmt.

Die dramatische Bearbeitung von Dirk Laucke für das Theaterstück, so kündigte K.D. Schmidt an, werde die Schwere des Stoffs nicht steigern. Im Gegenteil, die Fülle der Ereignisse, die Seghers in diesem Werk verarbeitet habe, ermögliche auf der Bühne auch leichtere Szenen zu präsentieren. Der Theaterzuschauer werde zumeist das Hier und Jetzt der Szene erleben, er werde mit hoffen oder Unglück wünschen, Sympathie verteilen, sich mit freuen, vielleicht sogar Schadenfreude empfinden. Welche Emotionen das Stück auslöse, werde sich in dessen Spielverlauf entscheiden.

| SoS

»Kopflohn« (Uraufführung), von Dirk Laucke nach dem Roman von Anna Seghers.
Die Uraufführung der Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen findet am 4. Juni 2015 in Recklinghausen statt
Premiere in Mainz ist am 12. Juni 2015.
Weitere Termine: 13.06., 14.06., 16.06., 25.06., 3.07., 11.07., 16.07., 18.07.

Im Juni widmet das Mainzer Staatstheater der gebürtigen Mainzerin Anna Seghers weitere Veranstaltungen:

Anna Seghers und ihre Heimaten – Lesung. Einrichtung: Mona Mairose. Mit: Kristina Gorjanowa, Sebastian Brandes. 1. Juni, 19:30 Uhr/Glashaus.

Der Mensch lebt zweimal – Biographischer Abend. Szenische Einrichtung: Jana Vetten. Mit: Monika Dortschy, Teresa Vittucci. 16., 24. und 26. Juni, jeweils 19:30 Uhr/Glashaus.

Rheinhessen am Vorabend der Machtübernahme der Nationalsozialisten – politisch-gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf dem Land – Ein Vortrag von Hans Berkessel zu den historischen Hintergründen von Anna Seghers' Roman »Kopflohn«. 23. Juni, 18:00 Uhr/Chorsaal (Eingang Orchestersaal, Tritonplatz)

Transit – Einrichtung: Kathrin Doering, Theresa Kost. Mit: Armin Dillenberger, Daniel Friedl, Leoni Schulz. 30. Juni, 19:30 Uhr/Glashaus

Katharina oder die Kunst Arbeit zu finden – Ein Film von Barbara Trottnow, 1995. Nach einem Drehbuch von Anna Seghers. 4. Juli, 20:30 Uhr/CinéMayence. Karten nur im Kino.

Alle Termine und Informationen auf www.staatstheater-mainz.com