Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 2x
2 Eintrittskarten

für das Konzert von
Billy Crash & Freakers Ball
am 6.12.2014 ab 20 Uhr
in der Burgscheune Stadecken

Billy Crash »Mer waate uff de Niggelos«, betitelt Billy Crash seinen diesjährigen »Woinachts­blues«. Eingeladen hat er auch Hildegard Bachmann, die liest Weihnachtliches uff Rhoihessisch.

Für das Konzert & Lesung am 6.12. in der Burgscheune Stadecken verlost DER MAINZER 2x 2 Karten!

Teilnahmeschluss:
25. November 2014

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Rheinhessen Museum Horrweiler

Vom Leben im Dorf – nicht nur Anno dazumal

Klein die Gemeinde, groß das Engagement: Im Horrweiler Weindorf-Museum lässt sich durch das dörfliche Leben und die Geschichte des Weinbaus streifen, alte Hausmittel und moderne Textilkunst kennenlernen.


Horrweiler Weindorf-Museum

Mit knapp 700 Einwohnern zählt die Gemeinde Horrweiler, gelegen in der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen im Landkreis Mainz-Bingen, zu den kleineren Gemeinden in Rheinhessen. Aber die engagierten Bürger setzten ihren Wunsch durch, in einem eigenen Museum die Geschichte, insbesondere die Alltagschichte der Bewohner anschaulich und nachvollziehbar dokumentieren zu können.

Eingebettet in Weinberge liegt das Dorf verkehrsgünstig an den nordwestlichen Ausläufern des rheinhessischen Hügellandes. Gut erreichbar über die BAB 60 und 61 und mit der Bahn über den Haltepunkt Gensingen-Horrweiler.

Horrweiler Weindorf-Museum Erste Bestrebungen, ein Museum einzurichten, gab es bereits in den Nachkriegsjahren des letzten Jahrhunderts. Der Horrweiler Bürger Otto W. Schmitt trug einen Grundstock von Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag zusammen. 1990 erwarb die Gemeinde, Dank Fördermitteln, ein ehemaliges Kelterhaus, baute es zum Museum um, das 1992 eingeweiht wurde.

Betreut und betrieben wird das Horrweiler Weindorf-Museum von Mitgliedern des Vereins Horrweiler Heimatfreunde e.V. Die hochmotivierten Ehrenamtler um den Vorsitzenden Rüdiger Menges wollen in der Dauer- und mit Sonderausstellungen Themen regionaler Heimat- und Dorfgeschichte erlebbar gestalten und beteiligen sich mit Veranstaltungen am dörflichen Leben.

Im Eingangsbereich des Museums wird der Wandel von der gemischten Landwirtschaft zur reinen Weinbaugemeinde mit Werkzeugen und Geräten thematisiert. Ein attraktiver Blickfang ist die aus dem Ende des 18. Jahrhunderts stammende Turmuhr des Horrweiler Kirchturms, deren voll funktionsfähiges Werk noch unüberhörbar die Stunde schlägt.

Horrweiler Weindorf-Museum Der Gewölbekeller ist der Kellerwirtschaft vorbehalten, hier werden alle Arbeitsgänge vom Traubenmost zum Wein, vom Fass bis zur verkaufsfertig etikettierten Weinflasche dargestellt. Deutlich wird der Übergang von der reinen Handarbeit zur arbeitssparenden Technik im Weinkeller.

Auf dem Weg ins Obergeschoss ist im Treppenhaus u.a. eine Fotodokumentation über den Wandel des Horrweiler Ortsbildes mit Abbildungen der schönsten Fachwerkhäuser zu sehen. Oben angekommen zeigt sich dörfliches Leben in vielen Aspekten: die bäuerliche Küche, die »Gudd Stubb«, dörfliches Handwerk mit Werkzeugen der Küfer, Schreiner, Bäcker und Schuster und ein komplett eingerichtetes Klassenzimmer aus der ehemaligen Dorfschule mit Jahrgangsfotos ab 1896.

Husten und Liebeskummer

Horrweiler Weindorf-Museum

In der aktuellen Sonderausstellung Textilkunst zeigen Christel Pietschmann, Martina Wicht und Birgit Scholz-Baxter ihre farbenfrohen Werke aus Stoff. Die zweite Sonderausstellung »Von Arnika bis Zwiebel – alte Hausmittel für Gesundheit und Haushalt« weckt Erinnerungen an die »Rezepte« der Altvorderen: »Ob Husten, Halsweh oder Liebeskummer – nicht verzagen, sondern Oma fragen«, wird die Ausstellung angekündigt.

Erläutert und dargestellt werden altbewährte Hausmittel und ihre Anwendung gegen vielerlei Beschwerden, welches Küchenkraut gegen Erkältung und gegen Lärm hilft, welches Mittel auf keinem Schiff der britischen Marine fehlen durfte. Selbst ausprobiert werden kann, wie man hartnäckigen Flecken ganz ohne Chemie zu Leibe rückt.

| SoS

Quelle: Webseite des Museums

Im November ist das Weindorf-Museum geöffnet am:
1., 16. und 30., jeweils von 14.30-17 Uhr
www.weindorfmuseum.de
Leben im DOrf