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Stadtsportverband

Stadtsportverband probt Neuanfang

Im Stadtsportverband sind rund 130 Mainzer Sportvereine vereint. Der Dachverband vertritt mehrere tausend Mitglieder, doch wenige kennen seine Arbeit. Das will der neue Vorstand ändern. Und einen ersten großen Erfolg kann er bereits feiern.


stadtsportverband
Der neue Vorstand des Stadtsportverbands (v.l.n.r.): Magnus Schneider (Präsident Rheinhessischer Sportbund), Gerhard Muy (stv. Vorsitzender), Curt Zschernig (Schatzmeister), Alexander Reinemann (Vorsitzender), Günter Beck (Sportdezernent Mainz), Norbert Cramer (stv. Vorsitzender

Seit April ist der FSV Mainz 05 wieder Mitglied im Stadtsportverband. Für den Dachverband bedeutet das mehr als einen neuen, starken Partner gewonnen zu haben – es ist ein Symbol. Denn an dem Fußball-Bundesligisten hat sich einst ein Streit entzündet, welcher den Dachverband gelähmt hat: Der ehemalige Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Manfred Leinberger, meinte, die Stadt tue zu viel für die 05er und zu wenig für alle anderen Vereine.

Leinberger focht den Streit öffentlich aus und nutzte dafür den Stadtsportverband als Tribüne. Im November warf er dann die Brocken hin. Der Dachverband musste sich neu organisieren – und wählte im März den Hochschuldozenten Alexander Reinemann vom TV Mainz-Zahlbach als neuen Vorsitzenden. Auf der Hauptversammlung im Clubheim der Mainz Athletics verkündete Reinemann eine Art Regierungserklärung: Unter ihm solle der Verband wieder stärker seinen eigentlichen Aufgaben nachgehen – und Mitglieder gewinnen. Von den über 200 Mainzer Sportvereinen, sind nur rund 130 unter dem Dach des Verbandes.

Der Vorstand wurde dafür umstrukturiert: Dem Vorsitzenden stehen jetzt zwei Stellvertreter zur Seite – die bisherigen Vorstandsmitglieder Gerhard Muy und Norbert Kramer. Neuer Schatzmeister wurde Curt Zschernig, Geschäftsführer des USC Mainz. Vorsitzender, Stellvertreter und Schatzmeister bilden nun den geschäftsführenden Vorstand. Entscheidungen sind in diesem nur noch mit Mehrheiten möglich: »Es kann keiner mehr etwas alleine tun«, sagt Reinemann.

Zu den Aufgaben des Verbandes gehört es, die Interessen der Mitgliedsvereine gegenüber Organisationen oder Körperschaften zu vertreten, die Stadt bei der Planung von Sportstätten zu beraten und einen Vertreter in den städtischen Sportausschuss zu schicken. Außerdem koordiniert der Verband Termine von Veranstaltungen, die über ein reines Vereinsfest hinausgehen. Kommt es unter den Mitgliedern zum Streit, soll der Verband schlichten.

Zur Dienstleistung gehört es für Reinemann, mehr eigene Veranstaltungen durchzuführen, Konzepte für das Werben von Ehrenamtlichen zu entwickeln und die Zusammenarbeit der Mitglieder zu verbessern. Als Beispiel nennt er den Einkauf. Schließen sich die Vereine da zusammen, können sie größere Mengen erwerben und folglich Rabatte aushandeln.

Den ersten Monat Amtszeit, so erzählt Reinemann, hat der neue Vorstand gebraucht, um Organisatorisches zu erledigen. So haben die Verantwortlichen die Satzungsänderungen, mit denen die Hauptversammlung den neuen Kurs des Verbandes untermauert hat, dem Amtsgericht vorgetragen. Außerdem hat der Vorstand das Gespräch mit dem städtischen Sportdezernenten Günter Beck (Grüne) gesucht. Ziel ist es laut Reinemann, eine städtische Sportstiftung umzusetzen. Diese könnte Geld für Vereine in Not sammeln.

Die erste Vorstandssitzung findet dieser Tage statt. In der soll geklärt werden, in welcher Folge die Antrittsbesuche bei den Mitgliedsvereinen stattfinden. Bei diesen gehe es vor allem darum, eine Übersicht über die Zustände der Mainzer Sportstätten zu erhalten. Auch werde ein Gespräch mit dem 05-Vorstand vorbereitet. »Auf diesem wollen wir klären, wie wir denen und die uns helfen können«, so Reinemann.

| Mario Thurnes