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Handball

Handball: Dabei sein ist alles

Fünf Klubs aus der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar, mithin beinahe ein Drittel, stammen aus Rheinhessen. Das gibt Derbys fast im Wochentakt – und bislang auch eine Menge Misserfolgs-Erlebnisse.


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Arne Kokot vom SF Budenheim hebt ab.

Alle Mannschaften rangieren in der unteren Tabellenhälfte. Vor allem für die SG Saulheim, von dem ein oder anderen zu den Aufstiegskandidaten gezählt, bleibt hinter den Erwartungen zurück, der TV Bodenheim ziert gar sieglos das Tabellenende.

Das alles bleibt nicht ohne Konsequenzen. Anfang Dezember trennte sich die SG Saulheim von ihrem Chefcoach Markus Herberg. Der Ur-Nieder-Olmer, der zur »goldenen Generation« mit Roman Walch oder Sven Schnell gezählt wird, soll in der kommenden Saison beim TV Nieder-Olm das Zepter vom Michael Rink und Udo Henß übernehmen. Das Trainer-Duo betreute die Nieder-Olmer vor wenigen Jahren noch in der Dritten Liga, nun droht im schlimmsten Fall der Sturz in die Fünftklassigkeit.

Damit können sie in Bodenheim bereits planen: Kein einziger Punkt sprang für den 1848 gegründeten Turnverein in den 14 Oberliga-Spielen im Jahr 2014 heraus, das Selbstbewusstsein fehlt völlig. Zum dritten Mal droht daher unmittelbar nach dem Aufstieg der direkte Wieder-Abstieg aus der vierthöchsten Spielklasse.

Am besten standen zum Jahreswechsel noch die Sportfreunde Budenheim dar, die auf Rang neun von insgesamt 16 Teams überwinterten – und sich im letzten Pflichtspiel 2014 noch den Sieg im Rheinhessen-Pokal unter den Weihnachtsbaum legten, durch einen 37:36-Finalerfolg gegen Saulheim.

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Patrick Riedel vom TV Nieder-Olm zieht ab.

An Talenten fehlt es nicht

Allerdings hat der Wettbewerb stark an Reiz verloren, weil der Sieger anders als früher nicht mehr für den DHB-Pokal qualifiziert ist. Die große Bühne ist für die hiesigen Teams, so scheint es, aktuell ferner denn je. Und so brachte Klaus Kuhn unlängst erneut den Gedanken einer »SG Rheinhessen« ins Gespräch. Damit, so der Präsident des Handballverbandes Rheinhessen, könne die Region sich zumindest in der Dritten Liga etablieren. Zudem wären bessere Möglichkeiten da, die eigenen Talente in Rheinhessen zu halten.

Und an Talenten fehlt es ja nicht. So standen die A-Junioren der HSG Rhein-Nahe Bingen im Sommer auf dem Sprung zurück in die Bundesliga. Doch nachdem das missglückte, lief eine ganze Reihe wichtiger Spieler davon. Inzwischen ist die Mannschaft sogar aus der Oberliga abgemeldet worden. Besser läuft es für die verletzungsgeplagte Herren-Mannschaft, die im Klassenkampf zumindest noch im Rennen ist. Trainer Rainer Sommer, der inzwischen Markus Herberg in Saulheim nachgefolgt ist, hatte nach dem Saisonstart noch, wie es hieß, aus beruflichen Gründen das Handtuch geworfen. Sein Nachfolger in Bingen heißt Konrad Bansa, und wie schon in der Vorsaison, hofft man bei der HSG auf eine erfolgreiche Rückrunde.

Hoffen auf erfolgreiche Rückrunde

Auf die darf auch Rainer Sommer in Saulheim hoffen. Von einem »Aufbau- und Weiterentwicklungsjahr, in dem trotzdem oben mitgemischt werden soll« war vor der Saison die Rede. Nun gilt es lediglich, den »worst case« – den Abstieg – zu verhindern. Und mittelfristig zurückzufinden zu dem aggressiven Tempo-Handball, der die Saulheimer eigentlich zumindest an das Tor zur Dritten Liga führen sollte.

Übrigens, einmal gelang doch einem Rheinhessen der Sprung auf die große Bühne: Julius Werbers Treffer im Derby gegen den TV Nieder-Olm kam in die Endauswahl zum »Tor des Monats« im November. Zwar reichte es für den Saulheimer nicht zum Sieg, aber mittlerweile gilt in Rheinhessen ohnehin eher das Handball-Motto: Dabei sein ist alles.

| TS