Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2x
2 Eintrittskarten

für die Magie-Show der
Ehrlich Brothers
am 27.12.2014, 20 Uhr
in der Phönix-Halle Mainz

Ehrlich Brothers Selbst in der Fachwelt wird über die Geheimnisse der Zauberbrüder gerätselt und mit Begeisterung zur Kenntnis genommen, dass Andreas und Chris Ehrlich die Zauberkunst in ein neues Zeitalter geführt haben.

Mehr Informationen zu dieser und einer weiteren Verlo­sung ("Nussknacker on Ice" in der Rheingoldhalle) finden Sie hier >>>

Werbung

Mainzer Staatstheater

spielart

Zum letzten Mal: La Traviata

Zur »schönsten Oper aller Zeiten« gewählt.

La Traviata
Foto: Martina Pipprich

Zur Wahl der »schönsten Oper aller Zeiten« hatten 2009 3sat und der ZDF-Theaterkanal aufgerufen: Über mehrere Monate wurden Inszenierungen im TV gezeigt, das Publikum durfte abstimmen und am Ende wurde in einer großen Gala in Berlin der Sieger verkündet.

Für die meisten stand das Ergebnis schon vorab fest: »Die Zauberflöte« - schließlich führt die Mozart-Oper seit Jahren die Aufführungs- und Zuschauerzahlstatistiken an. Umso überraschender war dann das Ergebnis der Publikums-Wahl: Giuseppe Verdis »La Traviata« wurde gekürt!

Eine Oper, die bei der Uraufführung 1852 beim Publikum gnadenlos durchfiel: Einerseits weil Verdi einen zeitgenössischen Stoff gewählt hatte - Alexandre Dumas fils' Gesellschaftsportrait der Pariser demi-monde »Die Kameliendame« nämlich - andererseits weil der Komponist seine Hauptfigur in all ihren Schattierungen gnadenlos ausleuchtet. Die Geschichte Violetta Valérys ist bei Verdi ein Drama von gesellschaftlichen Konventionen und individueller Selbstverwirklichung.

Regisseurin Vera Nemirova folgt in ihrer Mainzer Inszenierung der Intention des Komponisten und erzählt »La Traviata« konsequent als Künstlertragödie: Die Prostituierte Violetta bildet das Zentrum einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft - sie braucht den Zuspruch des Publikums und hasst ihn ebenso.

Gemeinsam mit dem jungen Alfredo Germont flieht sie aus dem feierwütigen Paris in die ländliche Idylle. Eine Kulisse, ein Wunschtraum, der nicht lange halten wird. Denn Alfredos Vater, quasi das gesellschaftliche Gewissen, macht Violetta klar, dass ihre Liebe keine Chance hat.

Ohne sentimental zu werden, erzählt Nemirova in klaren und emotionalen Bildern den Leidensweg der Violetta. Ensemblemitglied Vida Mikneviciute zeichnet das Portrait einer selbstbestimmten Frau, die konsequent ihre Entscheidungen trifft.

Im Dezember steht die gefeierte Inszenierung zum letzten Mal auf dem Spielplan.

»La Traviata« von Giuseppe Verdi

Am 2., 13. und 26. Dezember im Großen Haus



Das Tanzstück »Plafona Now«

Ein berauschender Trip

Tanzstück Plafona
Foto: Andreas Etter

Da sind Superlative erlaubt - mit Sharon Eyal ist einer der Superstars der Tanzszene zu Gast in Mainz. Die ehemalige Vorzeigetänzerin der berühmten Batsheva Dance Company aus Israel hat sich mittlerweile auch als Choreografin weltweit einen klingenden Namen gemacht. Umso bemerkenswerter, dass sie nun mit dem neuen Ensemble tanzmainz am Staatstheater arbeiten wird.

»Plafona Now« ist die Weiterentwicklung der 2012 für den FAUST-Preis nominierten Produktion »Plafona«. Mit Tanzdirektor Honne Dohrmann verbindet Eyal eine so gute Arbeitsbeziehung, dass die Choreografin nun zumindest ein bisschen das tun kann, wovon sie nach eigener Aussage träumt - lebenslang ein Werk weiter zu entwickeln, unentwegt daran zu feilen und zu schleifen, denn bereits zum vierten Mal arbeitet sie an »Plafona«.

Perfektion ist vielleicht der Begriff, der die Arbeitsweise von Sharon Eyal am besten beschreibt: Sie verlangt den Akteuren auf der Bühne alles ab, jeder Takt des Stückes ist durchgezählt und choreografiert, bei ihr tanzen auch die Finger, Augen und Zungen.

Für »Plafona Now« werden Eyal und ihr Partner Gai Behar Lichtdesign und Soundtrack stark überarbeiten und die Choreografie ordentlich straffen. Vor allem aber wird Eyal fünf hochsensible Soli einarbeiten, die sie 2011 als Hauschoreografin für die Batsheva Dance Company entwarf.

13 Tänzer werden abtauchen in eine futuristische Welt zwischen Ballett und Techno. An einem Tanzabend, der auch das Leitmotiv der Spielzeit - die Frage nach Freiheit und Autonomie - widerspiegelt, wenn er von der Suche nach dem Platz des Einzelnen in der Masse erzählt. In einem berauschenden Trip, für die Tänzer und das Publikum.

»Plafona Now« von Sharon Eyal und Gai Behar

Premiere: 20. Dezember um 19.30 Uhr im Kleinen Haus

Weitere Vorstellungen: 5., 8., 14., 15., 16., 21. und 24. Januar



»Arsen und Spitzenhäubchen«

Paradestück schwarzen Humors

Arsen und Spitzenhäubchen
Foto: Andreas Etter

Sind sie nicht reizend? Aufopferungsvoll kümmern sie sich um ihre drei Neffen, gelten vor Staat und Kirche als zwei absolut rechtschaffene und liebenswürdige alte Damen, von jedem geachtet: Abby und Martha Brewster.

Ihr selbstgemachter Holunderwein ist so beliebt wie sie selbst. Und ohne jedes Schuldgefühl befördern sie - aus reiner Hilfsbereitschaft - ein Dutzend Männer ins Jenseits.

Man muss sie einfach gern haben, die beiden Schwestern. Ohne eigenes Wissen unterstützt sie ihr leicht verwirrter Neffe Teddy (Armin Dillenberger), der im Keller den Panamakanal gräbt und freundlicherweise damit ganz nebenbei die Leichen beseitigt. So geht alles seinen beschaulichen Gang.

Turbulent wird es in der Villa Brewster erst, als zunächst Neffe Nr. 2 Mortimer (Rüdiger Hauffe) zu Besuch und hinter ihr Geheimnis kommt - und dann auch noch Neffe Nr. 3 Jonathan (Lorenz Klee) mit einer eigenen Leiche auftaucht.

Joseph Kesselrings Komödie »Arsen und Spitzenhäubchen« gilt zu Recht als Paradestück schwarzen Humors. 1941 feierte sie am Broadway in New York Premiere - es war der Beginn eines Welterfolgs, nicht zuletzt wegen der berühmten Verfilmung mit Cary Grant.

Oft als seichte Unterhaltung abgetan, ist das Stück auf den zweiten Blick abgründiger als man meint, lauert hinter der skurrilen Kriminalkomödie doch der morbide Witz einer ach so moralischen bürgerlichen Gesellschaft.

Im Staatstheater Mainz spielen Monika Dortschy und Andrea Quirbach (beide seit 1996 feste Ensemblemitglieder des Theaters) die zwei liebenswerten männermordenden Schwestern, aktuell ist Monika Dortschy zudem in »Schinderhannes« und Andrea Quirbach in »The Fairy Queen« zu sehen.

»Arsen und Spitzenhäubchen« von Joseph Kesselring

Premiere: 6. Dezember um 19.30 Uhr im Großen Haus

Weitere Vorstellungen: 8., 10., 11., 23., 28., 31.12 (mit Silvesterparty im Anschluss) sowie 9.,10. und 30. Januar