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Ausdauerleistungsverein

Ein unbezahlbares Gefühl

Schwimmen, Radfahren, Laufen – der Triathlon Sport ist anstrengend und trainingsintensiv. Der Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz bietet den Mehrkampf für Jedermann an und zeigt, dass nicht nur Topathleten den eigenen Schweinehund überwinden können.


Rika Bettzieche
Rika Bettzieche

Es ist dieser eine Moment. Dieses eine Gefühl, das für den Aufwand, die Anstrengungen und die Überwindungen entschädigt. Vielfach. Wenn Nikolas Bayer auf die letzten Meter einbiegt und die Ziellinie vor Augen hat, dann werden die müden Muskeln und der erschöpfte Geist von den Glückshormonen nur so überschüttet. »Das ist das Erlebnis Triathlon«, erzählt er mit einem Lächeln. »Sich überwunden und etwas geschafft zu haben, ist unbezahlbar.« Und jenes Gefühl, jenes Verlangen nach diesem Erlebnis ist es, das Nikolas Bayer und seine Kollegen vom Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz ins Training treibt.

»Sind nicht die Topathleten«

Der Triathlon-Sport hat in der Öffentlichkeit ab und an einen schweren Stand. Der Eindruck, die Kombination der drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen sei nur etwas für harte Hunde und nicht etwa für den durchschnittlichen Hobby-Sportler, ist weit verbreitet.

Dominik Sonndag
Dominik Sonndag

Dominik Sonndag und sein Team sind bei der Gründung des ALV Mainz im Jahr 2006 angetreten, um genau diesen Eindruck zu widerlegen. »Jeder, der fünf Kilometer am Stück laufen kann, kein Schwimmanfänger ist und ein Fahrrad hat, kann bei uns mitmachen«, schildert Sonndag. »Wir sind nicht alles Topathleten vor denen man Angst haben muss.« Deshalb sind alle interessierten Sportlerinnen und Sportler eingeladen, beim ALV einzusteigen. Rund 100 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile.

Spaß an der Leistung

Sechs verschiedene Trainingsangebote bietet der ALV seinen Mitgliedern an. Schwimmen, Radfahren und Laufen will ja schließlich trainiert werden. Weil Einzeldisziplinen im Training mitunter ziemlich langweilig sein können, haben sich Sonndag und Co. Konzepte ausgedacht, um gemeinsam zu schwitzen. »Unsere Definition von Leistung besteht darin, dass jeder Spaß haben soll, Leistung zu bringen«, betont der ALV-Präsident.

Training in den Alltag einbauen

Keine Frage, Triathlon ist trainingsintensiver als andere Sportarten, schon aufgrund der drei Disziplinen. »Man muss es ein bisschen in seinen Alltag einbauen«, sagt Jugendkoordinator Bayer. Da wird der Radweg zur Arbeit schon zur ersten Trainingseinheit. Übertreiben müsse man es aber auch nicht – je nach sportlicher Ambition. Während die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) auch noch halbwegs durchtrainierte Sportler schaffen, geht es auf der Mitteldistanz (zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen) schon eher zur Sache. Der Ironman über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren mit einem abschließenden Marathon ist dann etwas für echte Eisenmänner.

Schwimmen

»Das Spannende am Triathlon ist die Abwechslung«, schildert Sonndag. »Bei drei Disziplinen wird es nie langweilig.«

Und genau das will der ALV Mainz künftig auch Jugendlichen vor Augen führen und sie für den Sport begeistern. Eine Schulkooperation mit der IGS Bretzenheim, die erste Kooperation zwischen Schule und Triathlon-Verein überhaupt, startet bald. »Wir wollen die Kinder vielfältig bewegen«, erklärt Bayer, der das Projekt betreut. Auf diese Weise wollen die ALVler auf Sicht eine eigene Jugendabteilung aufbauen und für den eigenen Nachwuchs sorgen. Denn auch die jungen Athleten sollen schon in den Genuss kommen, diesen einen Moment zu erleben. Diesen Moment, in dem die Glückgefühle den eigenen Körper überfluten.

| DR

www.alvmainz.de
www.dtu-info.de