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Spitzfindig

Karstadt: das wird der Mainzer Retro-Renner!

Die Tatsache, dass ECE an der Ludwigsstraße nicht so groß bauen kann, wie es von den politischen Gremien gewünscht und entschieden war, stellt die Stadt vor neue Herausforderungen.


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Die noch nicht planbar sind. Von wegen »zügige« Investitionen, um die »kleine Lösung« , also den Umbau des Karstadt-Kaufhauses zu realisieren. Bleibt Karstadt in Mainz? Kauft Benko die Metro-Tochter Kaufhof? Bleiben dann zwei Kaufhaus-Standorte in Mainz erhalten? Baut ECE das Kaufhaus auch um, wenn es einen neuen Ankermieter suchen muss, weil Karstadt den Standort schließt? Steht die Gemünden-Molitor-Gruppe in den Startlöchern, um eine »Neue Mainzer Mitte« zu realisieren?

Für eine schnelle »Aufwertung der Ludwigsstraße« sind das, nett formuliert, ungünstig viele offene Fragen. Zumal für ECE gar kein Druck besteht, überhaupt Fragen zu beantworten. Solange der Projektentwickler jeden Monat die Miete für die Karstadt-Immobilie bekommt (der Mietvertrag soll bis zum Ende dieses Jahrzehnts laufen) muss er sich nicht rühren. Dann bleibt das Kaufhaus, wie es ist.

Was eine bemerkenswerte Alternative eröffnet. Denn mal ehrlich: Die Mainzer/innen gehen nach wie vor dort einkaufen und die sichtlich in die Jahre gekommene Pavillonstruktur entlang der Ludwigsstraße ist die wirklich so hässlich?

Könnte man die nicht als Retro vermarkten? Mit einem ordentlichen Marketing-Etat ließe sich die in den 60ern gebaute 50er Jahre-Architektur bestimmt zu DEM städtebaulichen Knüller des 21. Jahrhunderts stilisieren. Mit Kleidung funktioniert das doch auch.

Die Idee ist, zugegeben, nicht ganz auf eigenem Mist gewachsen. Kürzlich unkte nämlich ein Mainzer Politiker, vielleicht werde das Gebäude ja noch unter Denkmalschutz gestellt. Was der als Scherz von sich gab, ist mit Blick auf die städtebaulichen Probleme, die sich nun auftun, bedenkenswert.

Denn die »kleine« Lösung beinhaltet, dass die bislang zurückgesetzte, zwischen zwei Pavillons gebettete Karstadt-Fassade als kleiner Klotz bis an den Straßenrand rückt. Im Verhältnis dazu erscheint die derzeitig aufgelockerte Pavillonstruktur schon fast schnuckelig. Um die beibehalten zu können, wäre die »Unterschutzstellung« die einfachste Lösung. Beim Rathaus hat das doch auch funktioniert.

Abwegig? Mag sein. Vermutlich so abwegig, wie daran zu glauben, dass die Öffentlichkeit in Mainz in den nächsten Monaten über alles informiert wird, was die Aufwertung der Ludwigsstraße betrifft. Freiwillig. Ohne Gerichte oder das Landesinformationsfreiheitsgesetz bemühen zu müssen.

| SoS