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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosungen

Gewinnen Sie jeweils
2x 2 Eintrittskarten

für eine große Prunksitzung
des MCV oder MCC
am 17. Januar, 19.11 Uhr
in der Rheingoldhalle
oder 14. Februar, 18.11 Uhr
MCC-Sitzung MCV und MCC haben dem Stadtmagazin DER MAINZER jeweils 2x 2 Karten für eine ihrer großen Prunksitzungen zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie zwei dieser Karten gewinnen wollen, müssen Sie bis zum 10. Januar eine E-Mail mit ihrer Adresse und ihrer Wunschveranstaltung (»MCV« oder »MCC«) an verlosungen@dermainzer.net senden. Ausführlichere Informationen finden Sie
hier >>>

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Rheinhessen

Auf den Spuren der Literaten

DER MAINZER wird sich Rheinhessen in den nächsten Monaten literarisch nähern. Einige wohl bekannte Autorinnen und Autoren haben in dieser Region ihre Wurzeln. Zum Beispiel Elisabeth Langgässer.


Denkmal
© Doris Seibel-Tauscher

Alzey, die Stadt, in der Elisabeth Langgässer 1899 geboren wurde, erweist dem Andenken an die Schriftstellerin auf viererlei Art und Weise die Ehre: Seit 1973 trägt eine Straße ihren Namen, seit 1988 vergibt die Stadt alle drei Jahre den Elisabeth Langgässer-Literaturpreis, 1991 wurde das Gymnasium an der Frankenstraße nach ihr benannt, und die »Literaturbank« auf dem »Stadthallenplatz« zeigt ihr Konterfei in drei Lebensphasen.

In Alzey lebte die Familie Langgässer zehn Jahre in der Friedrichstr. 17, in der Nibelungenstr. 2 und der Römerstr. 17. 1905 wurde Elisabeth in die »Höhere Töchterschule« am Kronenplatz eingeschult. 1909, nach dem Tod des Vaters, zog sie mit Mutter und Bruder nach Darmstadt um, wo Elisabeth 1919 Abitur machte und zur Lehrerin ausgebildet wurde.

Ab 1920 begann sie zu unterrichten, 1924 erschien ihr erster Gedichtband »Der Wendekreis des Lammes«. 1928 musste sie ihre Schulstelle aufgeben, da sie schwanger und nicht verheiratet war. Nach der Geburt der Tochter Cordelia 1929 (deren Vater der jüdische Staatsrechtler Prof. Hermann Heller ist)zog sie zu Mutter und Bruder nach Berlin um, wo sie als Dozentin an einem sozialpädagogischen Seminar arbeitete.

1931 erhielt sie den Literaturpreis des Deutschen Staatsbürgerinnenverbandes, 1935 heiratet sie und gebiert bis 1942 drei Töchter. Versuche, Cordelia, die als »Volljüdin« gilt, vor dem KZ zu bewahren, misslingen; 1944 wird diese über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert - und überlebt. Ab 1942 beginnen Erkrankungsschübe der multiplen Sklerose, 1950 stirbt Elisabeth Langgässer in Karlsruhe. In ihrem Todesjahr 1950 wurde ihr postum der Georg-Büchner-Preis verliehen.

Auszug aus dem Werk von Elisabeth Langgässer

Der Wendekreis des Lammes (Lyrik), 1924
Proserpina (Erzählung), 1932
Die Tierkreisgedichte (Lyrik), 1935
Der Gang durch das Ried (Roman), 1936
Rettung am Rhein. Drei Schicksalsläufe, 1938
Das unauslöschliche Siegel (Roman), Der Laubmann und die Rose (Lyrik), 1947
Der Torso (Kurzgeschichten), 1947
Labyrinth (Kurzgeschichten), 1949
Märkische Argonautenfahrt (Roman), 1950 (posthum fertiggestellt)

| SoS

Textgrundlagen:
www.literarisch-reisen-rlp.de
www.alzey.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Alzey