Kontakt + Impressum
Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Frühlings-Gewinnspiel

Das große
Einzelhandel-Gewinnspiel
des MAINZERS

Kombinieren und Gewinnen

Ordnen Sie die Außen­aufnahmen von 25 bekannten Einzelhandelsgeschäften den Inhabern/Mitarbeitern zu und freuen Sie sich als Hauptpreis auf einen schönen Abend in Heiser's Kochstudio!
Heisers Kochstudio Ausführlichere Informationen finden Sie hier >>>

Werbung

Spitzfindig

Vor den Kopf gestoßen

»Ach Du liebes bisschen, was ist denn hier passiert?« Die erstaunte Frage ist seit dem 28. Februar immer wieder zu hören, von Fußgängern und Fahrradfahrern, die den Alteruheweg nutzen.


Der Alteruheweg nach der Rodung

Diese Verbindung zwischen Münchfeld und Hartenberg und Innenstadt führt entlang der Trainingsplätze von Mainz 05 auf der einen Seite und einem jahrelang vor sich hin wachsenden Wäldchen auf der anderen Seite. Von den Obstbäumen und Haselnusssträuchern sind nach einer zweieinhalbtägigen Rodungsaktion nicht mehr viele übrig. Seitdem am 16. März die gefällten Bäume »verhächselt« wurden, ist der Kahlschlag noch deutlicher zu sehen.

Grund für die Rodung ist der Bau eines zusätzlichen Kunstrasenplatzes. Den will Mainz 05 angrenzend an die beiden bestehenden, nach Süd/Nord ausgerichteten Trainingsplätze, in West/Ost-Ausrichtung bauen. Der Alteruheweg muss deshalb verlegt werden. Vielleicht gelingt es dabei die »Trampelpfade« im Restwäldchen zu nutzen, um nicht noch mehr Gehölze zu vernichten.

Was für Anwohner und Nutzer des Weges überraschend kam, ist aus Sicht von Mainz 05 ausführlich kommuniziert worden. Ende 2011, Anfang 2012 wurde der Masterplan zur Weiterentwicklung des Bruchwegstadions in allen politischen Gremien, inklusive dem Ortsbeirat Hartenberg/Münchfeld, vorgestellt. Darin sei auch der Plan zum Bau des zusätzlichen Kunstrasenplatzes enthalten, erklärt Michael Kammerer, Geschäftsführer Organisation und Verwaltung von Mainz 05 auf Nachfrage des MAINZERs. Dann wurde ein Bauantrag gestellt, ein Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben, die erforderlichen Planungen vorgestellt und von den politischen Gremien verabschiedet.

So weit, so öffentlich bekannt. Anwohner und Alteruheweg-Nutzer fühlen sich dennoch vor den Kopf gestoßen. Sie hatten doch tatsächlich vergessen, dass vor drei Jahren über den Masterplan zur (Weiter-) Entwicklung der Bezirkssportanlage Am Bruchweg diskutiert worden war. Dass darin der Bau eines weiteren Kunstrasenplatzes »angedacht« ist, fiel vor den Absperrgittern am Alteruheweg Ende Februar 2015 erst recht niemandem mehr ein. Zumal sich damals die Berichterstattung auf den Abriss der Nord- und Südtribüne des alten Stadions konzentrierte. An die Vorstellung der Ergebnisse des Lärmschutzgutachtens, kann sich ebenfalls niemand erinnern.

Im Zeitalter von Transparenz und Kommunikation auf allen Kanälen ist es längst selbstverständlich, dass derlei Vorhaben zeitnah und mehrmals angekündigt werden.

Warum ausgerechnet der mächtigste Verein in Mainz meint, das nicht nötig zu haben, ist nicht nachvollziehbar.

| SoS