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Valentinstag

Das Fest der Liebenden

Am 7. Tag im 7. Monat des Mondkalenders feiern die Chinesen »Qixi« – das Fest des Hirtenjungen und des Webermädchens die sich, der Legende nach, nur an diesem einen Tag im Jahr auf einer Brücke sehen dürfen.


Valentinstag

Was den Menschen im Reich der Mitte ihr Qixi, ist uns – dank tatkräftiger Unterstützung der Blumen- und Schokoladenindustrie – der Valentinstag. Er hat allerdings noch nicht die allergrößte internationale Verbreitung gefunden – in Saudi Arabien steht er sogar auf dem Index. Während amerikanische Schülerinnen die Zahl der erhaltenen Valentinskarten genauestens registrieren und dabei hoffen, von keiner Freundin übertroffen zu werden, ist es bei uns der Tag der kleinen Präsente und des gemeinsamen Ausgehens.

Die Gastronomie zeigt sich gerüstet: So bietet das Atrium Hotel in Mainz Finthen unter dem Titel »Happy bis zum Happy End« ein 5-Gang-Candlelight-Dinner als Valentins-Menü an: Auf Wunsch mit Übernachtung zum Sonderpreis.

Valentin von Terni

Über die Wurzeln des Fests und den Namenspaten gibt es verschiedene Theorien: Der am häufigsten genannte Namen ist dabei der des italienischen Bischofs Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert gelebt hat und wegen seines Glaubens enthauptet wurde. Die von ihm gesegneten Ehen, so kann man den Bogen zum heutigen Fest spannen, sollen unter einem besonders guten Stern gestanden haben.

Zahlreiche Orte aus ganz Europa streiten sich darum, zumindest einige seiner Knochen im Reliquienschatz ihrer Kirchen zu haben. In unserer Nähe sind dies die Liebfrauenkirche in Worms und St. Valentinus in Kiedrich. Letztgenannte soll im 15. Jahrhundert einige Rippen aus dem Wormser Reliquiar erhalten haben.

Schokolade oder Jajangmyeon ?

Der Valentinsbrauch kam wahrscheinlich im 14. und 15. Jahrhundert in England auf. Seit viktorianischer Zeit sind hier auch die zum Teil üppig dekorierten Karten belegt. Die Auswanderer nahmen die Idee mit in die neue Welt und von hier aus verbreitete sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg schnell weiter.

Regional hat das Fest die unterschiedlichsten Ausprägungen: So verschenken die Japanerinnen, wenn möglich selbstgemachte, Schokolade an ihre Angebeteten und erwarten vier Wochen später, am »White Day«, die Erwiderung in weißer Schokolade. Dem setzt man in Südkorea noch eins drauf: Wer an den beiden Tagen nichts Süßes bekam, isst am 14. April (»Black Day«) Nudeln mit schwarzer Soße (Jajangmyeon). – Na, dann doch lieber Candlelight-Dinner!

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