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Spitzfindig

Stehen. Warten.

Die einen stehen. Die anderen warten. Viele trifft es sogar doppelt. Die stehen erst und warten dann.


Stau

Ich muss nicht stehen. Ich fahre Fahrrad. Aber ich muss warten. Auf die Arbeitskollegen, auf Interviewpartner … Alle stehen im Stau. Egal, aus welcher Richtung sie anreisen. Jeden Tag aufs Neue.

Zuerst dachte ich an einen vorgezogenen Aprilscherz. Abends sang Nick Benjamin in der Fernsehübertragung der Bohnebeitel-Sitzung »der Brigg geht’s ned gut«. Am Morgen darauf war die Schiersteiner-Brücke gesperrt. Seither also Verkehrschaos. Dauergesprächsthema ist, wer wo welche Schleichwege entdeckt hat, um den Dauerstaus zu entgehen. Unschöne Geschichten über erboste Fahrzeuglenker werden erzählt. Neue Arten, den Rhein zu queren werden auf Tauglichkeit getestet - an der Kaiserbrücke warten zurzeit viele Zweiräder darauf, ihre Besitzer, die ihren vierrädrigen Untersatz nahe der Brücke abstellen, zur Arbeit und wieder zurück zu befördern. Auch auf der Theodor-Heuss-Brücke treten für diese Jahreszeit schon ungewöhnliche viele Radler in die Pedale – wetterbedingt nicht unbedingt ein Vergnügen, aber schneller geht s allemal.

Nick Benjamin könnte mit seinem »Brigge-Lied« als Prophet in die Mainzer Fastnachtsgeschichte eingehen. Wobei, in Deutschland werden Brückenbauwerke beständig untersucht, um mögliche Schäden und damit mögliche Gefährdungen feststellen zu können. Ingenieure und Vertreter der Bauwirtschaft weisen schon lange auf den schlechten Zustand vieler Brückenbauwerke hin. Schon lange auch heißt es, der Staat habe kein Geld, das er in die Sanierung von Verkehrsbauwerken stecken könne.

Das Gutachten, in dem der Schiersteiner Brücke bescheinigt wurde, dass sie nicht mehr sanierungsfähig sei, stammt aus 2006. Damals wurde eine vorläufige Restnutzungsdauer bis 2015 festgelegt. Es scheint, die Brücke habe sich selbst daran gehalten.

Nun ist es wie es immer ist: die Steuerzahler kommen für die entstehenden Mehrkosten auf. Gleichzeitig dürfen sie als Betroffene, die irgendwie zu ihren Arbeitsstäten kommen müssen, ihren Tagesablauf neu organisieren. Wer vor der Brückensperrung nach der Arbeit seine Jogging-Runden drehte, der kann jetzt Däumchen drehen während des Staustehens.

Wetten, dass dieses Ereignis nicht so schnell in Vergessenheit gerät? Spätestens nach den Sommerferien, wenn die um 4-6 Wochen verzögerten Baumaßnahmen für die Mainzelbahn zu neuerlichen Staus führen, erinnern wir uns an das Fastnachtslied »der Brigg geht’s ned gut.«

| SoS