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Museum aus Gips und Kleister

Man stelle sich vor: Beim Spaziergang durch die Mainzer Innenstadt kommt man an der Venus von Milo oder dem Moses von Michelangelo vorbei. Natürlich nicht an den Originalen aber immerhin an Abgüssen dieser und weiterer Meisterwerke der europäischen Skulpturgeschichte.


Tatsächlich war das einstmals möglich. Zwischen 1871 und 1945 konnten gut 250 hochwertige und zum Teil farbige Abgüsse von berühmten Plastiken an prominenten Standorten wie dem Kurfürstlichen Schloss, der Stadtbibliothek und dem Haus am Dom besichtigt werden. Die eindrucksvolle Sammlung von Gipsabgüssen nach Meisterwerken der europäischen Bildhauerkunst von der Antike bis zur Renaissance verdankte die Stadt damals dem Engagement des 1871 gegründeten Mainzer Vereins für Plastische Kunst.

Ein Teil dieser Skulpturenkollektion wurde im 20 Jahrhundert zerstört, die unversehrten Teile gingen in den Besitz der Johannes-Gutenberg-Universität (JGU) über.

Mit der Ausstellung »Museum aus Gips und Kleister - Das vergessene Mainzer Pantheon« in der Schule des Sehens auf dem Campus der JGU wird mithilfe der erhaltenen Gipse sowie historischen Bild- und Archivmaterials vom 3. Mai bis 24. Juli 2015 die ursprüngliche Sammlung wieder sichtbar. Die Exponate dokumentieren den bürgerlichen Sammeleifer wie auch den Geschmackswandel seit dem späten 19. Jahrhundert.

Zudem liegt ein thematischer Fokus auf den Personen, die sich in diesem Verein einst engagierten und dezidierte Vorstellungen zur Wirksamkeit ihrer kulturellen Bemühungen hatten. Erarbeitet wurde die Ausstellung im Rahmen einer Übung von Mainzer Studierenden der Kunstgeschichte und der Klassischen Archäologie. Sie kann bis zum 24. Juli 2015 jeweils mittwochs von 11 bis 13 Uhr und freitags von 13 bis 15 Uhr sowie jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr besucht werden. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei; Anmeldung nicht erforderlich.

| SoS

Infos und Textgrundlagen:
www.schuledessehens.uni-mainz.de