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Staatstheater

spielart

Neues aus dem Staatstheater Mainz

Premieren und Neuinszenierungen

Die Meistersinger von Nürnberg
»Die Meistersinger von Nürnberg«
© Martina Pipprich

Mit Energie und Jugend gegen die Regeln:
Die Meistersinger von Nürnberg

»Bei einem schönen Sonnenuntergange, welcher mich von dem Balkon meiner Wohnung aus den prachtvollen Anblick des ‚goldenen’ Mainz mit dem vor ihm dahinströmenden majestätischen Rhein in verklärender Beleuchtung betrachten ließ, trat auch plötzlich das Vorspiel zu meinen »Meistersingern«, wie ich es einst aus ferner trüber Stimmung als fernes Luftbild vor mir gesehen hatte, nahe und deutlich wieder vor die Seele.

Ich ging daran, das Vorspiel aufzuzeichnen, und zwar ganz so, wie es heute in der Partitur steht, demnach die Hauptmotive des ganzen Dramas mit größter Bestimmtheit in sich fassend. Von hier aus ging ich sogleich weiter im Texte vorwärts, um ganz der Reihe nach die weiteren Szenen folgen zu lassen«, so notiert Richard Wagner rückblickend – und sicher etwas verklärend – in seiner Autobiographie »Mein Leben« die Begebenheit, die zur Komposition des berühmten »Meistersinger«-Vorspiels geführt haben soll.

In Biebrich hatte er sich zwei Zimmer angemietet und arbeitete an seiner komischen Oper. Seinem Mainzer Verleger Franz Schott hatte er versprochen, diese binnen eines Jahres abzuschließen – es sollten schließlich fünf Jahre werden. Und Wagner schuf eine seiner aufwendigsten und längsten Musiktheaterkompositionen.

So stehen bei der Neuinszenierung am Mainzer Staatstheater gut 100 Leute auf der Bühne, die die absurde Regelwelt der Meistersinger auferstehen lassen.

Wagner komponierte dabei kein historisches, mittelalterliches Nürnberg, sondern eine krude Welt, die von starren Vorschriften und eingefahrenen Wegen geprägt ist. Der junge Walther kommt in dieses Nürnberg und schafft es mit Hilfe des Schusterpoeten Hans Sachs die Regeln zu meistern und zu erneuern und seine geliebte Eva zu ersingen. Regisseur Ronny Jakubaschk und Ausstatter Matthias Koch stellen eine maschinelle Welt voller liebevoller Details auf die Bühne, die durch Walthers Energie und Jugend mit neuem Leben erfüllt wird.

Die Meistersinger von Nürnberg
von Richard Wagner

Ab 26. April im Großen Haus


tanzmainz: Montréal
»Montréal« © Andreas Etter

Sich verlieben, ohne zu wissen, in wen:
tanzmainz im Großen Haus

Montréal. Die schillernde kanadische Metropole in der frankophonen Provinz Québec brodelt vor Kreativität und hat zahlreiche große Choreografen hervorgebracht. Zwei davon tragen etwas von der Atmosphäre ihrer Heimatstadt an den Rhein. Die Besucher des tanzmainz festival konnten beide bereits kennen lernen: Jetzt kreieren Danièle Desnoyers und José Navas zusammen mit dem gesamten Ensemble von tanzmainz den Doppelabend »Montréal«.

In »Blue Hour – Stunde der Wölfe« spannt Danièle Desnoyers den Bogen einer Nacht und hat dafür hoch atmosphärische Szenen entworfen. Wir begegnen starken Persönlichkeiten, die Bilder sind kühl und doch stimmungsvoll, voller Spannung auf das Kommende. Wenn die Betriebsamkeit des Tages sich langsam legt und man sich für die Nacht rüstet, wenn dann die Bewegungen mancher Figuren plötzlich in einem Punkt zusammen kommen, während andere noch abwarten, wie Flaneure, die umherstreifen, auf ihren Moment warten. Dazu: Chansons und Pop Songs aus Montréal, die so schön, leicht und melancholisch sind, dass man sich als Zuschauer am Ende verliebt fühlt – ohne zu wissen, in wen…

Pure Bewegungsenergie, ein tänzerisches Feuerwerk explodiert bei José Navas‘ »Dénouement / Auflösung«: Zur Musik von Alexander MacSween, der in seinen an die Minimal Music von Steve Reich erinnernden Kompositionen auch Stimmen mit dem typischen Montréaler Dialekt erklingen lässt, entsteht ein Strudel, der sich zuweilen so schnell dreht, dass man nicht immer weiß, wohin man zuerst sehen soll. 35 atemlose Minuten können die Tänzerinnen und Tänzer zeigen, was in ihnen steckt – und sie tun es mit Leib und Seele: Zur Hälfte stammen die Bewegungsideen ihrer eigenen Fantasie, zur anderen Hälfte dem kreativen Geistreichtum von José Navas.

Nach dem tanzmainz festival ist »Montréal« das nächste große, faszinierende Tanzereignis am Staatstheater Mainz.

Montréal
Choreografien von Danièle Desnoyers und José Navas

Ab 16. Mai im Großen Haus

Alle Termine und Informationen auf www.staatstheater-mainz.com