Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
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STADTSCHREIBER DES MAINZERS

Ehrbare Kaufleute: Wie viele gibt es in Mainz?


Seit den Buddenbrooks weiß ich, dass es einen schönen alten deutschen Begriff gibt, den des ehrbaren Kaufmanns.

Der Kaufmann Johann Buddenbrook war, so beschreibt uns das Thomas Mann, nicht nur ein guter Geschäftsmann, ein fairer Verhandlungspartner und sozialer Arbeitgeber, sondern auch eine Stütze der Gesellschaft.

Das Bewusstsein des ehrbaren Kaufmanns gegenüber der Gesellschaft beschreiben unsere Freunde von Wikipedia wie folgt (Auszug):

Feder

»Der Ehrbare Kaufmann weiß, dass die Gesellschaft, in der er sein Unternehmen führt, ausschlaggebend ist für den Unternehmenserfolg. Hier haben seine Angestellten ihre Grundbildung erhalten. Die öffentlich finanzierte Infrastruktur ermöglicht den Gütertransport und das politische System sichert die Eigentumsrechte. Das Verhältnis zur Gemeinde, in der sich das Unternehmen befindet, stärkt er, weil er ihr seine qualifizierten Mitarbeiter zu verdanken hat. Der Ruf des Unternehmens in der Gemeinde hat ebenfalls Auswirkungen auf die Motivation seiner Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens. Die Öffentlichkeit ist bedeutsam, weil er über sie seine Interessen bekunden und über seine gesellschaftlich bedeutsame Rolle aufklären kann. Das politische System ist zwar kein Tagesthema, aber ohne die Soziale Marktwirtschaft wäre das Unternehmen gar nicht möglich.«

Warum ich das schreibe? Ich habe mal darüber nachgedacht, wie viele Unternehmen es in Mainz gibt, die sich zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber der Stadt und damit den Bürgern sichtbar bekennen.

Da ist mir als erstes die Firma Schott eingefallen, die hätten meiner Auffassung nach für ihr bürgerschaftliches Engagement einen Stadtorden verdient. Wer noch? Die städtischen Betriebe sollte man nicht nennen, die sind quasi kraft Satzung verpflichtet. Dann fallen mir noch zahlreiche Handwerksbetriebe und Einzelhändler ein. Da ich ganz spontan keine weiteren Unternehmen nennen kann, habe ich dem neuen IHK-Hauptgeschäftsführer, Herrn Jertz, einen Vorschlag zu machen:

Die IHK sollte eine »Versammlung der ehrbaren Kaufleute zu Mainz« gründen, da werden alle Betriebe Mitglied, die sich den Werten des Ehrbaren Kaufmanns verpflichtet fühlen. Da bekommen wir doch eine Menge Kaufleute zusammen, oder?

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