Der Mainzer - Die Stadtillustrierte
Verlosung

Gewinnen Sie 3x
2 Eintrittskarten

für das Konzert von
Gregor Meyle
am 30.8.2014 ab 19 Uhr
im Mainzer Volkspark

Gregor Meyle Gregor Meyle - der Musiker, der gerne in Clubs tourt und nah bei seinem Publikum spielt, hat sein viertes Studio-Album "New York - Stintino" im Gepäck und damit "Songs über Momente, die man nie vergisst."

DER MAINZER verlost
3x 2 Karten für das Open Air mit Gregor Meyle am 30. August 2014 um 19 Uhr
im Mainzer Volkspark.

Teilnahmeschluss:
15. August 2014.

Mehr Informationen zu unseren Verlosungen finden Sie hier >>>

Werbung

PORTRÄT

Sein Haus ist gut bestellt

Am 1. August ist Richard Patzke als Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen in den Ruhestand getreten, im Oktober wird er 66 Jahre alt: Ein guter Zeitpunkt für einen Blick zurück und nach vorne.


Richard Patzke
Richard Patzke

Richard Patzke ist Mainzer und Rheinhesse durch und durch:

Aufgewachsen ist er in der Gaustraße, im Mainzer Stadtrat wirkte er als stellvertretender Fraktions­vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP, als Geschäftsführer der Mainzer Aufbau­gesellschaft realisierte er u.a. die Gründung der Parken in Mainz GmbH, als Mainzer Wirtschafts­dezernent gründete er die Grundstücks­verwaltungs­gesellschaft, die letzten 17 Jahre entwickelte er als Hauptgeschäftsführer die IHK Rheinhessen zu einem effizienten Dienstleister für die fast 43.000 Unternehmen der Region.

Nun geht diese Ära zu Ende, Richard Patzke hinter­lässt seinem Nachfolger Günter Jertz ein gut bestelltes Haus und startet gleichzeitig in das, was als Ruhestand bezeichnet wird.

Selbstbestimmung

Ja doch, er freue sich auf seinen »Ruhestand«, bekennt der 65-Jährige. Dann könne er weniger fremdbestimmt leben - was sich aber, präzisiert Patzke, auf die Terminplanung nicht auf die Inhalte beziehe. Wer sieben Tage die Woche arbeitet, aktuell noch in 45 Gremien tätig ist und neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit einige Ehrenämter auszufüllen hat, der könne kaum Herr seines Terminkalenders sein.

Mehr terminliche Selbstbestimmung wird also eine Begleiterscheinung des Ruhestands a la Patzke. Nicht zu erwarten ist allerdings, dass sich Richard Patzke vom Frühaufsteher in einen Langschläfer verwandelt. Sein Wissen, seine Erfahrungen im Außenwirtschaftsbereich werde er weiterhin, aber in einem eigenen Unternehmen, dem Mittelstand zugutekommen lassen. Die Ehrenamtsarbeit u.a. in der »Stiftung Tumorforschung Kopf Hals« und der Alexander Karl-Stiftung bleiben ihm er­halten, der Pflege von, teils vernachlässigten, Freundschaften wird er sich widmen können.

Lebensqualität

Patzke gilt als akribischer Arbeiter, der sich gerne in Details vertieft. Frühmorgens absolviert er eine Stunde Fitnessprogramm, bestehend aus Schwimmen und Crosstraining. Disziplin ist kein Fremdwort für ihn, seine Aktivitäten sind durchgeplant - dem Zufall mag er nichts überlassen. Selbstbeherrscht agiert er in Konfliktsituationen, hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, weiß sie aber moderat zu artikulieren. Verlässlichkeit - auch das eine Charaktereigenschaft, die er nicht von sich weist, sondern an den »Ehrlichen Kaufmann« erinnert, an dessen Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein auch der Allgemeinheit gegenüber.

Das Arbeitspensum, das der Ex-IHK-Hauptgeschäftsführer zu absolvieren hatte, war immens, zu anderem blieb kaum Zeit. Um zu begreifen, dass das keinen Verlust an Lebensqualität bedeutet, im Gegenteil, sogar Freude bereitet, muss man »Arbeit« mit den Augen von Richard Patzke sehen: »Ich realisiere gerne Projekte, dazu gehört es neue Strukturen zu entwickeln, Prozesse zu optimieren, das alles zu begleiten und zu fördern und ich freue mich, wenn am Ende etwas Gutes für Alle dabei herauskommt.« Das sei, so sagt er, seine Motivationsgrundlage.

Anerkennung

Die wiederum gespeist wird von der Anerkennung seiner Erfolge, darunter auch berührende Erlebnisse, wie 1997 die Ausbildungsplatzoffensive der IHK. 270 Persönlichkeiten arbeiteten als Ausbildungslotsen und -paten zusammen, um möglichst alle Ausbildungswilligen und -fähigen unterzubringen. »Es war sich keiner zu schade, Klinken zu putzen, damit die jungen Menschen ins Berufsleben starten konnten«, ist Patzke noch heute beeindruckt.

Mit Blick auf seinen »Ruhestand« und den im Udo Jürgens-Lied beschworenen »Lebensanfang mit 66 Jahren« wird Richard Patzke einen Aspekt selbstbestimmter Terminplanung sicher genießen: Vier Wochen Urlaub am Stück. Dem grauen deutschen November entflieht das Ehepaar Patzke ins sonnig warme Florida.

| SoS