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Wirtschaft

Permanentes Update

Mainz, Canisiusstraße 21 – Sitz der technischen Zentrale der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Wer hätte das gewusst?

bundesnetzagentur
IS-Leiter Bert Bohn (li.) und BNetzA-Presse­spre­cher Fiete Wulff im Gang des Kernrechners der Bundesnetzagentur, hinter dessen Türen die Server der Bundesnetzagentur sicher gegen Störungen von außen sind.

Man vermutet es eher nicht, dass im beschaulichen Gonsenheim das Kernrechenzentrum der Bundesnetzagentur (BNetzA) und somit der digitale Knotenpunkt für die Verwaltungszentrale in Bonn und den Standort Saarbrücken sowie die bundesweit 35 Außenstellen untergebracht ist.

Nicht nur interne Daten, sondern auch Daten von Energieunternehmen sowie geheime Kunden- und Geschäftsinformationen werden in der zweitgrößten BNetzA-Dienststelle gesammelt und verteilt. »Die IT ist über die Jahre gewachsen«, erzählt Bert Bohn, Leiter der Abteilung Informationstechnik und Sicherheit (IS). »Wir stellen derzeit 230 Terabyte bereit, von denen wir zwischen 50 und 60 Prozent nutzen.«

Breitbandversorgung verbessern

Erst 2013 wurde das Hightech-Zentrum in Betrieb genommen, das nur über Sicherheitszonen erreichbar und mit einer Raum-in-Raum-Lösung, die wie eine Schutzzelle fungiert, gegen Brand, Löschwasser und sogar Spionage-Angriffe abgeschirmt ist.

Insgesamt 1.000 Server stehen in dem Zentrum, aufgeteilt in Hauptserver und Back-Up-Geräte, die ein permanentes Update durchführen, falls es zu Störungen oder gar einem Stromausfall kommen sollte. Dieser würde allerdings keine Wirkung auf die Datenverarbeitung haben, weil im Ernstfall unverzüglich eine leistungsstarke Batterie und danach ein Stromaggregat mit 1,5 Megawatt die Versorgung übernimmt, erklärt der IS-Leiter. Zu groß sei ansonsten der Schaden, wenn die Rechner nur eine Sekunde lang still stehen würden.

Im Mainzer BNetzA-Standort, an dem 380 Mitarbeiter tätig sind, befindet sich neben der Daten- auch die Zentralverwaltung für Personal und Beschaffung, die technische Standardisierung, die Funktionsstörungsbearbeitung und auch die Frequenzverwaltung. Am 27. Mai findet hier die nächste Frequenzversteigerung statt, an dem netzbetreibende Unternehmen teilnehmen können.

In einer Erklärung zum diesem Verfahren sagt BNetzA-Präsident Jochen Homann: »Mit der Frequenzversteigerung verbessern wir die Breitbandversorgung in Deutschland. Als erstes Land in Europa wollen wir auch die Frequenzen im 700­Megahertz-Bereich hierfür vergeben. Insbesondere die frühzeitige Vergabe dieser Frequenzen soll im ländlichen Raum die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern.«

Wettbewerb fördern

Der Auftrag der BNetzA ist in erster Linie, durch Regulierung in den Zuständigkeitsbereichen den Wettbewerb zu fördern und einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten. In den Märkten Post und Telekommunikation achtet sie zudem auf flächendeckende, ausreichende Dienstleistungen und schafft Regelungen für Frequenzen und Rufnummern. Sie ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit Sitz in Bonn.

Seit dem 13. Juli 2005 ist die vormalige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die aus dem Bundesministerium für Post und Telekommunikation (BMPT) und dem Bundesamt für Post und Telekommunikation (BAPT) hervorging, in Bundesnetzagentur umbenannt.

Seit 2011 übernimmt sie zudem Aufgaben im Bereich des Netzentwicklungsplans. Zeigt dieser Ausbaubedarf im Höchstspannungsnetz auf, so sorgt die Bundesnetzagentur mit Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine beschleunigte Umsetzung.

Eine weitere Kompetenzübertragung erfolgte im Juni 2013 beim Stromnetzausbau. Der Bundesnetzagentur obliegt nunmehr die Durchführung von Planfeststellungsverfahren für länder- und grenzüberschreitende Netzausbauvorhaben.

| KH

www.bundesnetzagentur.de