Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 3x
2 Eintrittskarten

für das Konzert von
Gregor Meyle
am 30.8.2014 ab 19 Uhr
im Mainzer Volkspark

Gregor Meyle Gregor Meyle - der Musiker, der gerne in Clubs tourt und nah bei seinem Publikum spielt, hat sein viertes Studio-Album "New York - Stintino" im Gepäck und damit "Songs über Momente, die man nie vergisst."

DER MAINZER verlost
3x 2 Karten für das Open Air mit Gregor Meyle am 30. August 2014 um 19 Uhr
im Mainzer Volkspark.

Teilnahmeschluss:
15. August 2014.

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Spitzfindig

Abheben vom Einheitsbrei

Es muss nicht immer gleich ein besonderes Einkaufserlebnis a la Urban Fashion-Modeherbst am 21. September sein, um Mainz als Einkaufsstadt genießen zu können.


leerstand Der ganz normale Stadtbummel reicht, sich den Charme und die Vielseitigkeit vor Augen zu führen. Wobei insbesondere die Altstadt aufgrund der kleinräumigen Ladenstruktur aus dem Rahmen fällt.

Aber auch in anderen Einkaufsquartieren sind Geschäfte zu finden, die sich vom Filialisten-Einheitsbrei abheben − nur werden es immer weniger.

Samen Kämpf, Lichthaus Lerch, Sport Kapp, der Standort Ludwigsstraße von Radio Bauer (Foto oben) − es sind nicht die kleinsten der ansässigen Einzelhändler, die in jüngster Zeit aufgehört haben. Seit Jahren schließen alteingesessene Fachhandelsgeschäfte. Ein Prozess, der schleichend die Handelsstruktur der Innenstadt wie der Stadtteile verändert und zu unschönen Leerständen führt.

Folgt dem Auszug inhabergeführter Einzelhandelsgeschäfte der Einzug von Filialisten, verändern sich Erscheinungsbild und Warenangebot. Deren Logo und Markenname sind mindestens deutschlandweit bekannt, Ladenaufmachung und Waren finden sich nahezu identisch auch in anderen Städten.

So erodiert das unverwechselbare Flair der Mainzer Einkaufsstadt. Und die Basis derjenigen, die sich persönlich engagieren und eigene Gelder einsetzen, um die besonderen Mainzer Einkaufsattraktionen zu stemmen, wird dünner.

Es geht meist unter und die Kundschaft interessiert das selten, aber Verkaufsoffene Sonntage, Weihnachtsbeleuchtung oder kleinere Aktivitäten in den einzelnen Einkaufsquartieren bedürfen einer Händlerschaft, die sich engagiert, die Ideen entwickelt, sie umsetzt und auch noch selbst finanziert.

Filialisten sind ob ihrer Geschäftsstruktur zu solchem Engagement oft nicht in der Lage − vom Interesse daran, mehr zu tun, als Geld zu verdienen, abgesehen.

Den Kunden kann das alles egal sein. Bestellt wird im Internet, die Waren kommen direkt nach Hause. Ist eh bequemer. Oft auch noch günstiger. Die Konsequenzen, eine beliebige Ladenstruktur in einer eintönigen Stadt, wen interessiert das schon?

Die Vitalität der Innenstadt und der Stadtteile zu erhalten, haben Alle in der Hand: Einkaufen Vorort statt Weltweit. Wenigstens hin und wieder. Bürgerengagement fängt beim Einkaufen an.

| SoS