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Mogunzius

MOGUNZIUS
STADTSCHREIBER DES MAINZERS

Der Batzegickel-Award

Wir leben im Zeitalter der Awards (Auszeichnungen). Fast täglich werden irgendwo auf der Welt mehr oder minder hässliche Pokale überreicht zum Beispiel für das beste Design von Klobrillen, die höchste Energieeinsparung in Afrika usw.

Es gibt auch skurrile Auszeichnungen wie den Darwin Award. Dieser wird seit 1994 an Menschen posthum verliehen, die ihr Leben verloren und dabei ein besonderes Maß an Dummheit zeigten. Wie der Staatsanwalt der bei einer Gerichtsverhandlung beweisen wollte, dass die Pistole des Angeklagten noch geladen sei, sich diese an den Kopf hielt und den Abzug betätigte – weshalb er mit dem Darwin Award ausgezeichnet wurde.

Der Stella Award wird in den USA jährlich für die schrägste Schadenersatzklage verliehen. 1992 kaufte sich die damals 79-jährige Stella einen Becher Kaffee bei McDonald's, nahm ihn mit ins Auto, klemmte ihn zwischen die Beine und fuhr los. Leider schwappte das Heißgetränk über. Ein Gericht in New Mexiko sprach ihr daraufhin eine Schadensersatzsumme von 2,9 Millionen Dollar zu. Es wird Zeit, dass auch wir in Mainz einen Preis ausloben. Wir sollten ihn Batzegickel-Award nennen.

Feder

Mein heißer Kandidat für die Auszeichnung 2015 ist der Architekt Franz Kurz. Er möchte hinter dem Schloss nach Abriss des Römisch-Germanischen Zentralmuseums den einst geplanten aber nie realisierten Schlossgarten entstehen lassen. Die Pläne der Ratshauskoalition, an Stelle des RGZM ein Hotel zu errichten lehnt er kategorisch ab. Das Hotel könne an der Stelle des heutigen Allianzhauses gebaut werden und das Schloss mit einem unterirdischen Gang verbunden werden (»wie in Bad Hofgastein«).

Es ist richtig, sorgsam mit unserem römischen und kurfürstlichen Erbe umzugehen und das ehrenamtliche Engagement hierfür ist begrüßenswert. Die Stadt muss sich jedoch weiter- und nicht zurückentwickeln, eine Verbindung von Alt und Neu passt zu unserer Stadt. Deshalb kann ich nur hoffen, dass sich niemand von dem Vorschlag des Herrn Kurz, einen »Karl-Lehmann-Klostergarten« an der Stelle des Karstadt, mit einer direkten Tunnelverbindung zum Dom bauen zu lassen, inspirieren lässt. Es wäre zwar verlockend, in Mainz einen Award für die verrückteste Stadtentwicklungsidee auszuloben. Aber es besteht auch die Gefahr, dass sie umgesetzt wird.

Was ist ein Batzegickel?

Karl Schramm beruft sich in seinem »Mainzer Wörterbuch« (1957) auf Siegmund Friedberg, der 1932 im »Mainzer Anzeiger« erklärt haben soll, »Batzegickel gilt für einen Menschen, der seiner Batzen (seines Geldes) wegen sich wie ein Gickel (Hahn) spreizt und wichtig tut.

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