Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosungen

Gewinnen Sie jeweils
2x 2 Eintrittskarten

für eine große Prunksitzung
des MCV oder MCC
am 17. Januar, 19.11 Uhr
in der Rheingoldhalle
oder 14. Februar, 18.11 Uhr

im Kurfürstlichen Schloss
MCC-Sitzung MCV und MCC haben dem Stadtmagazin DER MAINZER jeweils 2x 2 Karten für eine ihrer großen Prunksitzungen zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie zwei dieser Karten gewinnen wollen, müssen Sie bis zum 10. Januar eine E-Mail mit ihrer Adresse und ihrer Wunschveranstaltung (»MCV« oder »MCC«) an verlosungen@dermainzer.net senden. Ausführlichere Informationen finden Sie
hier >>>

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Mainzer Kopf

»Ich bin kein laut-Sprecher«

Trägt er keine Uniform, müssen die meisten Mainzer wohl genau hinschauen, um den Generalfeldmarschall der Ranzengarde auf Anhieb zu erkennen. Am 1.1.2015 startet Thomas Thelen in seine dritte Kampagne als »GFM« der ältesten Mainzer Garde.


Thelen

Der augenfälligste Unterschied zwischen Thomas Thelen und seinem Vorgänger als Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde ist der »Ranzen«. Thelen ist rank und schlank, was aber für Ranzengardisten in dieser Position eher die Regel, denn die Ausnahme bedeutet, stellt er klar: »Die Vorgabe, sechs Fuß Leibesumfang, war damals als Persiflage auf die ‚langen Kerls der Preußenkönige‘ ins Stammbuch der Ranzengarde geschrieben, dann aber schon in den 1840er Jahren wieder gestrichen worden.« Seit den 1960er Jahren sei außerdem Johannes Gerster der einzige wohlbeleibte Vertreter in diesem Amt gewesen.

Annäherungen an die Fastnacht

Thomas Thelen ist Mainzer, Unternehmer und Fastnachter von der Pike auf. Nach dem Abitur im Theresianum 1982 folgte der Grundwehrdienst bei der Bundeswehr, eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann und ein paar Semester BWL. In dieser Zeit reifte der Entschluss, dem älteren Bruder Klemens im Familienunternehmen an die Seite zu treten. 1990 war es soweit. Seit 25 Jahren tragen die Brüder gemeinsame Verantwortung für das von Opa Hubert 1950 gegründete und von Vater Friedrich erweiterte Unternehmen. 2014 wechselte »Thelen GmbH & CO KG Mineralölvertrieb« seinen Standort und zog vom Mainzer Zollhafen nach Gustavsburg um. Die Freude, sein eigener Herr zu sein, habe ihm Vater Friedrich vorgelebt, dazu die Gewissheit, dass unternehmerische Verantwortung keine Bürde, sondern eine Herausforderung darstellt, begründet der 51-Jährige, warum er immer noch gerne Unternehmer ist.

Von Haus aus ist Thomas Thelen mit dem Fastnachts-Virus infiziert. Vater Friedrich war jahrzehntelang im Vorstand der Mainzer Ranzengarde und gehörte zu den Initiatoren des Ehrenoffizierscorps, drängte aber keinen seiner Söhne zum Mittun. So machte Thomas Thelen seine ersten Erfahrungen in der 6./7. Klasse bei schulischen Fastnachtssitzungen, wirkte später als Scheierborzeler bei Eröffnungs- und Zwischenspielen der Ranzengarde-Sitzungen mit. 1978 waren die Brüder Thelen erstmals »probehalber« als Ranzengardisten an den Fastnachtstagen unterwegs – in einer geliehenen Uniform. Am 1.1.1979 traten beide in die Ranzengarde ein. Klemens Thelen wurde 1988 Mainzer Karnevalsprinz, Thomas Thelen löste 1989 Erich Müller als Ranzengarde- Protokoller ab und stand als solcher 20 Jahre in der Bütt. 2009 zog er sich aus der vordersten Front zurück um dann 2013 die Nachfolge von Johannes Gerster zu übernehmen. Seither regiert der närrische Oberbefehlshaber die »Mutter aller Mainzer Garden« auf seine Weise: nicht ganz so laut, dafür überzeugend und am Konsens orientiert.

Volles Programm

Abschalten und neue Ideen einsammeln kann Thomas Thelen prima mit seinen Kindern (drei Jungs) bei Sportveranstaltungen oder bei Ausflügen. Mit seiner Lebensgefährtin Birgit unternimmt er gerne Städtereisen, außerdem ist er begeisterter Tennisspieler. Zweimal die Woche sei ein Muss. Was der GFM sogar während der Kampagne anstrebt, was aber, wie er zugibt, nicht immer gelingt. Da stehen ja nicht nur die allseits beachteten Auftritte bei Sitzungen und Empfängen auf dem Terminkalender, da sind z.B. auch einmal Senioren im Bruder-Konrad-Stift mit der wichtigsten Segnung der Fastnacht zu beglücken: Lachen! Was dem »GFM« nicht schwer fällt. Erzählt er Anekdoten aus seinem Fastnachts-Dasein, zeigt sich die Begeisterung für Humor und Schabernack schon am spitzbübischen Zug um die Mundwinkel.

| SoS