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Rheinhessen

Rheinhessen

200 Jahre Leben in einer Kulturlandschaft

Bürgerengagement, Vernetzung, große Veranstaltungen und viele kleine Aktionen: Im Jubiläumsjahr 2016 sollen sich die Rheinhessen ihrer Identität bewusster, die regionale Wirtschaft gestärkt, die Kultur ausgebaut, die Menschen einander näher gebracht werden.


Rheinhessen

Der Aufwand ist enorm. Regionalkonferenzen, Gremien und Arbeitsgruppen bereiten die Feiern eines Ereignisses vor, das vielen Rheinhessen selbst erst näher gebracht werden muss: 2016 wird die »Region« 200 Jahre alt.

Kein Staat, kein Herzog- oder gar Großherzogtum, nein die »Provinz Rheinhessen« wurde 1816 per Staatsvertrag dem Großherzog von Hessen als Entschädigung für ein anderes Herzogtum, dass der Hesse an Preußen abtreten musste, zugeschlagen. Dessen Länderfläche beherbergte damals 140.000 Seelen und deren linksrheinischer Teil zählte bis 1814 zum Departement Donnersberg, also zu Frankreich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der französischen Besatzung wurde »Rheinhessen« zu einem von fünf Regierungsbezirken des neu gegründeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Allerdings nur der linksrheinische Teil der ursprünglichen Provinz Rheinhessen, denn der Rhein stellte nun die Grenze zwischen den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen dar.

Nicht nur Speis und Trank

Und 1968 war dann eigentlich Schluss mit »Rheinhessen«, zumindest was den Regierungsbezirk betraf, denn der wurde mit dem Regierungsbezirk Pfalz zum Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz zusammengefasst. Dessen Sitz war bis zur Auflösung aller Regierungsbezirke 2000 in Neustadt a.d.W.

Der wechselhaften Geschichte dieser Region mit ihren wechselnden Grenzen eine identitätsstiftende Wirkung zuzuschreiben, ist nicht einfach. Obwohl insbesondere die Kulturschaffenden in ganz Rheinhessen schon lange Gemeinsamkeiten vermitteln – insbesondere solche, die durch die Kehle fließen und durch den Magen gehen. Aber: Nicht nur Speis und Trank hält Rheinhessen zusammen! Wobei dem Trank, dem Wein, eine besondere Rolle zukommt, ist Rheinhessen doch das größte Weinanbaugebiet Deutschlands und, im Verbund mit Mainz, seit 2008 Mitglied der Great Wine Capitals.

Warum an die Einverleibung der Provinz Rheinhessen ins Großherzogtum Rheinhessen-Nassau vor fast 200 Jahren als Geburtsstunde der Region Rheinhessen erinnert werden soll und was die Menschen z.B. in Worms mit denen in Ingelheim verbindet erklärt Ernst Walter Görisch, seit 2004 Landrat im Landkreis Alzey Worms und seit 2005 ehrenamtlicher Vorsitzender der Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe, den MAINZER-Lesern.

Den verbindenden Rahmen für alle Rheinhessen erkennt der Landrat in der gemeinsamen Geschichte: »Immerhin war Rheinhessen von 1816 bis zur Auflösung der Bezirksregierung 1968 auch ein einheitliches politisches Gebilde.« Darüber hinaus verbinde die alte Kulturlandschaft, sie präge den gemeinsamen Raum und gebe eine eigene Identität.

Ernst Walter Görisch
Ernst Walter Görisch: »Das Jubiläum wird eine nachhaltige Wirkung erzeugen, wenn wir von der Kommunalpolitik einfordern, die Zusammenarbeit weiter zu stärken.«

Görisch nennt Wein, Lebensfreude und Offenheit als charakteristische Merkmale. Dazu passten die modernen und entwicklungsfreudigen Strukturen der rheinhessischen Wirtschaft, mit Unternehmen von weltweitem Rang, und die vielseitige Bildungslandschaft mit den Hochschulen und Fachhochschulen tue das ihre, um den Zustrom an Menschen aufrechtzuerhalten. »Rheinhessen vereint eine bunte Bevölkerungsmischung, die gerne hier lebt und arbeitet.« Görisch wertet die Zusammenschlüsse der Gebietskörperschaften in übergreifenden Organisationen wie Rheinhessen Marketing, Rheinhessen Touristik und Rheinhessen Wein als klare Signale, dass die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung längst die Notwendigkeit der Vernetzung und Zusammenarbeit erkannt hätten und praktizierten. Hierzu zählten auch die Vereinigung von Wirtschafts- und Winzerverbänden, der Arbeitskreis Rheinhessen Kultur sowie das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) in Oppenheim.

Mit dem Jubiläum im kommenden Jahr bestehe die Chance, die Zusammenarbeit zu verfestigen, allen Rheinhessen ihre Gemeinsamkeiten vor Augen zu führen und sie über die Festivitäten hinaus einzubinden.

Fortdauernde Wirkung

Das Jubiläum werde genutzt, um eine nationale Imagekampagne für Rheinhessen auf den Weg zu bringen, mit neuen Web-Auftritten für Rheinhessen-Info und -Wein: »Die Region muss bundesweit noch bekannter werden«, weiß Görisch und unterstreicht die fortdauernde Wirkung, die das Jubiläum haben solle, fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, sich einzubringen.

Beteiligen können sich alle Rheinhessen. Deren Ideen und Projekte werden über lokale Initiativen in regionale Verbände und Netzwerke eingebracht und fließen über das Projektbüro in das Jubiläumsprogramm ein. »So entstehen neue Netzwerke«, beobachtet Görisch, »und gleichzeitig werden den bereits bestehenden Zusammenschlüssen, zum Beispiel der Interessengemeinschaften der Wein- und Kulturbotschafter durch professionelle Begleitung neue Handlungsfelder aufgezeigt.«

Festgezurrt sind neben gemeinsamen Ausstellungsprojekten von 20 rheinhessischen Museen, der Festakt am 8. Juli 2016 im Mainzer Staatstheater, der Rheinland-Pfalz-Tag vom 3.-5. Juni 2016 in Alzey, der »heimlichen Hauptstadt Rheinhessens«. Im September wird die Deutsche Weinkönigin in Mainz gewählt und zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2016 soll eine Monografie 200 Jahre Rheinhessen erscheinen.

| SoS