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Drais

Drais – Das Bergdorf im Obstgarten

Berg und Dorf – zwei Attribute, die in Mainz gerne mit Finthen verbunden werden – passen mindestens genauso gut zum Stadtteil Drais. Dessen Name mag zwar an den Erfinder der Draisine erinnern, geht aber wahrscheinlich auf »sprudelnde Quellen« zurück.


Drais
01 »Lerchenbub«-Brunnen auf dem Dorfplatz
02 Enge Gassen im Ortskern
03 Christophorus-Hospiz im alten Draiser Hof
04 Blick frei über die Region gen Frankfurt
05 Pfarrkirche Maria Königin

Der Berg: es geht je nach Wegstrecke mal steil, mal gemächlich hinauf. Gleich ob der Berg mit Auto, Bus oder Rad erklommen wird, beginnen von der Innenstadt kommend schon weit vor den ersten Häusern große Obsthaine. In den Erntemonaten von Erdbeeren, Kirschen und Aprikosen bis zu Äpfeln und Birnen sind viele der Haine versperrt. Vermutlich sollen Zäune und Tore dem »Mundraub« Einhalt gebieten, der, in Kisten und Körben verpackt, gerne auch per PKW abtransportiert wird. Baum an Baum, in langen Reihen, sind die Fruchtträger jetzt im ausklingenden Winter ob ihrer teils »knorrigen« Struktur bizarr anzuschauen.

Die »Höhenlage« trägt zur Beliebtheit des Stadtteils bei: ein gutes Stück weit weg von den Ausdünstungen der Industrien, mit einem herrlichen Blick über die gesamte Region hinweg. Bei klarer Sicht sind die Türme in Frankfurt zum Greifen nah und der Feldberg im Taunus ebenso. Nicht weit vom Sendezentrum des zweiten Deutschen Fernsehens und vom Ober-Olmer-Wald, in die andere Richtung nah an der Autobahn – mithin kein schlechter Ort, um zu leben. Der unüberhörbare Nachteil der Höhenlage ist der Fluglärm. Diesen Krach müssen Draiser wie die meisten anderen Mainzer ertragen.

Klein aber mit herrlichem Blick

Die Hauptverbindung den Berg hinauf von Innenstadt und Gonsenheim aus kommend gen Ober-Olm und ins Rheinhessische hinein, der Zwanzig-Morgen-Weg, hat gleich drei Abzweigungen in den Ortskern von Drais hinein. Eine erstaunliche Tatsache, ist »Draas« doch der kleinste der Mainzer-Stadtteile. Allerdings ist der 1969 eingemeindete Ortsteil auch nur aus dieser Richtung mit PKW oder Bus zugänglich. Direkt vom Lerchenberg aus kommt man nach Drais hinein nur zu Fuß, per Pedes oder mit dem Traktor – auf Wirtschaftswegen durch Felder und Obsthaine.

Das Dorf: Der dörfliche Charakter tritt insbesondere rund um die Pfarrkirche Maria Königin und den Alten Draiser Hof deutlich vor Augen. Hier residierten von 1670 bis 1773 die Jesuiten und errichteten auf dem Anwesen ein Wohnhaus mit schönem Staffelgiebel. Das heute noch erhaltene Haus beherbergt das Christophorus-Hospiz, direkt daneben befindet sich das Altenheim.

Enge bis sehr enge Gässchen, der Dorfplatz mit dem von Reinhold Petermann entworfenen »Lerchenbub«-Brunnen, schön restaurierte, stattliche Backstein-Höfe, die Traktoren, die mit Getöse durch die Gassen brettern, tun das ihrige, um dem »Dorf« alle Ehre zu machen. Dazu eine Reihe von offenen Hoftoren, die einladen, Obst und Gemüse direkt vom Erzeuger zu kaufen.

»sprudelnden Quellen« oder »unbebautes Land«?

Tritt man aus dem engen Dorfkern heraus, kann man sich leicht in den Straßen und Sträßchen der Neubaugebiete verlieren. Reihenhaus-Anlagen ringen mit Einzelhäusern um die Aufmerksamkeit der Betrachter (und künftiger Immobilienbesitzer). Selbst im Winter und vor grauem Himmel wirken diese Wohngebiete rundum grün, den Exoten unter den Anpflanzungen sei Dank.

Mainzern und Rheinhessen dürfte der Begriff »Draisine« geläufig sein. Die »Laufmaschine«, ein einspuriges, von Menschenkraft betriebenes Fahrzeug ohne Pedale, gilt als Urform des Fahrrads und wurde von Karl Freiherr von Drais erfunden. Allerdings ist jener 1785 in Karlsruhe geborene und dort 1845 verstorbene Erfinder nicht der Namensgeber für den Mainzer Stadtteil. Wahrscheinlich leitet sich Drais von dem gotischen »driusan« ab, ein Begriff für sprudelnde Quellen. Möglich ist auch die Ableitung vom althochdeutschen Begriff für unbebautes Land »Driesch«. Alt ist Drais auf jeden Fall. 1149 erstmals urkundlich erwähnt, fand 1999 die 850 -Jahrfeier statt.

| SoS

Textgrundlagen: www.drais.info
Wikipedia-Mainz-Drais
Wikipedia-Mainz-Drais2