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Sport

Frisches Blut und attraktiver Basketball

Nach dem größten personellen Umbruch seit Jahren haben die Zweitliga-Basketballerinnen des ASC Theresianum Mainz in dieser Saison vor allem ein Ziel: sich weiterentwickeln und dabei ihr Publikum begeistern.


Amina Pinjic

Aus einem Problem kann auch eine Chance werden – je nachdem, was man daraus macht. Dass Alexander Schoch nach der vergangenen Saison nur drei Spielerinnen erhalten bleiben würden, vermochte sich der Trainer der Zweitliga-Basketballerinnen des ASC Theresianum Mainz so lange Zeit nicht vorzustellen. »Das war eher ein schleichender Prozess«, blickt Schoch zurück. »Fast jede Spielerin hat sich scheibchenweise verabschiedet.«

Unter anderem schafften Sunniva Ferri (Saarlouis) und Gergana Georgieva (Nördlingen) den Sprung in die Bundesliga. »Das ist für unseren Standort natürlich eine sehr große Auszeichnung«, freut sich Schoch. »Wir machen hier eine gute Arbeit und diese Wechsel sprechen für sich. Deshalb werde ich die Entwicklungen von Gerri und Sunni mit großem Interesse verfolgen.«

Schwierige Voraussetzungen

Gleichzeitig musste der Trainer vor dieser Saison um die drei verbliebenen Mohikanerinnen Maria Neufurth, Lilian Koch und Gaby Jandova ein ganz neues Team basteln. Mit bescheidenen finanziellen Mitteln. Denn nach dem Absprung des Hauptsponsors zum Ende der vergangenen Runde gab es für die ASC-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Morten Babakhani einige finanzielle Baustellen. Schwierige Voraussetzungen, um einen Kader zusammenzustellen, der in der Zweiten Bundesliga mit der finanzstarken Konkurrenz mithalten kann.

Guter Dinge für gute Saison

Treppenlauf

Schochs Rezept: Begeisterung für die Aufgabe und Identifikation mit dem Verein. »Wir haben Spielerinnen für uns gewinnen können, weil sie Lust auf die Herausforderung hier hatten und der ASC als Verein für sie reizvoll ist. Mit dieser Einstellung ließen Schoch sowie das Trio Neufurth, Koch, Jandova ihre Beziehungen spielen – erfolgreich. Denn die Neuzugänge haben sich bisher nicht nur gut integriert, sondern auch einen neuen Geist ins Team gebracht. »Sie müssen sich natürlich noch an das Umfeld gewöhnen, aber in einer Mannschaft mit unverbrauchten Spielerinnen und mit einem neuen Gesicht stecken auch eine Menge Chancen«, ist Schoch guter Dinge, dass der ASC eine gute Saison spielen wird.

Mit Karolina Jandova, Christiane Fischer, Lauren Mortier, Renata Petricevic, Katharina Feil sowie Rückkehrerin Janina Aue und einer Reihe junger Talente will Schoch einen attraktiven Basketball spielen lassen. »Die Zuschauer sollen Spaß haben, wenn sie zu uns in die Halle kommen«, betont er. Ein für die Medien stets dankbares, weil messbares Saisonziel lässt sich der Trainer jedoch nicht entlocken. »Wir wollen uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln und starke Leistungen zeigen. Der Rest kommt dann von alleine.«

Finanzstarke Konkurrenz

Für die Play-offs qualifizierte sich der ASC das letzte Mal 2010. Seither verpasste der Verein die Finalrunde mal knapper und mal deutlicher. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Konkurrenz in der Zweiten Liga immer finanzstärker geworden ist. Dort mitzuhalten – oder sogar um die vorderen Plätze zu kämpfen, wird für den ASC immer schwieriger. Das weiß auch Alexander Schoch und backt deshalb erst einmal kleinere Brötchen. Fürs Erste ist ihm der personelle Umbruch gelungen und er hat bewiesen, dass aus einem Problem auch eine Chance werden kann. Ob das so bleibt, wird diese Saison zeigen.

| DR

www.asc-theresianum.de
www.dbbl.de

Die Bilder zeigen die Spielerin Amina Pinjic und einen Treppenlauf des Teams in der Vorbereitung auf diese Saison.
Fotos: Norbert Kleinert