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Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosungen

Gewinnen Sie jeweils
2x 2 Eintrittskarten

für eine große Prunksitzung
des MCV oder MCC
am 17. Januar, 19.11 Uhr
in der Rheingoldhalle
oder 14. Februar, 18.11 Uhr
MCC-Sitzung MCV und MCC haben dem Stadtmagazin DER MAINZER jeweils 2x 2 Karten für eine ihrer großen Prunksitzungen zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie zwei dieser Karten gewinnen wollen, müssen Sie bis zum 10. Januar eine E-Mail mit ihrer Adresse und ihrer Wunschveranstaltung (»MCV« oder »MCC«) an verlosungen@dermainzer.net senden. Ausführlichere Informationen finden Sie
hier >>>

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LESERBRIEF

Ein Erfolg für die Winzerausbildung

Mehr als 90 Prozent der im neuen Mainzer Restaurant- und Weinführer genannten Winzer durchliefen die Weinbauschule in Oppenheim


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Otto Schätzel
Sehr geehrter Herr Horn,

wieder einmal bin ich begeistert von Ihrem aktuellen »Der Mainzer Restaurant- und Weinführer 2015«.

Beim ersten Durchblättern und meinem bescheidenen Überblick über die Region kann ich nur zustimmen. Ich bin froh, dass es diesen Restaurant- und Weinführer für Rheinhessen gibt.

Es hat der Region gut getan und tut ihr weiterhin gut.

Ich teile auch Ihre Einschätzungen und Argumente in Ihrem Leitartikel. Bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung sind es aber nicht die »Universitäten und Fachhochschulen«, die die genannten Winzer qualifiziert haben, sondern es sind die ganz »normalen« Weinbauschulen im Lande Rheinland-Pfalz. Heute sind es die Dienstleistungszentren für den Ländlichen Raum (DLR). Eines davon leite ich seit nunmehr 14 Jahren in Oppenheim.

Nach genauer Recherche haben mehr als 90 Prozent der genannten Winzer unsere Schule in Oppenheim durchlaufen, später den Weinbautechniker am DLR in Bad Kreuznach oder den Winzermeister in Oppenheim draufgesetzt. Nur ganz wenige ca. 10 Prozent haben eine akademische Ausbildung!

Diese Feststellung soll keine Kritik sein, nur eine Richtigstellung. Es ist nach wie vor so, dass über 90 Prozent der gesamten praktischen Weinwirtschaft d.h. Familienbetriebe von Praktikern und nicht von Akademikern geleitet wird. Das ist auch gut so, denn der Winzerberuf wird nach wie vor von praktischen und emotionalen Handlungsweisen bestimmt.

Der Erfolg der deutschen Winzerausbildung ist das praktizierte duale System. Die Lehrer unserer Weinbauschulen stehen mit nur einem Drittel im Unterricht, mit einem Drittel im Versuchswesen und sind zu einem Drittel in der praktischen Beratung, sowie in der Weiterbildung tätig.

Um dieses System beneidet uns die ganze Weinwelt, weil Universitäten und Fachhochschulen nach wie vor Defizite in der praktischen Ausbildung haben.

Diese Hinweise sollen zum besseren Verständnis dienen und keine Kritik sein.

Mit allen guten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Otto Schätzel
- Stellvertretender Dienststellenleiter -
- Abteilungsleiter Weinbau, Oenologie und Weinmarkt -
- Schulleiter -