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Mainzer Kopf

Faszination Himmelskörper

Wenn am 20. März 2015 ab 9.30 Uhr der Mond allmählich die Sonne verdunkelt, steht Dr. Bernhard Schröck mit Kollegen der AAG auf dem Gutenbergplatz bereit, um die partielle Sonnenfinsternis zu beobachten und zu erklären.


Dr. Bernhard Schröck

»Wenn man eine komplette Sonnenfinsternis an diesem Tag sehen will, muss man nach Spitzbergen reisen – allerdings dürfte dort das Wetter so schlecht sein, dass es wohl gar nichts zu sehen gibt«, sagt Bernhard Schröck.

Der zweite Vorsitzende der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz und Umgebung (AAG e.V.) hat seine erste partielle Sonnenfinsternis als Elfjähriger am 16. Februar 1961 gesehen. In seiner Heimat, in der Westpfalz nahe Kusel, die mit Ruß geschwärzten Gläser vor den Augen, sah Schröck wie der Mond allmählich die Sonne verdunkelte. Seither kann es der 64-Jährige nicht mehr lassen, die Bewegungen am Firmament zu beobachten und den Fragen nachzugehen, die sich aus den Beobachtungen ergeben.

Beobachtungsposten im Garten

Trotz seiner Begeisterung für das Himmelsgeschehen machte Schröck das Hobby nicht zum Beruf. Der gebürtige Mainzer studierte Medizin in Göttingen und arbeitete bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr im Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz.

»Es braucht nicht immer eine große Ausrüstung um sich am Himmel zurechtzufinden«, weiß Bernhard Schröck aus seinen jahrzehntelangen Beobachtungen: »Viele Bewegungen, nicht nur vom Mond, sind mit bloßen Augen zu sehen, die Veränderungen des Sternenhimmels im Laufe des Jahres und die Wanderung der Planeten vor dem Sternenhintergrund lassen sich gut beobachten und jetzt im Winter kann man schon mit bloßem Auge die unterschiedlichen Farben der Sterne erkennen.«

Der Hobby-Astronom vergleicht die Erkundung des Himmels mit dem Kennenlernen einer Stadt: »Wenn man fremd ist und keine Hilfsmittel wie einen Stadtplan benutzt, lernt man eine Stadt kennen, in dem man sich immer wieder die Straßen und die Gebäude anschaut, sich einprägt, was man wo sieht und sich so allmählich zu orientieren weiß. Genau so kann man das am Himmel machen.« Das braucht Zeit, möglichst wenig Wolken und einen Standort, der nicht so extrem vom Umgebungslicht erhellt wird.

Bernhard Schröck, der mit seiner Frau in Hochheim lebt, hat sich dort in seinem Garten einen »Beobachtungsposten« geschaffen um ohne oder mit Teleskop den Bewegungen der Himmelskörper folgen zu können. »Interessant sind auch gemeinschaftliche Beobachtungen, wenn wir z.B. an den AAG-Beobachtungsabenden zwei oder mehrere Teleskope aufbauen und durch jedes ein anderer Ausschnitt des Himmels herbeigeholt wird.« Seit 1990 ist Bernhard Schröck Mitglied der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Mainz und Umgebung, seit acht Jahren der 2. Vorsitzende. Sein umfangreiches Wissen gibt er regelmäßig in Vorträgen im Naturhistorischen Museum zum Besten, so am 8. März, wenn er den Sternenhimmel im Frühjahr erklärt.

Teleskope auf dem Gutenbergplatz

Am 20. März wird die AAG, vorausgesetzt das Wetter spielt mit, einen Beobachterposten auf dem Gutenbergplatz aufbauen. Die Sonnenfinsternis lässt sich zwar gut mit bloßen – aber unbedingt durch eine spezielle Brille geschützten – Augen beobachten, dennoch sind Bernhard Schröck und seine AAG-Kollegen mit zwei Teleskopen vor Ort, um Interessierten z.B. auch die Sonnenflecken zeigen zu können.

Einen Tag später werden Bernhard Schröck und Kollegen erneut Himmelskörper der Öffentlichkeit nahe bringen: Am 21. März, dem »Astronomie-Tag 2015« ist die Paul-Baumann- Sternwarte der AAG in Klein-Winternheim für alle geöffnet.

| SoS

www.astronomie-mainz.de